Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam, Claudia Sprengel, hat den Gleichstellungsplan für den Zeitraum 2025 bis 2028 vorgelegt. Der Plan basiert auf einer erweiterten und differenzierten Datengrundlage sowie erstmals auf einem breit angelegten verwaltungsinternen Beteiligungsprozess zur Bedarfsermittlung in den verschiedenen Geschäftsbereichen.
Der Gleichstellungsplan bündelt die gleichstellungspolitischen Ziele der Stadtverwaltung in vier zentrale Handlungsfelder und definiert dafür konkrete, überprüfbare Maßnahmen. Damit wird Gleichstellung als strategische Querschnittsaufgabe in der Personal- und Organisationsentwicklung der Verwaltung weiter verankert.
„Über die zentralen Gleichstellungsziele besteht innerhalb der Verwaltung ein breiter Konsens: Wir wollen die Unterrepräsentanz abbauen, weibliche Führungskräfte gezielt fördern und langfristig an uns binden, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nachhaltig stärken und die Antidiskriminierungsarbeit konsequent verankern“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Sprengel. „Nun gilt es, die vorgesehenen Maßnahmen konsequent umzusetzen. Hierfür braucht es das Engagement aller Beschäftigten. Mit Blick auf den bevorstehenden Internationalen Frauentag wollen wir sichtbar machen, dass auf Worte konkrete Fortschritte folgen.“
Die zentralen Maßnahmen des Gleichstellungsplans
- Zur Bekämpfung der Unterrepräsentanz von Frauen werden Stellenausschreibungen systematisch auf Geschlechtergerechtigkeit überprüft. Hierzu sollen unter anderem KI-gestützte Instrumente eingesetzt werden, um potenzielle sprachliche Bias in Formulierungen zu erkennen und zu reduzieren.
- Zur Förderung weiblicher Führungskräfte wird das bewährte Mentoringprogramm erneut implementiert, um potenzielle Kandidatinnen gezielt zu qualifizieren und in ihrer Laufbahnentwicklung zu unterstützen.
- Zum Abbau von Benachteiligungen von Beschäftigten mit Sorgeverantwortung wird ein strukturiertes On- und Offboarding rund um Eltern- und Pflegezeiten mit verbindlicher Kontakt- und Rückkehrplanung eingeführt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Sorgearbeit nachhaltig zu erleichtern.
- Zur Stärkung der Prävention von Diskriminierung und Belästigung werden verpflichtende Schulungen zu Antisexismus und Diversity für Führungskräfte, Auszubildende und Studierende eingeführt.
Der Gleichstellungsplan wurde auf Grundlage des Brandenburgischen Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) erstellt. Öffentliche Dienststellen sind verpflichtet, regelmäßig die Beschäftigtenstruktur zu analysieren und darauf aufbauend Maßnahmen zur Förderung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern festzulegen.
Für Herbst 2027 ist eine erste Evaluation der Umsetzung vorgesehen. Dabei wird überprüft, inwieweit die gesetzten Ziele erreicht wurden und welche weiteren Schritte erforderlich sind.
Der Gleichstellungsplan 2025-2028 steht ab sofort online zur Verfügung unter: www.potsdam.de/gleichstellungsplan.