Pressemitteilung Nr. 424 vom 23.09.2026 Neues Kunstwerk für den „Walk of Modern Art“

Künstlerin Sabine Horning vor ihrer Skulptur „Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde“
© Landeshauptstadt Potsdam/Robert Schnabel

Der „Walk of Modern Art“ in Potsdam hat einen besonderen Neuzugang erhalten: Die Skulptur „Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde“ der Berliner Künstlerin Sabine Hornig wurde heute am Uferweg der Alten Fahrt in der Nähe der Fußgängerbrücke zur Freundschaftsinsel offiziell eingeweiht. Mit dem Neuzugang wird der „Walk of Modern Art“ um eine eigens für den Standort entwickelte zeitgenössische Skulptur ergänzt. Die vom Beirat für Kunst im öffentlichen Raum ausgewählte Skulptur bereichert den Potsdamer Walk of Modern Art um eine künstlerische Position, die sich auf besondere Weise mit der Frage des gesellschaftlichen Miteinanders auseinandersetzt.

„Kunst im öffentlichen Raum ist dann besonders wertvoll, wenn sie nicht nur einen Ort gestaltet, sondern Menschen erreicht und einen Dialog anstößt. Die Arbeit von Sabine Hornig schafft genau das: Sie bereichert den Walk of Modern Art künstlerisch und gibt uns zugleich einen Anlass, über unser Zusammenleben und den Wert jedes einzelnen Menschen nachzudenken. Damit wird die Skulptur zu einem neuen, sichtbaren Bestandteil unserer Stadtgesellschaft“, sagt Torsten Wiegel, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam.

Die Skulptur besteht aus zwei sich kreuzenden Platten aus Cortenstahl. Auf ihnen ist ein Zitat der politischen Theoretikerin Hannah Arendt zu lesen: „Nicht der Mensch bewohnt diesen Planeten, sondern Menschen. Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde.“ Das Verhältnis von Pluralität und Vielstimmigkeit spiegelt sich dabei nicht nur in der inhaltlichen Aussage, sondern auch in der Form der Skulptur wider.

Die Künstlerin Sabine Hornig beschreibt ihre Überlegungen dazu: „Hannah Arendts Begriff der Pluralität – hier übersetzt als Mehrzahl – öffnet das Denken und macht autoritäre Eindimensionalität eigentlich unmöglich. Genauso soll sich auch die Skulptur entfalten: Aus zunächst einfachen, geschlossenen Stahlplatten entsteht durch ihre kreuzende, nach oben offene Form eine Mehrdimensionalität.“

Die besondere Wirkung des Werkes entsteht auch durch seine Verbindung mit dem Standort. Die Skulptur befindet sich unmittelbar am Uferweg der Alten Fahrt und damit in einem stark frequentierten öffentlichen Raum. Damit begegnet sie den Menschen im Alltag – beim Spaziergang, auf dem Weg zur Freundschaftsinsel oder beim Blick auf die Potsdamer Innenstadt. Die Skulptur wird damit Teil des alltäglichen Stadtraums und lädt dazu ein, den vertrauten Ort aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen.

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