Pressemitteilung Nr. 86 vom 27.02.2026 Kunstwerk von Sabine Hornig für Potsdamer Skulpturenpfad ausgewählt

Entwurfsabbildung „Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde“
© Sabine Hornig, VG Bild-Kunst 2026

Entwurfsabbildung „Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde“

Der „Walk of Modern Art“ in Potsdam erhält einen Neuzugang: Im Sommer 2026 wird das Werk mit dem Titel „Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde“ der Berliner Künstlerin Sabine Hornig am Uferweg der Alten Fahrt in der Nähe der Fußgängerbrücke zur Freundschaftsinsel aufgestellt. Damit wird die Skulptur Teil des bekannten Potsdamer Skulpturenpfades entlang der Havel. Der Beirat für Kunst im öffentlichen Raum votierte einstimmig für den eigens für den Standort konzipierten Entwurf.

Potsdams „Walk of Modern Art“ gibt zeitgenössischen Skulpturen ein öffentliches Podium und präsentiert vielfältige Werke der Bildenden Kunst im Stadtraum. Torsten Wiegel, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam, betont die Bedeutung des Neuzugangs: „Die Skulptur von Sabine Hornig bietet eine ästhetische und konzeptionelle Bereicherung für den Walk of Modern Art in Potsdam. Ich bin mir sicher, dass die Skulptur lokal wie auch überregional breite Anerkennung finden wird.“

Die Skulptur setzt sich aus zwei sich kreuzenden Platten zusammen, die ein Zitat der politischen Theoretikerin Hannah Arendt tragen: „Nicht der Mensch bewohnt diesen Planeten, sondern Menschen. Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde.“ Durch ihre dynamische Formensprache unterstreicht die Arbeit die Themen Individualität und Würde – insbesondere die Würde jedes Einzelnen innerhalb einer Gemeinschaft.

„Es geht mir bei diesem zurückhaltenden, jedoch eindringlichen Zitat um die Sensibilisierung gegen jegliche Art von Vorurteilen Gruppen und Minderheiten gegenüber, die in unserem Sprachgebrauch oft unbewusst angelegt sind“, beschreibt Sabine Hornig ihr Werk.

Sabine Hornig ist eine international renommierte deutsche Künstlerin und Fotografin aus Berlin. In ihrem Werk setzt sie sich intensiv mit Fragen von Raum, Perspektive und Erinnerung auseinander. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit Fotografien, Skulpturen sowie standortspezifischen Installationen, unter anderem im öffentlichen Raum.

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