Pressemitteilung Nr. 250 vom 02.06.2026 Universitätscampus Brauhausberg: Landeshauptstadt Potsdam legt Vorentwurf zum Bebauungsplan vor

Start der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit im Bebauungsplanverfahren / Veranstaltung und Ausstellung am 16. Juni im Langen Stall
Brauhausberg im Frühling
© Landeshauptstadt Potsdam/Frank Daenzer

Heute startet das frühzeitige Beteiligungsverfahren zum Bebauungsplan Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“ sowie zur entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans der Landeshauptstadt Potsdam. Damit werden der aktuelle Planungsstand und die Planungsziele öffentlich vorgestellt und die Beteiligung bis zum 30. Juni 2026 ermöglicht. Die Potsdamerinnen und Potsdamer können sich in diesem Zeitraum aktiv in das Bebauungsplanverfahren sowie in das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans einbringen.

„Ein Jahr nach der ersten Ankündigung des Vorhabens eines neuen Universitätscampus auf dem Brauhausberg starten wir in die frühzeitige Beteiligung im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens und setzen dabei auf das vorangegangene städtebauliche Qualifizierungsverfahren auf. Die transparente Vermittlung der Planungs- und Vorhabensfortschritte und eine aktive öffentliche Beteiligung bleibt dabei für uns von zentraler Bedeutung“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt. Die heute startende frühzeitige Beteiligung wird deshalb durch eine Veranstaltung am 16. Juni unterstützt.    

Zur Entwicklung des neuen Universitätscampus auf dem Brauhausberg wurde seit Jahresbeginn 2026 ein städtebauliches Qualifizierungsverfahren durchgeführt, das mit der Festlegung auf eine städtebauliche Vorzugsvariante endete. Diese Vorzugsvariante wurde als städtebauliche Grundlage in den Vorentwurf des Bebauungsplans überführt, welcher nun der Öffentlichkeit vorgestellt wird und die Möglichkeit zur öffentlichen Beteiligung bietet. Weiterführende Informationen zu diesem Verfahrensschritt des Bebauungsplanverfahrens finden sich auf der Beteiligungsplattform der Landeshauptstadt Potsdam. Die Möglichkeit zur Kommentierung des Vorentwurfs des Bebauungsplans ist über die Plattform DiPlan.  

Um die Ergebnisse des städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens noch detaillierter vorzustellen und über den Vorentwurf des Bebauungsplans Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“ sowie den Entwurf zur Änderung des Flächennutzungsplans weiter zu informieren, lädt die Landeshauptstadt Potsdam am 16. Juni, um 18:30 Uhr, in den Langen Stall im Kreativ Quartier, Neue Plantage, zur Informationsveranstaltung und begleitenden Ausstellung ein. Hierbei werden Informationen zum Bebauungsplan-Vorentwurf in einer Ausstellung zu sehen sein und Ansprechpartner für einen Austausch vor Ort zur Verfügung stehen. Damit soll das Verfahren zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zum Bebauungsplan und der erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplans im entsprechenden Teilbereich unterstützt werden.

Ziel des Bebauungsplanverfahrens (Nr. 188) ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung der Universität Potsdam auf dem Brauhausberg zu schaffen. Die Flächen auf der Bergkuppe sollen als Sondergebiet für universitäre Nutzungen festgesetzt werden. Vorgesehen sind insbesondere Nutzungen für Lehre (u. a. Seminarräume und Hörsäle), Forschung (z. B. Labore) sowie Verwaltung. Ergänzend sollen weitere universitäre Bedarfe wie Versorgung, Konferenznutzungen sowie studentisches Wohnen ermöglicht werden. Des Weiteren sollen öffentliche Straßenverkehrsflächen sowie öffentliche Grünflächen gesichert werden. Dabei soll das bestehende, denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Kriegsschule einbezogen werden, das zuletzt bis 2013 vom Landtag Brandenburg genutzt wurde. Bei der Entwicklung der Planinhalte sind die denkmalschutzpflegerischen Aspekte zu beachten und in den Abwägungsprozess einzubeziehen.

Ziel der Flächennutzungsplan-Änderung „Universitätscampus Brauhausberg" (Nr. 38/25) ist es, den Bereich als Sonderbaufläche mit entsprechender Zweckbestimmung darzustellen. Das Plangebiet ist aktuell als Gemischte Baufläche dargestellt. Es ist vorgesehen, im Plangebiet zukünftig eine Sonderbaufläche mit dem Zweck Hochschule und Forschung sowie den westlichen Teil des Geltungsbereiches aufgrund der Darstellungssystematik in die südlich angrenzende Fläche zu integrieren und als Wohnbaufläche darzustellen. Die geplanten Änderungen entsprechen den grundsätzlichen Entwicklungszielen des Flächennutzungsplans.

Hintergrund

Im städtebaulichen Qualifizierungsverfahren wurden am 29. Januar 2026 die ersten städtebaulichen Varianten für den Universitätscampus Brauhausberg öffentlich vorgestellt und kommentiert. Darauf folgte eine intensive Bearbeitung verschiedener weiterführender Varianten in zwei Werkstattveranstaltungen. Im Ergebnis überzeugte die Vorzugsvariante F durch größere Qualitäten im Städtebau, bessere funktionale Zusammenhänge, größere und individuellere Freiräume, bessere landschaftliche Einbindung, einen höheren Baumerhalt und einen geringeren Versiegelungsgrad. Dieser Entwurf für den Städtebau wurde durch die beauftragten Planungsbüros zwischenzeitlich weiter ausgearbeitet und in wesentlichen Punkten vertieft. Auf diesen Planungen basiert nun der erarbeitete Vorentwurf für den aufzustellenden Bebauungsplan Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“.

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