Pressemitteilung Nr. 376 vom 26.08.2026 Südufer des Griebnitzsees: Ausstellung zu Wettbewerbsentwürfen eröffnet

Beigeordneter Bernd Rubelt steht vor den Wettbewerbsergebnissen zu den Freiflächen am Griebnitzsee der
© Landeshauptstadt Potsdam/Christine Homann

Wie kann das Südufer des Griebnitzsees künftig naturnah, attraktiv und für die Öffentlichkeit erlebbar gestaltet werden? Antworten darauf gibt die öffentliche Ausstellung der prämierten Entwürfe des freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs der Landeshauptstadt Potsdam. 
Sie ist heute vom Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt, im Foyer der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Marlene-Dietrich-Allee 111, eröffnet worden und dort bis zum 3. September von Montag bis Sonntag, jeweils 9 bis 20 Uhr, zu sehen.

„Die prämierten Entwürfe zeigen eindrucksvoll, wie sich das Südufer des Griebnitzsees künftig als lebenswerter und zeitgemäßer öffentlicher Freiraum entwickeln lässt. Die hohe freiraumplanerische Qualität schafft eine gute Grundlage für die nachhaltige Aufwertung der Uferbereiche. Gleichzeitig nutzt die Landeshauptstadt Potsdam hier erstmals ihre Gestaltungshoheit am Griebnitzsee und macht deutlich, welchen Mehrwert öffentliche Flächen für Natur, Erholung und die Stadtgesellschaft bieten können. Das bestärkt uns darin, das Ziel eines durchgehenden Uferwegs konsequent weiterzuverfolgen und langfristig zu sichern. Ich lade alle Potsdamerinnen und Potsdamer herzlich ein, sich ein Bild von den Entwürfen zu machen“, sagt der Baubeigeordnete.

Die Ausstellung bietet Gelegenheit, die Ideen, Pläne und Visionen der Wettbewerbsteilnehmer im Detail kennenzulernen. Die Entwürfe zeigen, wie die Freianlagen am Wasser aufgewertet, barrierefrei erschlossen und als Orte für Begegnung und Erholung gestaltet werden können. Auch der Umgang mit dem historischen Kolonnenweg als Kernstück des ehemaligen Grenzstreifens wird in den Konzepten anschaulich dargestellt.

Der Griebnitzsee gehört zu den landschaftlich reizvollsten und zugleich geschichtlich prägenden Räumen Potsdams. Die Frage nach der Gestaltung und öffentlichen Zugänglichkeit der ufernahen Freiräume war über viele Jahre Gegenstand intensiver Diskussionen. Mit dem freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb hat die Landeshauptstadt Potsdam einen wichtigen Schritt unternommen, um den sensiblen Uferraum mit Fokus auf Natur, Naherholung und Geschichte der deutsch-deutschen Teilung neu zu ordnen.

Insgesamt 14 renommierte Landschaftsarchitekturbüros entwickelten Konzepte für den gesamten Uferbereich und detaillierte Lösungen für drei städtische Teilflächen. Eine Fachjury prämierte die besten Arbeiten. Den 1. Preis erhielt das Berliner Büro bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau. Der 2. Preis ging an Lohaus Carl Köhlmos Landschaftsarchitektur und Stadtplanung, Hannover, der 3. Preis an Atelier Loidl GmbH, Berlin. Anerkennungen erhielten POLA Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin, und die Arbeitsgemeinschaft Arge JUCA x LAMA, Berlin.

Mit der weiterführenden Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung soll bis zum Spätsommer ein Preisträger beauftragt werden. Die bauliche Umsetzung der anschließenden Planung könnte voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen. Auf Grundlage der Wettbewerbsergebnisse ist im Herbst 2026 die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan Nr. 174 „Griebnitzsee-Ufer“ vorgesehen. Im Anschluss an die Beteiligung wird die Stadtverordnetenversammlung über das weitere Bebauungsplanverfahren entscheiden.

Die vollständigen Wettbewerbsergebnisse, Visualisierungen und Erläuterungen sind ergänzend online auf der Internetseite der Landeshauptstadt Potsdam unter 
www.potsdam.de/de/wettbewerbsergebnisse-fuer-freiflaechen-am-griebnitzsee veröffentlicht.

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