Pressemitteilung Nr. 284 vom 03.07.2024 Auftakt für den Boulevard des Films

Der Film kommt aus Babelsberg in die Mitte der Stadt
Platten für den Boulevard des Films
© LHP/Sophia Ermert

Oberbürgermeister Mike Schubert wird morgen gemeinsam mit dem Potsdamer Regisseur Andreas Dresen die ersten Platten des Boulevards des Films auf der Brandenburger Straße enthüllen. Insgesamt 55 quadratische Granitplatten mit Titeln wichtiger Filme, die in Potsdam gedreht wurden, werden im Zuge der Sanierung der Fußgängerzone eingebaut und werden so im Herzen der Stadt auf Potsdams reiches filmisches Erbe hinweisen. „Mit dem Boulevard des Films holen wir den Film aus Babelsberg in die Mitte der Stadt“, so der Oberbürgermeister. Andreas Dresens Film „Halt auf freier Strecke“ ist unter den ersten Granitplatten, die zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und der Jägerstraße eingebaut sind und die morgen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Zur Veranstaltung eingeladen sind auch die Gewerbetreibenden der Brandenburger Straße, Vertreterinnen und Vertreter der am Bauprojekt beteiligten Unternehmen, Mitglieder der beiden Jurys sowie Vertreterinnen und Vertreter der Film- und Medienbranche und Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung.

Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam ist die deutsche Filmstadt. Nach mobilen Vorführungen um 1900 und dem ersten Kino mit festem Spielort im Jahr 1909 startete mit dem Bau des ersten Glasateliers als Filmstudio 1911 die bis heute andauernde Filmproduktion. Seit den ersten Dreharbeiten zum legendären Stummfilm „Der Totentanz“ mit Asta Nielsen im Februar 1912 ist Potsdam mit einer aktiven Film- und Medienbranche sowie Kinos, Festivals, Filmlehre, -forschung, -tourismus und -archivierung ununterbrochen Filmstandort und beherbergt nahezu die gesamte Verwertungskette im Bereich Film. Seit 30. Oktober 2019 trägt Potsdam als einzige deutsche Stadt den Titel einer „UNESCO Creative City of Film“. Film ist Wirtschafts-, Image-, Kultur- und Bildungsfaktor für die Stadt. In mehr als 112 Jahren entstanden in den Babelsberger Filmstudios sowie bei unzähligen Drehs im gesamten Stadtgebiet mehrere hundert Kino- und Fernsehfilme, Trickfilme, Dokumentarfilme, Serien und Werbespots – vielfach national und international ausgezeichnet.

Der Start des Boulevards des Films wird von einem besonderen Kinoangebot begleitet. Im Kino des Filmmuseums Potsdam werden im Juli und August zwölf der 55 Filme gezeigt – der Eintritt zu diesen Filmvorführungen ist frei. www.filmmuseum-potsdam.de.


Hintergrund und Fakten zum Boulevard des Films

Der Boulevard des Films ist ein Projekt des Bereichs Marketing der Landeshauptstadt Potsdam.
Entwickelt wurde es 2018 im Kontext der ersten Planungen für die komplexe Rekonstruktion der Brandenburger Straße, konkretisiert im Jahr 2019 als Teil der Bewerbung Potsdams um den Titel UNESCO CREATIVE CITY OF FILM. Kriterien für die Auswahl der Filme waren: Bedeutung für den Standort (Kreativität aus Potsdam), gesellschaftliche Relevanz, Publikumserfolg/Kultcharakter des Films, besondere künstlerische oder technische Leistung sowie Auszeichnungen und Preise für die Werke.

Die Mitglieder der Fachjury:

Murnau-Stiftung – Christiane von Wahlert
DEFA-Stiftung – Stefanie Eckert
Bundesarchiv – Filmarchiv: Petra Rauschenbach
Filmuniversität – Prof. Dr. Chris Wahl
Studio Babelsberg – Dr. Charlie Woebcken
Medienboard Berlin Brandenburg – Christiane Krone-Raab
Filmmuseum Potsdam - Guido Altendorf
Landeshauptstadt Potsdam – Dr. Sigrid Sommer


Mitglieder der Gestaltungsjury:

Jens Cacha, Bildhauer und Restaurator
Götz T. Friederich, Vorsitzender AG Innenstadt und des Marketingclubs Potsdam, ehemaliger Stadtverordneter
Saskia Hüneke, Vorstandsmitglied von ARGUS Potsdam e.V. und Stadtverordnete 
Bärbel Schälicke, AG Innenstadt
Petra Schmidt Dreyblatt, Geschäftsführerin Brandenburgischer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V. und Mitglied im Beirat Kunst im Öffentlichen Raum
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Prof. Sophie Wolfrum, Mitglied des Gestaltungsrates der LHP
Martina Woiwode, Bereichsleiterin Verkehrsanlagen LHP
Marlies Deponte, Verein Freies Tor e. V.
Roland Zurkuhlen/Felix Merk, Bereich Untere Denkmalschutzbehörde

Gewinner des Gestaltungswettbewerbs:

Christoph Curin

Die auf den Boulevard des Films präsentierten Filme: 

Kaiserzeit bis 1919
Der Totentanz
Der Student von Prag

Weimarer Republik bis 1933
Madame Dubarry
Fridericus Rex
Die Nibelungen
Der letzte Mann  
Die Abenteuer des Prinzen Achmed
Metropolis
Die Drei von der Tankstelle
Der blaue Engel
Emil und die Detektive
Mädchen in Uniform
Der Kongress tanzt

NS-Zeit bis 1945
Amphitryon 
Frauen sind doch bessere Diplomaten 
Münchhausen 
Die Feuerzangenbowle 
Unter den Brücken 

DDR-Zeit bis 1990
Potsdam baut auf
Die Mörder sind unter uns
Das kalte Herz 
Der Untertan 
Die Geschichte vom kleinen Muck 
Du und mancher Kamerad
Der geteilte Himmel 
Das Kaninchen bin ich 
Die Söhne der großen Bärin 
Heißer Sommer
Hinter den Fenstern
Die Frau und der Fremde
Jahrgang 45
Spur der Steine 
Ich war neunzehn 
Der Dritte 
Die Legende von Paul und Paula 
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel 
Eolomea 
Jakob der Lügner 
Bis daß der Tod euch scheidet
Solo Sunny 
Das Fahrrad  
Moritz in der Litfaßsäule  
Coming Out  
Verriegelte Zeit
Im Durchgang – Protokoll für das Gedächtnis 

Gegenwart bis 2017
Sonnenallee 
Duell – Enemy at the Gates
Der Pianist 
V wie Vendetta 
Der Vorleser 
Inglourious Basterds 
Halt auf freier Strecke
Grand Budapest Hotel 
Bridge of Spies – Der Unterhändler
Babylon Berlin

Publikumsliebling      

ICH WAR NEUNZEHN, Konrad Wolf

Bauabschnitt 1

Halt auf freier Strecke - 2011
Die Feuerzangenbowle - 1944
Spur der Steine - 1966
Der Totentanz - 1912
Sonnenallee - 1999
Das Fahrrad - 1982
Bridge of Spies – Der Unterhändler – 2014/15
Emil und die Detektive - 1931
Jakob der Lügner - 1974
Der letzte Mann - 1924

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