Auf dem Brauhausberg in Potsdam soll ein neuer Universitätscampus entstehen. In einer öffentlichen Veranstaltung werden erstmals Varianten für den Städtebau präsentiert. Dazu begrüßt der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt, gemeinsam mit dem Kanzler der Universität Potsdam, Hendrik Woithe. Das Planungsbüro Hilmer Sattler Architekten stellt drei Varianten des Städtebaus für den zukünftigen Campus vor und nimmt Feedback dazu auf. Anwesend sein werden auch Vertreterinnen und Vertreter der Hasso Plattner Foundation, der Eigentümer sowie Fachleute der Universität und der Landeshauptstadt Potsdam.
Wie kann ich Feedback geben?
Der Termin ist eine Hybridveranstaltung. Die Teilnahme ist sowohl vor Ort an der Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, August-Bebel-Str. 89, 14482 Potsdam, Haus 6, Hörsaal 5, automatischer Download) als auch online möglich. Interessierte, die vor Ort teilnehmen möchten, melden sich vorab an unter mitgestalten.potsdam.de. Zuschauerinnen und Zuschauer des Streams können ihr Feedback bis 2. Februar abgeben.
Wie geht es weiter?
Das Feedback fließt ein in das weitere Verfahren: In Werkstatt-Terminen werden die städtebaulichen Varianten ab Februar mit der Universität, Studierenden, den Grundstückseigentümern, der Hasso Plattner Foundation, Vertreterinnen und Vertretern des Landes Brandenburg, der Stadtverordnetenversammlung, der Verwaltung und der Bürgerschaft weiter diskutiert und Vorzugsvarianten festgelegt. Diese bilden dann die Grundlagen für den zu erarbeitenden Bebauungsplan. Nach Abschluss der Werkstatt wird das Ergebnis ausgestellt und die Einsicht in den finalen städtebaulichen Entwurf ermöglicht, welcher dann auch die Phase der frühzeitigen Beteiligung im Bebauungsplanverfahren einleiten wird. Einen Beschluss, dass der B-Plan 188 erarbeitet werden soll, hat die Stadtverordnetenversammlung bereits am 21. Januar gefasst.
Weitere Informationen zum Hintergrund
- Kooperation zur Erweiterung des Hasso Plattner Instituts am Campus Griebnitzsee und zum Bau eines neuen Uni-Campus auf dem Brauhausberg
Die Hasso Plattner Foundation (HPF), das Land Brandenburg und die Universität Potsdam (UP) haben am 2. Juni 2025 eine strategische Kooperation bekannt gegeben, die darauf abzielt, den Wissenschaftsstandort Potsdam durch die Förderung von Wissenschaft und Forschung auszubauen und damit die digitale Souveränität Europas zu stärken.
Bis 2035 will die Stiftung HPF einen neuen Campus für die Universität Potsdam auf dem Brauhausberg ermöglichen, um der Universität Potsdam einen modernen Campus zu verschaffen und die gemeinsame Digital Engineering Fakultät vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) und der Universität Potsdam auf dem Campus Griebnitzsee zu erweitern. Dieses Wachstum ist eine strategische Antwort auf die Notwendigkeit, die Zukunftsfähigkeit Europas im Bereich künstliche Intelligenz und weiteren digitalen Technologien auszubauen.
Grundlage dieser umfassenden Entwicklung der Universität Potsdam ist eine unterzeichnete Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) zwischen dem Land Brandenburg, der Universität Potsdam und der Hasso Plattner Foundation (HPF). Weitere Informationen hierzu sind online zu finden unter: https://www.plattnerfoundation.org/de/projekte/campus-brauhausberg
- Potsdams Stadtverordnetenversammlung unterstützt das Projekt mit Leitentscheidung
Mit großer Mehrheit hat die Stadtverordnetenversammlung am 25. September 2025 den Beschluss gefasst, die im LOI zwischen dem Land Brandenburg, der Universität Potsdam und der Hasso Plattner Foundation vereinbarten Ziele für die Weiterentwicklung des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und der Universität Potsdam ausdrücklich zu unterstützen. Der Beschluss ist dabei ein wichtiges Signal für die städtebauliche und wissenschaftliche Entwicklung der Landeshauptstadt Potsdam in diesem Jahrzehnt.
Die Leitentscheidung sieht dabei folgende Schwerpunkte vor:
- Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) am Campus Griebnitzsee: Die Landeshauptstadt unterstützt das HPI bei seinem Wachstum zu einem europäischen Leuchtturm für Digitale Wissenschaften.
- Neuer Universitätscampus Brauhausberg: Zur Sicherung des neuen Standorts wird ein Bebauungsplan aufgestellt, der unter anderem die Fläche des ehemaligen Landtagsgebäudes umfasst. Das Verfahren hat höchste Priorität in der Stadtplanung.
- Weiterentwicklung der Universitäts-Standorte Golm und Am Neuen Palais: Hier sollen durch Bebauungspläne und Nachverdichtungen neue Lehr- und Forschungsflächen durch das Land Brandenburg geschaffen werden.
- Studentisches Wohnen: Gemeinsam mit dem Land Brandenburg, der Universität Potsdam, der Hasso-Plattner-Foundation und dem Studierendenwerk werden Möglichkeiten für neue Wohnangebote in Campusnähe geprüft.
- Wirtschaftliche Impulse: Die Landeshauptstadt will mit gezielten Maßnahmen Ausgründungen und Start-ups fördern und so die Innovationskraft der Region stärken.
- Universitätscampus auf dem Brauhausberg
Mit dem Gesamtvorhaben sind weitreichende positive Entwicklungen für die Landeshauptstadt Potsdam verbunden. Es sieht den Bau eines neuen und hochmodernen Universitätscampus auf dem Brauhausberg vor. Dabei soll zudem das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Brandenburger Landtages in den Campus integriert und somit nachhaltig öffentlich genutzt werden. Neben der Rückkehr des studentischen Lebens in die Potsdamer Innenstadt wird der Brauhausberg langfristig öffentlich genutzt und zugänglich sein.
Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“
Am 21. Januar 2026 hat die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“ gefasst. Damit ist der Weg zum Einstieg in das formale Verfahren zur Erarbeitung eines Bebauungsplans und die damit verbundene parallele Änderung des Flächennutzungsplans im entsprechenden Teilbereich eröffnet. Das Bebauungsplanverfahren dient dazu, alle Fragen und städtebaulichen Schwerpunktthemen, die mit der Entwicklung des Vorhabens in Zusammenhang stehen, zu erfassen, zu bewerten und im Ergebnis die planungsrechtliche Grundlage für den Universitätscampus zu erarbeiten.
- Universitätscampus Am Neuen Palais und Universitätscampus Golm
Die beiden weiteren Universitätsstandorte Golm und Neues Palais soll im Rahmen des Gesamtvorhabens ebenfalls weiterentwickelt und gestärkt werden. Durch Bebauungspläne und der Ermöglichung von Nachverdichtungen sollen an beiden Standorten neue Lehr- und Forschungsflächen durch das Land Brandenburg geschaffen werden.
Downloads
- Lageplan Unicampus Griebnitzsee