Die Landeshauptstadt Potsdam bereitet die Einführung der Verpackungssteuer zum 1. Oktober 2026 vor und stellt Fördermittel für den Umstieg auf Mehrweglösungen bereit. Bis 2028 stehen insgesamt 170.000 Euro Fördermittel bereit, um Potsdamer Gastronomiebetriebe und Vereine bei der Anschaffung von Mehrweggeschirr, Besteck oder Spülmaschinen zu unterstützen.
Die Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, Brigitte Meier, sagt dazu: „Die Einführung der Verpackungssteuer ist ein wichtiger Schritt, um die Umweltbelastung durch Einwegverpackungen zu reduzieren. Mit den Fördermitteln möchten wir die Potsdamer Unternehmen dabei unterstützen, auf Mehrwegalternativen umzusteigen – für eine saubere und lebenswerte Stadt.“
Ab dem 1. Oktober 2026 können Anträge auf Förderung gestellt werden. Gefördert werden:
- der Systemnutzungsbeitrag bei einem Mehrwegpoolsystem-Anbieter mit bis zu 500 Euro je Betriebsstätte,
- die Anschaffung von Mehrweggeschirr und -besteck (betriebseigene Lösung) mit bis zu 500 Euro je Betriebsstätte sowie
- Spülmaschinen mit bis zu 2.000 Euro.
Die Förderung erfolgt vorbehaltlich der verfügbaren Haushaltsmittel. Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung der Förderung besteht nicht. Die für die Antragstellung erforderlichen Unterlagen stehen ab dem 23. September unter www.potsdam.de/verpackungssteuer zum Download bereit.
Die Einführung eines einheitlichen Mehrwegsystems für alle Branchen ist nach Prüfung der Landeshauptstadt Potsdam nicht zielführend, da die Unternehmen unterschiedliche Bedarfe haben und bereits verschiedene Anbieter auf dem Markt existieren.
Zudem stellt die Verwaltung den Potsdamer Unternehmen Infomaterial zur Verfügung, mit dem sie Kundinnen und Kunden vor Ort über die Verpackungssteuer sowie Mehrweg informieren können. Die Druckdateien der Infomaterialien stehen auf der Webseite zur eigenen Produktion zur Verfügung. Gedruckte Exemplare der Plakate, Aufsteller, Sticker und Flyer können auf Wunsch der Unternehmen aber auch bei der Landeshauptstadt Potsdam im Bereich Steuern per E-Mail unter steuern@rathaus.potsdam.de oder telefonisch unter 0331 289-1434 angefragt und abgeholt werden.
Alle Informationen zur Verpackungssteuer, zur Förderrichtlinie und den Infomaterialien sind unter www.potsdam.de/verpackungssteuer zu finden.