Der Masterplan: So soll Krampnitz entwickelt werden

Ehemalige Kaserne Krampnitz wird lebendiger Stadtteil

1. Preis: Machleidt GmbH Städtebau + Stadtplanung, Berlin Sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
1. Preis: Machleidt GmbH Städtebau + Stadtplanung, Berlin Sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
1. Preis: Machleidt GmbH Städtebau + Stadtplanung, Berlin Sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Geplante Straßenbahntrasse. Repro: Entwicklungsträger Potsdam
Geplante Straßenbahntrasse. Repro: Entwicklungsträger Potsdam
Geplante Straßenbahntrasse. Repro: Entwicklungsträger Potsdam
Bert Nicke, Bernd Rubelt, sowie der Juryvorsitzende Uli Hellweg äußern sich vor der Presse zum Ergebnis (Foto Christine Homann)
Bert Nicke, Bernd Rubelt, sowie der Juryvorsitzende Uli Hellweg äußern sich vor der Presse zum Ergebnis (Foto Christine Homann)
Bert Nicke, Bernd Rubelt, sowie der Juryvorsitzende Uli Hellweg äußern sich vor der Presse zum Ergebnis (Foto Christine Homann)
Finanzminister Christian Görke (2.v.r.), Oberbürgermeister Jann Jakobs (r.) und Michael Zahn, Vorstand der Deutsche Wohnen AG (2.v.r.), bei der Präsentation des Projektes. Foto: Jessica Beulshausen
Finanzminister Christian Görke (2.v.r.), Oberbürgermeister Jann Jakobs (r.) und Michael Zahn, Vorstand der Deutsche Wohnen AG (2.v.r.), bei der Präsentation des Projektes. Foto: Jessica Beulshausen
Finanzminister Christian Görke (2.v.r.), Oberbürgermeister Jann Jakobs (r.) und Michael Zahn, Vorstand der Deutsche Wohnen AG (2.v.r.), bei der Präsentation des Projektes. Foto: Jessica Beulshausen
So könnte es am heute noch brach liegenden Kasernengelände in einigen Jahren aussehen. Grafik: © Müller Reimann Architekten/Entwicklungsträger Potsdam GmbH
So könnte es am heute noch brach liegenden Kasernengelände in einigen Jahren aussehen. Grafik: © Müller Reimann Architekten/Entwicklungsträger Potsdam GmbH
So könnte es am heute noch brach liegenden Kasernengelände in einigen Jahren aussehen. Grafik: © Müller Reimann Architekten/Entwicklungsträger Potsdam GmbH
Diesen Teil des Areals entwickelt die Deutsche Wohnen AG in Krampnitz. Grafik: Deutsche Wohnen AG
Diesen Teil des Areals entwickelt die Deutsche Wohnen AG in Krampnitz. Grafik: Deutsche Wohnen AG
Diesen Teil des Areals entwickelt die Deutsche Wohnen AG in Krampnitz. Grafik: Deutsche Wohnen AG
Das ehemalige militärisch genutzte Areal Krampnitz im Überblick. Im Vordergrund der Krampnitzsee und die B2, im Hintergrund der Fahrländer See und der Ortsteil Fahrland (© Falcon Crest Air, im Auftrag der POLO GmbH)
Das ehemalige militärisch genutzte Areal Krampnitz im Überblick. Im Vordergrund der Krampnitzsee und die B2, im Hintergrund der Fahrländer See und der Ortsteil Fahrland (© Falcon Crest Air, im Auftrag der POLO GmbH)
Das ehemalige militärisch genutzte Areal Krampnitz im Überblick. Im Vordergrund der Krampnitzsee und die B2, im Hintergrund der Fahrländer See und der Ortsteil Fahrland (© Falcon Crest Air, im Auftrag der POLO GmbH)
Pressekonferenz zur Entwicklung des Areals Krampnitz am 29. März 2017: Entwicklungsträger-Geschäftsführer Bert Nicke, Finanzminister Christian Görke, Oberbürgermeister Jann Jakobs und Deutsche-Wohnen-Vorstand Michael Zahn (v.l.n.r.). Foto: Jessica Beulshausen.
Pressekonferenz zur Entwicklung des Areals Krampnitz am 29. März 2017: Entwicklungsträger-Geschäftsführer Bert Nicke, Finanzminister Christian Görke, Oberbürgermeister Jann Jakobs und Deutsche-Wohnen-Vorstand Michael Zahn (v.l.n.r.). Foto: Jessica Beulshausen.
Pressekonferenz zur Entwicklung des Areals Krampnitz am 29. März 2017: Entwicklungsträger-Geschäftsführer Bert Nicke, Finanzminister Christian Görke, Oberbürgermeister Jann Jakobs und Deutsche-Wohnen-Vorstand Michael Zahn (v.l.n.r.). Foto: Jessica Beulshausen.

