Pressemitteilung Nr. 367 vom 21.08.2026 Bedarfsgerechte Pflege in Potsdam: Junge Pflege im Blick

Beigeordnete Brigitte Meier besucht das AZURIT Seniorenzentrum Sternenblick
Brigitte Meier und Steven Snelsire informieren zur bedarfsgerechten Pflege
© LHP/ Juliane Güldner

Die Landeshauptstadt Potsdam setzt sich für eine bedarfsgerechte und vielfältige Pflegeinfrastruktur ein. Wie der Potsdamer Pflegebedarfsplan zeigt, wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Potsdam in den kommenden Jahren deutlich steigen. Nach der Planungsvariante des Pflegebedarfsplans wird die Zahl von 8.875 Pflegebedürftigen (Stand 2021) bis 2040 auf rund 11.300 Menschen anwachsen. Das entspricht einem Anstieg um 27 Prozent. Mit dem Besuch im Azurit Seniorenzentrum Sternenblick möchte die Beigeordnete Brigitte Meier einen Fokus auf die Versorgung von Menschen richten, die bereits in jungen Jahren pflegebedürftig werden.

„Pflegebedürftigkeit ist keine Frage des Alters. In Potsdam sind bereits heute mehr als 1.300 Menschen zwischen 15 und 65 Jahren pflegebedürftig. Diese Menschen brauchen passgenaue Angebote, die nicht nur Pflege sicherstellen, sondern auch Selbstbestimmung, Teilhabe und ein möglichst selbstständiges Leben ermöglichen“, sagt Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit. „Deshalb ist es wichtig, dass wir auch die besonderen Bedarfe der Jungen Pflege in den Blick nehmen. Angebote wie bei AZURIT können dabei einen wichtigen Beitrag leisten.“

Eine besondere Herausforderung ist die sogenannte Junge Pflege. 2021 waren in Potsdam 1.321 Menschen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren pflegebedürftig. Bis 2040 wird ein Anstieg auf rund 1.559 Personen erwartet. Gleichzeitig unterscheidet sich die Lebenssituation junger Pflegebedürftiger deutlich von der hochaltriger Menschen. Neben der Pflege spielen Fragen der Teilhabe, des Wohnens, der sozialen Kontakte, der Mobilität und der Selbstbestimmung eine zentrale Rolle.

Das AZURIT Seniorenzentrum Sternenblick in Potsdam bietet neben stationärer Pflege für ältere Menschen auch ein Angebot im Bereich der Jungen Pflege an. Dieses richtet sich an Menschen vor dem Senium, die beispielsweise aufgrund von Erkrankungen oder Unfallereignissen eine vollstationäre Versorgung benötigen. Damit greift das Angebot einen Bedarf auf, den auch der Potsdamer Pflegebedarfsplan als besonderes Handlungsfeld beschreibt.

Ergänzend bietet das AZURIT ein spezielles Programm an: Angehörige können ein bis zwei Wochen gemeinsam mit neu betroffenen Partnern in der Einrichtung wohnen. „Neben einer fachgerechten Pflegediagnose erhalten die pflegenden Angehörigen nicht nur wertvolle Empfehlungen und Anleitung für die Pflege, sondern auch Tipps für die Selbstpflege“, so der Leiter des Hauses, Steven Snelsire,

Dieses Angebot soll Familien unterstützen und betroffenen Menschen einen dauerhaften Heimaufenthalt möglichst lange ersparen.

Weitere Beiträge

Eine jüngere und eine ältere Dame basteln zusammen.
© Freepik

048 | Aufwandsentschädigung für Nachbarschaftshilfe in der Pflege

In der Angebotsanerkennungsverordnung ist geregelt, dass Menschen mit Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 1, die häuslich gepflegt werden, Entlastungsleistungen in Anspruch nehmen können. Mit der Novellierung können im Land Brandendburg jetzt auch (ehrenamtliche) Einzelpersonen diese Hilfe leisten und dafür eine finanzielle Aufwandentschädigung erhalten.
Pflege im Alter.
© Pixabay

497 | Maßnahmen der Pflege vor Ort werden weiter gefördert

Die Landeshauptstadt Potsdam ruft interessierte Antragsberechtigte auf, Projekte zur Stärkung der Pflege vor Ort einzureichen. Hintergrund ist, dass die Landesregierung den „Pakt für Pflege“ verlängert hat. Das Land Brandenburg hat hierzu eine neue Richtlinie „Pflege vor Ort“ mit einem Leistungszeitraum bis zum 30. Juni 2027 erlassen.