Pressemitteilung Nr. 3 vom 03.01.2026 Eine Zeitreise durch Potsdams Erdgeschichte

Schmelzwassersee mit Eisrand an der Westküste Grönlands – so könnte Brandenburg vor 20.000 Jahren ausgesehen haben
© W. Stackebrandt

Schmelzwassersee mit Eisrand an der Westküste Grönlands – so könnte Brandenburg vor 20.000 Jahren ausgesehen haben

Am Dienstag, den 6. Januar 2026, lädt das Naturkundemuseum Potsdam um 15 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Grüne Stunde für Erwachsene“ zu einem Vortrag mit dem Geologen Dr. Werner Stackebrandt ein. Es geht diesmal auf eine faszinierende Bildexkursion durch Potsdams geologische Vergangenheit. Der Vortrag „Entdeckungen unter märkischem Sand – eine Zeitreise durch Potsdams Erdgeschichte“ findet von 15 bis 16:30 Uhr statt und zeigt anschaulich den spannenden Weg, den das heutige Brandenburg – und damit auch Potsdam – in den letzten 300 Millionen Jahren genommen hat, ehe es zum echten Eiszeitland wurde.

Der Geologe Dr. Werner Stackebrandt war bis 2013 langjähriger Chef des Geologischen Dienstes von Brandenburg. Zuvor arbeitete er 15 Jahre als Geologe an der Akademie der Wissenschaften der DDR auf dem Telegrafenberg in Potsdam. Er referiert im Naturkundemuseum Potsdam über die geologische Vergangenheit Potsdams und erklärt, welche Prozesse das Untergrund- und Landschaftsbild Brandenburgs geformt haben und wie das Eiszeitland letztlich zu dem wurde, was wir heute kennen. „Wer die Landschaft um Potsdam verstehen will, muss weit zurückblicken: Unter unseren Füßen liegen die Spuren von Land und Meer, von Wüsten und Vulkanen und schließlich die der gewaltigen Eismassen, welche Brandenburg einst begruben. In meinem Vortrag zeige ich den Gästen, wie diese Kräfte das heutige Bild Brandenburgs geprägt haben – und dass Erdgeschichte alles andere als ein Buch mit sieben Siegeln ist“ erklärt der renommierte Geologe. 

Der Vogel Goldammer mit braunen Federn sitzt in einem Nest neben fünf kleinen Eiern
© Foto: NKMP/D. Marschalsky

Goldammer-Weibchen im Nest.

Die „Grüne Stunde für Erwachsene“ findet einmal im Monat im Naturkundemuseum Potsdam statt. Expertinnen und Experten berichten über aktuelle Themen aus Biologie und Naturkunde - in angenehmer Atmosphäre mit Raum für Fragen und Austausch bei Getränken und Keksen.

Auch im ersten Quartal 2026 erwartet die Besucherinnen und Besucher wieder ein abwechslungsreiches Programm. Die nächsten Termine im ersten Halbjahr 2026 stehen bereits fest: 

Am Dienstag, den 3. Februar, folgt der Vortrag „Tiere und Pflanzen des Jahres 2026“ mit der wissenschaftliche Mitarbeiterin Christin Großmann, die erläutert, welche Tiere, Pflanzen und Pilze in diesem Jahr als Botschafter für den Artenschutz ausgewählt wurden und warum. 

Im Monat darauf, am Dienstag, den 3. März, widmet sich Biologin Larissa Goebel im Vortrag „Spinnen – ein Hoch auf die Achtbeiner!“ der überraschenden Vielfalt und Nützlichkeit vieler Spinnenarten – und räumt mit Spinnen-Vorurteilen auf. 

Es folgt am Dienstag, den 7. April 2026, der Vortrag „Brandenburgs verborgene Schätze – Naturparks und Biosphärenreservate im Fokus“ von der Leiterin des UNESCO Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin, Dr. Susanne Winter. Sie beleuchtet das reiche Naturerbe rund um Potsdam und zeigt die dortigen Herausforderungen im Natur- und Klimaschutz auf. 

Das erste Halbjahr endet mit einem frühlingshaften Thema, am Dienstag, den 5. Mai 2026, lädt das Museum zum Vortrag „Wildkräuter – Essbare Vielfalt im Frühling“ mit der Kräuterexpertin Claudia Zesche‑Göpfert ein, bei dem heimische Frühlingskräuter vorgestellt werden – im Anschluss gibt es einen kleinen Workshop zur Herstellung eines duftenden Kräutersalzes.

Die Teilnahme kostet 2,50 Euro zuzüglich zum Museumseintritt von 4 Euro für Erwachsene bzw. 3 Euro ermäßigt. Getränke und Kekse sind inklusive. Eine telefonische Anmeldung ist unter der Telefonnummer 0331 289-6707 erwünscht. Das Naturkundemuseum Potsdam ist mit dem Bus 695 gut zu erreichen. Die Haltestelle „Naturkundemuseum“ liegt 100 Meter vom Haupteingang entfernt. 

Themen der Gründen Stunde für Erwachsene im Überblick: 

  • Dienstag, 6. Januar 2026 | 15 bis 16:30 Uhr | Entdeckungen unter märkischem Sand – eine Zeitreise durch Potsdams Erdgeschichte
  • Dienstag, 3. Februar 2026 | 15 bis 16:30 Uhr | Tiere und Pflanzen des Jahres 2026
  • Dienstag, 3. März 2026 | 15 bis 16:30 Uhr | Spinnen – ein Hoch auf die Achtbeiner!
  • Dienstag, 7. April 2026 | 15 bis 16:30 Uhr | Brandenburgs verborgene Schätze –
  • Naturparks und Biosphärenreservate im Fokus
  • Dienstag, 5. Mai 2026 | 15 bis 16:30 Uhr | Wildkräuter - Essbare Vielfalt im Frühling
Naturkundemuseum Potsdam
© Naturkundemuseum Potsdam
Naturkundemuseum Potsdam. Foto Janiszewsky

Adresse und Kontakt 

Naturkundemuseum Potsdam
Breite Straße 13
14467 Potsdam
0331 289-6707

www.naturkundemuseum-potsdam.de
naturkundemuseum@rathaus.potsdam.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet
Museumsmontag: Jeden 1. Montag im Monat von 9 bis 17 Uhr geöffnet mit 50 Prozent Rabatt auf den Eintrittspreis

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