Der Masterplan: So soll Krampnitz entwickelt werden

Für das neue Stadtquartier in Potsdams Norden gibt es einen Masterplan: Er bündelt die planerischen Grundlagen zu den Fragen Städtebau, Freianlagen, Mobilität, sozialer Infrastruktur und dem Nutzungsmix von Wohnen und Gewerbe. Entwickelt wurde er von der Landeshauptstadt Potsdam und dem Entwicklungsträger Potsdam gemeinsam mit externen Planungsbüros auf Grundlage des Siegerentwurfs aus dem städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb ‚Wohnen in Potsdam Krampnitz‘.

Der Masterplan, der im April 2019 von den Stadtverordneten beschlossen wurde, stellt die Weichen für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils, der auf dem 150 Hektar großen ehemaligen Militärgelände zwischen Krampnitzsee, Fahrländer See und Döberitzer Heide entsteht. In den kommenden zehn bis 15 Jahren wird dort für bis zu 10000 Potsdamerinnen und Potsdamer Wohnraum geschaffen. Und nicht allein das: Krampnitz soll ein Ort zum Leben werden, an dem Menschen arbeiten, einkaufen, spielen, sich erholen, Schulen und Kitas besuchen und ihre Freizeit verbringen können. Dabei soll Krampnitz Vorbildcharakter haben in Punkto Mobilität, Energie- und Wärmeversorgung und Ökologie.

Soziale Infrastruktur

Masterplan Krampnitz Kindertagesstätten © Machleidt GmbH
Masterplan Krampnitz Kindertagesstätten © Machleidt GmbH
Masterplan Krampnitz Kindertagesstätten © Machleidt GmbH

Sieben Kindertagesstätten sind im Entwicklungsgebiet vorgesehen. Sie werden im Quartier verteilt und gut erreichbar sein. Pro Kita werden im Schnitt 120 bis 130 Plätze angeboten. Baulich haben die Einrichtungen unterschiedlichen Charakter: Einige werden in sanierten denkmalgeschützten Bestandsgebäuden, andere im Neubau oder im Zusammenhang mit einer Grundschule errichtet. Durch eine flexible Bauweise wird dafür gesorgt, dass langfristig auch andere Nutzungen der Gebäude möglich bleiben – wenn etwa der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen einmal sinkt und stattdessen altersgerechte und barrierefreie Angebote benötigt werden.

Masterplan Krampnitz Schulen © Machleidt GmbH
Masterplan Krampnitz Schulen © Machleidt GmbH
Masterplan Krampnitz Schulen © Machleidt GmbH

Grundschulen und eine Gesamtschule mit den jeweiligen Sportflächen entstehen ebenfalls. Die erste Grundschule, die bereits zum Schuljahr 2024/2025, also kurz nach dem Einzug der ersten Mieter, eröffnen soll, wird vis-à-vis des stadtteilprägenden zentralen Parks in einem sanierten Bestandsgebäude errichtet. Die Grundschulen können jeweils drei Klassenzüge aufnehmen und haben einen dazugehörigen Hort. Die weiterführende Schule wird im Westen des Stadtteils errichtet und mit Sportanlagen ausgestattet, die auch durch den Vereinssport genutzt werden können.

