Pressemitteilung Nr. 437 vom 30.09.2026 Kampfmitteleinsatz im Waldgebiet bei Groß Glienicke erfolgreich beendet / Sperrkreis ist aufgehoben

Seit 11:59 Uhr sind alle Sperrungen aufgehoben, Betroffene können in ihre Wohnungen zurückkehren
Erfolgreiche Kampfmittelsprengung in Potsdam am 30. September 2026
© Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Juliane Güldner

Der Kampfmitteleinsatz unter der Leitung des Ordnungsamtes der Landeshauptstadt Potsdam rund um den Fundort im Waldgebiet bei Groß Glienicke war erfolgreich. Sprengmeister Mike Schwitzke und das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburgs konnten alle vier Sprengungen erfolgreich durchführen. Der Sperrkreis ist seit 11:59 Uhr aufgehoben. Damit sind auch alle Sperrungen rund um den Fundort aufgehoben. Die Menschen, die im Sperrkreis leben, können ab sofort wieder in ihre Wohnungen zurück, auch die B2 und die L2 sind wieder uneingeschränkt befahrbar.

Seit 9:30 Uhr war der Bereich 1500 Meter um den Fundort im Waldgebiet bei Groß Glienicke gesperrt, etwa 700 Potsdamerinnen und Potsdamer sowie 150 Berlinerinnen und Berliner mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Im Sperrkreis lagen unter anderem die Waldsiedlung Groß Glienicke, die Preußenhalle, das Landesamt für Umwelt (LfU), eine Gemeinschaftsunterkunft sowie eine Einrichtung für Betreutes Wohnen. In Berlin Spandau waren rund 50 Einfamilienhäuser, der Landschaftsfriedhof Gatow, Teile der Rieselfelder sowie der Habichtswald von den Sperrungen betroffen. In Dallgow Döberitz im Landkreis Havelland war hingegen nur eine landwirtschaftlich genutzte Fläche betroffen. Während der Maßnahme war zudem die B 2 und die L 20 gesperrt.

Es war der vierte Einsatz aufgrund von Munitionsfunden in diesem Jahr in Potsdam. Dabei war es das erste Mal, dass eine ordnungsbehördliche Lage nicht nur in Abstimmung mit einem angrenzenden Landkreis sondern sogar über die Landesgrenze nach Berlin hinweg geplant und durchgeführt wurde. Neben der Landeshauptstadt Potsdam waren auch der Landkreis Havelland und der Berliner Bezirk Spandau betroffen. Die Einsatzleitung für die Gesamtmaßnahme lag beim Ordnungsamt der Landeshauptstadt Potsdam; die jeweiligen Behörden und Einsatzkräfte sichern ihre Bereiche in eigener Zuständigkeit.

Bei dem heutigen Einsatz waren 435 Helferinnen und Helfer im Einsatz, um den Sperrkreis in Potsdam, Berlin und Dallgow Döberitz abzusichern, darunter 23 Mitarbeitende des Ordnungsamtes, zusätzlich 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie 159 Einsatzkräfte der Berliner Polizei und 28 der Brandenburger Polizei. Zusätzlich unterstützten 30 Kameradinnen und Kameraden der Berufsfeuerwehr Potsdam, sowie 18 der Berufsfeuerwehr Berlin und 14 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Groß Glienicke sowie neun Ehrenamtliche vom Deutschen Roten Kreuz. Das Gebiet in Dallgow Döberitz wurde durch 41 Mitarbeitende des Ordnungsamts Dallgow abgesichert.

Die Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg sind im Waldgebiet bei Groß Glienicke bei einer systematischen Munitionssuche im Vorfeld von forstwirtschaftlichen Maßnahmen im Auftrag der Bundesimmobilienverwaltung gefunden worden. Bei den gefundenen Kampfmitteln handelte es sich unter anderem um Bomben, Granaten und Handgranaten.

Aktuelle Informationen sind unter www.potsdam.de/bombe verfügbar.