Pressemitteilung Nr. 360 vom 19.08.2026 37 Millionen Euro Investitionen in Potsdams Bildungs- und Sportinfrastruktur im Wirtschaftsjahr 2026

KIS-Sommertour informiert über aktuelle Bauprojekte: Sportforum Schlaatz, Waldstadt-Grundschule und Zweigbibliothek Am Stern
Vier Männer und zwei Frauen stehen in einem Halbkreis bei der KIS Sommertour.
© Landeshauptstadt Potsdam/Friederike Herold

Der Kommunale Immobilien Service (KIS) investiert im Wirtschaftsjahr 2026 mehr als 43,45 Millionen Euro in die bauliche Infrastruktur der Landeshauptstadt Potsdam. Davon entfallen mehr als 37 Millionen Euro auf die Bildungs- und Sportinfrastruktur der Stadt. Im Rahmen der traditionellen Sommertour präsentierten Bürgermeister Burkhard Exner, der Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Torsten Wiegel und KIS-Werkleiter Bernd Richter heute drei zentrale Vorhaben: den Neubau des Sportforum Schlaatz, den Erweiterungsbau mit Sanierung der Waldstadt-Grundschule sowie die Modernisierung der Zweibibliothek Am Stern.

Bürgermeister Burkhard Exner sagt dazu: „Mit mehr als 37 Millionen Euro für Schulen und Sportstätten investieren wir 2026 ganz gezielt in die Zukunft unserer Stadt. Das ist angesichts der großen finanziellen Herausforderungen keine Selbstverständlichkeit, sondern Ausdruck einer klaren Priorität: Gute Bildungs- und Sportinfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für die Lebensqualität in einer wachsenden Stadt.“

„Mit den Investitionen in Schulen, Sportstätten und Bibliotheken schaffen wir die baulichen Voraussetzungen für eine wachsende und lebenswerte Stadt. Gerade bei Bildungs- und Sporteinrichtungen geht es nicht nur um Gebäude, sondern um Orte, an denen Menschen lernen, sich bewegen, begegnen und Gemeinschaft erleben können. Die drei Projekte zeigen beispielhaft, wie wir dabei Qualität, Nachhaltigkeit und eine gute Nutzbarkeit miteinander verbinden“, sagt der Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Torsten Wiegel.

KIS-Werkleiter Bernd Richter ergänzt: „Unsere Bauvorhaben sind langfristige Investitionen in die Zukunft Potsdams. Dabei geht es uns nicht allein darum, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Wir wollen Gebäude errichten und sanieren, die dauerhaft funktionieren, energieeffizient sind und den unterschiedlichen Anforderungen ihrer Nutzerinnen und Nutzer gerecht werden. Das gilt für Schulen und Sportstätten ebenso wie für die Bibliothek als wohnortnahen Treffpunkt.“

Neubau Sportforum Schlaatz

Am Falkenhorst im Stadtteil Am Schlaatz entsteht mit dem Sportforum ein modernes Sportzentrum für den Potsdamer Süden. Der Neubau umfasst eine Bruttogeschossfläche von mehr als 8.300 Quadratmetern; hinzu kommen rund 30.000 Quadratmeter Außenflächen. Der Grundstein wurde im November 2024 gelegt. Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten und der Abdichtung des Daches wurde Ende 2025 ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Derzeit werden die Ausbauarbeiten des Gebäudes ausgeführt. In Kürze beginnt parallel die Verkleidung der Fassade.

Das Sportforum wird nach seiner Fertigstellung zwei große Zweifach-Sporthallen nach DIN 18032 mit Zuschauerplätzen umfassen. Diese stehen für den Schulsport der angrenzenden Weidenhof-Grundschule und der Gesamtschule Am Schilfhof sowie für Vereinswettkämpfe in Sportarten wie Fechten, Inline-Skater-Hockey, Rollkunstlauf und Fußball zur Verfügung. Zusätzlich entstehen spezielle Trainingsbereiche für Judo, Ringen, Gewichtheben und Bouldern inklusive Vereins- und Sozialräumen.

Ein architektonisches Highlight ist das begehbare Gründach, das sich harmonisch in das angrenzende Nuthetal einfügt und als öffentlich zugängliche Grünfläche mit Aufenthaltsqualität gestaltet wird. Zum Gesamtprojekt gehört ein weitläufiges Außenareal mit neuen Sportanlagen, darunter ein Fußball-Kunstrasenplatz für den Spiel-Liga-Betrieb sowie Flächen für Schul- und Freizeitsport. Die bestehende Turnhalle der Gesamtschule Am Schilfhof wird nach Fertigstellung des Neubaus zurückgebaut.

Das Gebäude wird nach DGNB-Gold-Standard errichtet, erreicht durch Dämmung und effiziente Anlagentechnik den KfW-40-Energiestandard und nutzt umweltfreundliche Materialien wie CO₂-reduzierten Beton und Recyclingbaustoffe. Eine Photovoltaikanlage mit rund 180 kWp Leistung auf dem Dach erzeugt vorrangig Eigenstrom.

Die Fertigstellung des Sportforum Schlaatz ist für Sommer 2027 geplant. Die Außenflächen sollen abschnittsweise bis zum Herbst 2027 zur Verfügung stehen. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 32 Millionen Euro.