Hinzu kommen ergänzende Angebote von Sportanlagen, einem Jugendclub und einem Stadtteilzentrum. Mögliche Nutzungen des Stadtteilzentrums sind Angebote der Musikschule, der Bibliothek, von Kirchen, als Bürgerhaus oder für Veranstaltungen. Wie das Zentrum aussehen und wie es genutzt wird, wird im Laufe der weiteren Planungen konkretisiert.

Gewerbeflächen

Masterplan Krampnitz Gewerbeflächen © Machleidt GmbH
Masterplan Krampnitz Gewerbeflächen © Machleidt GmbH
Masterplan Krampnitz Gewerbeflächen © Machleidt GmbH

Flächen für gewerbliche Nutzungen konzentrieren sich nach dem aktuellen Planungsstand entlang des Alleenrings im nördlichen und noch stärker westlichen Gebiet des Entwicklungsbereiches. Dort soll mit mehreren Nahversorgern ein lebendiger Stadtplatz für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner von Krampnitz entstehen. Bereits in der ersten Entwicklungsstufe soll es einen Nahversorger mit etwa 1000 Quadratmetern am östlichen Eingang des Quartiers geben. Insgesamt sind bis zu 140 000 Quadratmeter Gewerbefläche im Stadtteil möglich.

Mobilität

Masterplan Krampnitz Nahverkehr/ ÖPNV © Machleidt GmbH
Masterplan Krampnitz Nahverkehr/ ÖPNV © Machleidt GmbH
Masterplan Krampnitz Nahverkehr/ ÖPNV © Machleidt GmbH

Wegweisenden Charakter für die Entwicklung des Potsdamer Nordens hat auch das im Masterplan enthaltene Mobilitätskonzept für Krampnitz, mit dem der Anteil des motorisierten Individualverkehrs – also Autos, Motorräder usw. - an der Gesamtzahl aller zurückgelegten Wege reduziert werden soll.  In den Downloads finden Sie die aktuelle Verkehrswirkungsanalyse.

Eine zentrale Rolle zur Erschließung des Stadtteils spielt die Straßenbahn, die künftig bis nach Krampnitz und weiter bis nach Fahrland fahren soll. Die Planungen zur Weiterführung der Trasse vom Campus Jungfernsee in Richtung Norden laufen derzeit. Die Verfügbarkeit von Tram- und Bushaltestellen entlang des Alleenrings soll alle Teilbereiche des neuen Quartiers über kurze Strecken an den öffentlichen Nahverkehr anbinden. Auch das Erschließungssystem wurde mit dem Ziel entwickelt, die Attraktivität von Fuß- und Radverbindungen zu erhöhen und motorisierte Verkehre im Quartier zu vermeiden. Autos sollen gesammelt in Quartiersgaragen geparkt werden; sieben davon sind über den Stadtteil verteilt vorgesehen.

Um die alternative Mobilität weiter zu fördern, sind attraktive Rad- und Fußwegeverbindungen vorgesehen, ebenso Bikesharing-Stationen, Ladestationen für E-Autos und Pedelecs und Carsharing-Stationen.

Grün- und Freiflächen

Masterplan Krampnitz Freizeitareale
Masterplan Krampnitz Freizeitareale
Masterplan Krampnitz Freizeitareale © Machleidt GmbH

Krampnitz wird sich als urbanes Stadtquartier eingebettet in einen einzigartigen Naturraum zwischen See und Döberitzer Heide auszeichnen. Auch im Inneren des Stadtteils wird es grün: Prägend wird der zentrale Park sein, in dem es Spielplätze und Freizeitmöglichkeiten für alle Altersgruppen geben wird. In einem äußeren grünen Gürtel, vorwiegend am Übergang zur Döberitzer Heide sind weitere Möglichkeiten für Sport, Spiel, Bildung und Hobbies vorgesehen.
 

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