Neu Fahrland, der Fünf- Seen- Ortsteil

Mole im Fahrländer-See (© Ilona Meister)
Mole im Fahrländer-See (© Ilona Meister)
Mole im Fahrländer-See (© Ilona Meister)

Wer die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam in nördlicher Richtung auf der Bundesstraße 2 verlässt, erreicht einen Punkt, an dem sich die drei Havelseen: Jungfernsee, Lehnitzsee und Weißer See berühren. Dort beginnt das Ortsgebiet von Neu Fahrland. Im Westen wird der Ort außerdem durch den Fahrländer See und im Osten durch den Krampnitzsee begrenzt und ist somit ein fast komplett vom Wasser umschlossener "Fünf-Seen-Ortsteil".

Ein großer Teil der Gemarkung ist von Buchen- und Mischwäldern bewachsen, die ein dichtes Wanderwegenetz durchzieht. Die höchste Erhebung auch der näheren Umgebung ist der Kirchberg, der 85 m üNN hoch ist, das sind hier ca. 35 m sichtbare Höhe. Dieser Wald- und Wasserreichtum Neu Fahrlands macht den Ort zu einer landschaftlichen Perle des Havellandes.

Etwas mehr als 1.200 Menschen leben heute in Neu Fahrland, das sind 250 mehr als noch vor 8 Jahren. Seit der Wende erlebte der Ort eine rege Bautätigkeit, viele neue Ein- und Mehrfamilienhäuser entstanden, teils für Zuzügler aus Potsdam und Berlin, teils für alteingesessene Neu Fahrländer.

Seit 1952 gibt es in Neu Fahrland eine Kurklinik. Die "Heinrich-Heine-Klinik" gehört zur Ebel-Fachkliniken-Gruppe und bietet ihren Patienten beste Bedingungen für Genesung und Erholung in Neu Fahrland.

Neu Fahrland ist in ein dichtes Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln eingebunden. Innerhalb von 15 Minuten per Bus erreicht man das Zentrum Potsdams mit seinen vielen touristischen Attraktionen, Einkaufsmöglichkeiten und gastronomischen Einrichtungen. Mit der Bahn, dem Bus oder dem Dampfer kann man sich die weitere Brandenburgische Landschaft erschließen. Der Südwesten Berlins ist ebenfalls mit dem Bus in 30 Minuten erreichbar.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde die Gemeinde Neu Fahrland im Oktober 2003 ein Ortsteil Potsdams. Neu Fahrland, das 1894 erstmals als "Kolonie Neu Fahrland" in den Gemeindeunterlagen Fahrlands erwähnt wurde, gehörte schon einmal zu Potsdam. 1939 war es der Stadt Potsdam zugeschlagen worden. 1952 machte das DDR-Neugliederungsgesetz diese Zuordnung rückgängig. Die Geschichte des Ortes ist in der 2003 erschienenen Chronik "Neu Fahrland - Von den Wenden bis zur Wende", nachzulesen. Dort werden auch für den historisch interessierten Besucher Neu Fahrlands Bauwerke beschrieben, die architektonisch wie historisch interessant sind. Dazu zählen die beiden Brücken ebenso wie das ehemalige Wohnhaus der "Fährmüllers", ein Persius-Bau an der Nordbrücke (B2), die Villa Adlon und die Villa Sigismund an der heutigen Straße "Am Lehnitzsee" sowie die Siemens-Villa, die eingebettet in einen 12 ha großen Park ist.

Vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bietet der Kultur- und Sportclub 2000 mit verschiedenen Abteilungen, die Freiwillige Feuerwehr, ein Senioren- und Behindertenclub, die Kita Kinderland mit eigenem Förderverein und ein Anglerverein.

Adresse: 
Neu Fahrland
Tschudistraße
14476 Potsdam
Deutschland