Sanierung und Ergänzungsbau für die Waldstadt-Grundschule

Am traditionsreichen Standort der Waldstadt-Grundschule entsteht derzeit ein moderner Erweiterungsneubau mit integrierter Zweifachhalle. Gleichzeitig wird das Bestandsgebäude umfassend saniert. Mit einer Bruttogeschossfläche von rund 8.000 Quadratmetern schafft der Erweiterungsbau die Voraussetzungen dafür, den Schulstandort langfristig als dreizügige offene Ganztagsschule für rund 450 Schülerinnen und Schüler zu sichern. Gleichzeitig wird die Hortversorgung für rund 315 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ausgebaut und räumlich am Schulstandort gebündelt.

Der Erweiterungsneubau ist auf eine zeitgemäße und inklusive Pädagogik ausgerichtet. Über der abgesenkten Sporthalle werden auf zwei Geschossen neue Klassenräume in Clusterform um zwei Lichthöfe angeordnet. Ein dreigeschossiger Verbindungsbau schafft die Verbindung zum Bestandsgebäude. Eine neue Aufzugsanlage ermöglicht künftig den barrierefreien Zugang zu allen Ebenen des neuen und bestehenden Schulgebäudes. Im Verbindungsbau entstehen unter anderem Verwaltungs- und zentrale Bereiche wie Garderoben, Bibliothek und Pausenhalle. Die eingeschossige Mensa erhält eine nutzbare Dachfläche, die als „grünes Klassenzimmer“ gestaltet wird.

Die neue Zweifach-Sporthalle mit rund 990 Quadratmetern Hallenfläche ersetzt die bestehende Einfach-Sporthalle und steht künftig neben dem Schulsport auch dem Vereinssport zur Verfügung. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird die alte Sporthalle zurückgebaut. Der verbleibende Hauptriegel des Bestandsgebäudes wird anschließend energetisch und gebäudetechnisch im KfW-40-Effizienzstandard saniert und künftig für Fachunterrichtsräume sowie die Hortbetreuung genutzt. Auch der Schulhof wird im Zuge der Baumaßnahme an die neuen baulichen Gegebenheiten angepasst.

Bei der Planung setzt der Kommunale Immobilien Service (KIS) auf eine nachhaltige Bauweise. Der Erweiterungsbau wird im KfW-40-Effizienzstandard errichtet und strebt eine DGNB-Gold-Zertifizierung an. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach soll erneuerbare Energie erzeugen. Auch beim Rückbau wird auf Ressourcenschonung geachtet: Die Dachhölzer des abgetragenen Seitenflügels wurden einer Wiederverwendung zugeführt, unter anderem für den Museums-Pavillon der TU Berlin und den Wasserrettungsdienst Berlin.

Der Erweiterungsbau entsteht bei laufendem Schulbetrieb und soll im dritten Quartal 2027 fertiggestellt werden. Die anschließende Sanierung des Bestandsgebäudes und die Fertigstellung der Außenanlagen sollen bis Sommer 2029 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 37,18 Millionen Euro.

Modernisierungsmaße der Zweigbibliothek Am Stern

Die Zweigbibliothek Am Stern wird derzeit umfassend saniert und zu einem modernen, barrierefreien und klimaangepassten Treffpunkt im Stadtteil weiterentwickelt. Ziel ist es, die Bibliothek langfristig als attraktiven „dritten Ort“ für die Bewohnerinnen und Bewohner zu sichern und künftig das Konzept der „Open Library“ umzusetzen. Dies ermöglicht einen individuellen Zugang zu den Bibliotheksräumen auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Gleichzeitig soll die Einrichtung als „Cooling Point“ insbesondere während sommerlicher Hitzeperioden einen geschützten und gut erreichbaren Aufenthaltsort bieten.

Die rund 703 Quadratmeter große Bibliothek wird energetisch und technisch umfassend ertüchtigt. Nachdem die Rohbauarbeiten und die Eindeckung des Hauptdaches erfolgreich abgeschlossen werden konnten, laufen derzeit die Schleifarbeiten für den Gussasphalt-Nutzbelag. Parallel dazu werden die Pfosten-Riegel-Fenster montiert und die Lüftungsinstallationen fortgeführt. Als nächstes stehen die Restinstallationen der technischen Gebäudeausrüstung sowie die Montage der Fassade an. Ein besonderes Highlight des anstehenden Innenausbaus bildet die maßgefertigte Möblierung, die nach den Plänen einer beauftragten Innenarchitektin umgesetzt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Klimaresilienz und Aufenthaltsqualität. Das Gebäude erhält einen rund 45 Quadratmeter großen Anbau in nachhaltiger Holzbauweise mit Gründach. Die Regenentwässerung wird an zunehmende Starkregenereignisse angepasst. Im Zuge der Modernisierung wird die Raumaufteilung neu geordnet und Barrierefreiheit in den Gebäuden und Außenanlagen hergestellt.

Die bauliche Fertigstellung ist voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2026 vorgesehen. Anschließend folgen die Bestückung mit den Bibliotheksmedien sowie die Installation des „Open Library“-Systems mit Testlauf. Die Eröffnung ist für April 2027 geplant.

Die Gesamtmaßnahme hat ein Budget von rund 3,872 Millionen Euro. Davon stammen rund 1,927 Millionen Euro aus Fördermitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung sowie aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“.

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