Pressemitteilung Nr. 27 vom 20.01.2026 Rund 185,7 Millionen Euro für Investitionen in Potsdams Infrastruktur

80 Prozent der Investitionsmittel gibt die Landeshauptstadt für Kinder- und Jugend-Einrichtungen aus: die wichtigsten Punkte aus dem KIS-Wirtschaftsplan 2026
Nikolaikirche Potsdam auf dem Alten Markt
© Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Robert Schnabel

Bürgermeister Burkhard Exner hat heute gemeinsam mit dem Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service (KIS), Bernd Richter, den Entwurf des KIS-Wirtschaftsplans für das Wirtschaftsjahr 2026 vorgestellt. Der Wirtschaftsplan wird gemeinsam mit dem Entwurf des Haushaltsplans 2026 in die Stadtverordnetenversammlung am 21. Januar eingebracht.

Der Wirtschaftsplan des Kommunalen Immobilien Service sieht für die Jahre 2026 bis 2029 Investitionen in Höhe von insgesamt rund 185,7 Millionen Euro vor. Die Fortführung dieses Investitionsniveaus hängt maßgeblich von den finanziellen Rahmenbedingungen des Haushaltsentwurfs 2026 ff. ab. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Landeshauptstadt Potsdam kann das Investitionsniveau derzeit nur durch die Nutzung der Möglichkeiten des Sondervermögens gesichert werden. Wie bereits in den Vorjahren übersteigen die Investitionsbedarfe die verfügbaren investiven Eigenmittel der Landeshauptstadt Potsdam. Zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen ist der KIS auch in den kommenden Jahren in erheblichem Umfang auf Kreditaufnahmen angewiesen, was zu einem weiteren Anstieg der Gesamtverschuldung führt.

Bürgermeister Burkhard Exner sagt dazu: „Trotz der weiterhin sehr angespannten Haushaltslage investieren wir konsequent in die Zukunft unserer Stadt. Bildung, Betreuung und eine funktionierende öffentliche Infrastruktur bleiben zentrale Schwerpunkte unserer Investitionen. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, steigende Kosten und eine weitere Kreditfinanzierung verantwortungsvoll zu steuern. Dies kann nur mit einem kommunalen Haushalt gelingen, der die dauernde Leistungsfähigkeit aufzeigt.“

„Der Wirtschaftsplan 2026 zeigt deutlich, wie anspruchsvoll die kommenden Jahre für den KIS sein werden. Wir setzen die uns zur Verfügung stehenden Mittel gezielt ein, um notwendige Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten insbesondere im Bildungsbereich umzusetzen und den Betrieb der städtischen Immobilien langfristig zu sichern“, sagt KIS-Werkleiter Bernd Richter.

Auch in den kommenden Jahren bildet der weitere Ausbau der Potsdamer Bildungsinfrastruktur den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des KIS. Rund 149,4 Millionen Euro und damit etwa 80 Prozent des gesamten Investitionsvolumens sind im Wirtschaftsplan 2026 für diesen Bereich vorgesehen. Davon entfallen rund 141 Millionen Euro auf Schulen und Sportstätten sowie etwa 8,35 Millionen Euro auf Kitas und Horte.

Für das Jahr 2026 ist trotz der angespannten Haushaltslage ein Investitionsvolumen von rund 43,45 Millionen Euro eingeplant. Auch hier fließt mit rund 32,77 Millionen Euro der überwiegende Anteil in die Potsdamer Bildungsinfrastruktur.

Einer der wichtigsten Investitionsvorhaben ist die Sanierung und Erweiterung der Montessori-Oberschule in Potsdam West mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 37,2 Millionen €, davon 23,8 Millionen Euro im Planzeitraum. Die Vorentwurfsplanung wurde im Jahr 2025 abgeschlossen. Die Fertigstellung ist für Ende 2030 geplant. Neben der Sanierung des Bestandsgebäudes geht es hierbei vor allem um eine bedarfsgerechte Erweiterung der Unterrichtsräume und der Turnhallenkapazitäten.

Auch die Waldstadt-Grundschule wird in den kommenden Jahren umfassend saniert und erweitert. Zudem erhält die Schule einen Neubau für eine moderne Turnhalle. Für das Gesamtprojekt sind bis 2029 rund 21,6 Millionen Euro vorgesehen. Nach den bereits abgeschlossenen vorbereitenden Rückbauarbeiten im Jahr 2025 beginnt 2026 die Errichtung des Erweiterungsbaus. Dieses Projekt soll 2029 abgeschlossen werden.

Darüber hinaus sind für die Sanierung und Erweiterung der Weidenhof-Grundschule und des benachbarten Bürgerhauses 12 Millionen Euro vorgesehen. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.

Bis 2028 ist zudem der Ankauf der mit privatem Kapital finanzierten Michael-Ende-Grundschule eingeplant. Dafür stehen im KIS-Wirtschaftsplan rund 29,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Auch im Kulturbereich sind Investitionen geplant. Für die dringende Sanierung des Nikolaisaals konnten insgesamt rund 4,28 Millionen Euro vorgesehen werden. Die Maßnahmen umfassen unter anderem die Erneuerung der technischen Anlagen, brandschutztechnische Anpassungen sowie bauliche Instandsetzungen

Der Kommunale Immobilien Service (KIS) ist seit 2005 als Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam für die Entwicklung, den Betrieb und die Instandhaltung der städtischen Immobilien zuständig. Mit rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt der KIS dafür, dass die Infrastruktur der öffentlichen Einrichtungen mit der dynamischen Entwicklung der Stadt Schritt hält. Neben der Verwaltung der städtischen Gebäude verantwortet der KIS die Planung und Umsetzung kommunaler Investitionsprojekte. Weitere Informationen sind unter www.kis-potsdam.de abrufbar.

Weitere Beiträge

Potsdam von oben
© Potsdam von oben

028 | 328 Millionen Euro vorrangig für die Bildungsinfrastruktur in Potsdam

Der Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service (KIS), Bernd Richter, hat den Entwurf des Wirtschaftsplans des KIS für das Wirtschaftsjahr 2025 vorgestellt. Der Plan sieht allein für die Jahre 2025 bis 2028 Investitionen in Höhe von rund 328 Millionen Euro vor. Der Großteil des KIS-Investitionsbudgets geht in die Bildungsinfrastruktur.