Die Vorzugsvariante F überzeugte durch größere Qualitäten im Städtebau, bessere funktionale Zusammenhänge, größere und individuellere Freiräume, bessere landschaftliche Einbindung, einen höheren Baumerhalt und einen geringeren Versiegelungsgrad.
Heute fand die zweite nicht-öffentliche Planungswerkstatt im städtebaulichen Qualifizierungsverfahren für den neuen Universitätscampus auf dem Potsdamer Brauhausberg statt. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Universität, Studierendenschaft, Studierendenwerk, Stadtpolitik, Eigentümerschaft, Verwaltung und externe Fachplanerinnen und -planern arbeiteten gemeinsam an den Konzeptionen für einen attraktiven, lebendigen und nachhaltigen Universitätsstandort. Dabei konnte das Ziel erreicht werden, eine Empfehlung für eine Vorzugsvariante der städtebaulichen Figur des zukünftigen Universitätsstandortes zu erarbeiten.
„Mit der heutigen Planungswerkstatt und der Empfehlung für die Vorzugsvariante haben wir einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg hin zu einem neuen innerstädtischen Universitätscampus erreicht. Auch wenn die Vorzugsvariante durch das Planungsbüro noch weiter konkretisiert wird, kennen wir seit heute die grundlegende räumliche Gestalt des zukünftigen Universitätscampus. Mit den geplanten Qualitäten als Lern-, Aufenthalts- und Erlebnisraum ist der Campus nicht nur ein Gewinn für die Universität, sondern auch für die Landeshauptstadt Potsdam. Für die konstruktive Zusammenarbeit in der Werkstatt möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken“, sagt der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Weiterbearbeitung zweier städtebaulicher Varianten (E und F), die bereits in der ersten Werkstatt am 27. Februar 2026 identifiziert worden waren. Dabei wurden durch das Planungsbüro Hilmer Sattler Architekten zentrale Themen vertieft, darunter die Sicherung der Funktionalitäten aus Sicht der Universität und des Studierendenwerks, der Baumerhalt, der Versiegelungsgrad und die Regenwasserversickerung, die Sicherung der Qualität der Außenräume sowie das Zusammenspiel von Bestand und Neubau.
Zu Beginn der Werkstatt wurden die bisherigen Ergebnisse zusammengefasst und im Anschluss die überarbeiteten, weiterentwickelten Varianten durch das Planungsbüro Hilmer Sattler Architekten vorgestellt. Ergänzend stellte das Freiraumplanungsbüro Planstatt Senner Berlin ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Gestaltung der Außenanlagen und zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung vor.
Im Anschluss erfolgte die intensive Verständigung zu den Varianten in drei Arbeitsgruppen. Die beiden Varianten wurden dabei jeweils hinsichtlich der Kernkriterien Städtebauliche Grundanforderungen, Umwelt, Natur und Trinkwasserschutz, Denkmal und Neubau, Erschließung und Mobilität sowie Außen- und Freiraumgestaltung gegenübergestellt. Auf dieser Grundlage konnte eine geschlossene Empfehlung für die Variante F als Vorzugsvariante des zukünftigen Universitätscampus erarbeitet werden.
Die Vorzugsvariante F überzeugte durch größere Qualitäten im Städtebau, bessere funktionale Zusammenhänge, größere und individuellere Freiräume, bessere landschaftliche Einbindung, einen höheren Baumerhalt und einen geringeren Versiegelungsgrad. Die Vorzugsvariante für den Städtebau wird nun durch das Planungsbüro weiter ausgearbeitet und in wesentlichen Punkten vertieft. Das Ergebnis soll bis zum Juni öffentlich präsentiert werden und die Grundlage für den Bebauungsplan bilden.
Einen Überblick über das Gesamtvorhaben und das städtebauliche Qualifizierungsverfahren findet sich auf der Beteiligungsplattform der Landeshauptstadt Potsdam unter mitgestalten.potsdam.de/brauhausberg.