Unter konstruktiver Beteiligung und mit zahlreichen konkreten Hinweisen und Anregungen fand am 27. Februar 2026 das erste nicht-öffentliche Werkstatttreffen des städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens für den Universitätscampus auf dem Potsdamer Brauhausberg statt. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der Universität Potsdam, aus der Studierendenschaft, vom Studierendenwerk, aus der Kommunalpolitik, der Eigentümer, der Verwaltung und von externen Fachplanerinnen und -planern arbeiteten intensiv an Konzeptionen für einen attraktiven, lebendigen und nachhaltigen Universitätsstandort.
Ausgangspunkt waren Weiterentwicklungen der am 29. Januar öffentlich vorgestellten städtebaulichen Varianten des Planungsbüros Hilmer Sattler Architekten. Darin eingeflossen waren das Feedback aus der Veranstaltung im Januar mit mehr als 180 Hinweisen aus der Öffentlichkeit sowie Anregungen aus dem Gestaltungsrat der Landeshauptstadt Potsdam. Weitere Diskussionsgrundlagen bildeten erste gutachterliche Ergebnisse zu Themenbereichen wie Fauna und Flora sowie dem Umgang mit dem Trinkwasserschutzgebiet. In mehreren Arbeitsgruppen wurden die Varianten aus unterschiedlichen Perspektiven intensiv bearbeitet. Schwerpunkte in dem offen geführten Dialog lagen auf den benötigten Funktionalitäten aus Sicht der Universität und des Studierendenwerks, dem Versiegelungsgrad, der Qualität der Außenräume sowie auf dem Zusammenspiel von Bestand und Neubau.
„Die Entwicklung eines funktionierenden Campus unter den verschiedenen Gegebenheiten und Anforderungen ist eine hochkomplexe Aufgabe. Viele Belange und Perspektiven müssen zusammengeführt werden und nicht alles funktioniert auch miteinander. Vor diesem Hintergrund bin ich wirklich begeistert, dass es gelungen ist, nicht nur die wesentlichen Anforderungen, sondern auch einen guten und tragfähigen Umgang herauszuarbeiten. Darin zeigt sich auch der große Vorteil der Methodik einer Planungswerkstatt. Ich bedanke mich für die intensive Arbeit und das Engagement aller Teilnehmenden“, sagt der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt.
Die Ergebnisse des ersten Werkstattgesprächs werden nun ausgewertet und in Untervarianten abgebildet, die Gegenstand eines zweiten Austausches im April werden. Die am Ende erarbeitete Vorzugsvariante soll noch im Frühjahr öffentlich vorgestellt werden und als Grundlage für den zu erarbeitenden Bebauungsplan dienen.