Pressemitteilung Nr. 346 vom 05.08.2026 Sonderausstellung „Achtung Eule! Ein Zeichen für den Naturschutz“ bis 28. März 2027 verlängert

Sonderausstellung Achtung Eule! Ein Zeichen für den Naturschutz
© Naturkundemuseum/ Anne Vierling

Die Sonderausstellung „Achtung Eule! Ein Zeichen für den Naturschutz“ im Naturkundemuseum Potsdam wird aufgrund des anhaltenden Interesses verlängert. Statt wie ursprünglich geplant am 13. September 2026 endet die Ausstellung nun am 28. März 2027.

Anlässlich des 75. Jubiläums der Naturschutz-Eule erzählt die Ausstellung die Geschichte eines Symbols, das seit Jahrzehnten für den Schutz wertvoller Naturflächen steht. Historische Fotos, originale Eulen-Schilder, Dokumente sowie Film- und Hörbeiträge geben Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des bekannten Naturschutzzeichens. Im Mittelpunkt stehen Erna und Kurt Kretschmann, die das Eulenmotiv Ende der 1940er Jahre entwickelten und damit ein bis heute prägendes Symbol des Naturschutzes schufen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Ausstellung aufgrund der positiven Resonanz über den ursprünglichen Zeitraum hinaus zeigen können. So erhalten noch mehr Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die spannende Geschichte der Naturschutz-Eule kennenzulernen und sich mit ihrer Bedeutung für den Naturschutz gestern und heute auseinanderzusetzen“, sagt Dr. Jobst Pfaender, Direktor des Naturkundemuseums Potsdam.

Zum Begleitprogramm der Sonderausstellung gehören im September noch drei Veranstaltungen, die die Themen der Ausstellung vertiefen. Den Auftakt bildet am Dienstag, 1. September, eine Kooperationsveranstaltung mit dem Filmmuseum Potsdam. Gezeigt wird der Spielfilm „Biologie“ (1990) – der erste DDR-Spielfilm, der sich dem Thema Umweltschutz widmet. Nach einer Einführung durch die Kuratorin der Sonderausstellung, Jeanette Toussaint, ist der Regisseur Jörg Foth zu Gast und spricht über die Entstehung des Films sowie dessen Aktualität.

Am Donnerstag, 10. September, von 15:30 bis 16:30 Uhr, führen die Kuratorin Jeanette Toussaint und der Kurator Dr. Ralf Forster unter dem Titel „Die Geschichte hinter der Eule“ durch die Sonderausstellung. Sie erläutern die Entwicklung des Naturschutzschildes und geben Einblicke in die Visionen von Erna und Kurt Kretschmann.

Ebenfalls am 10. September, von 18 bis 20 Uhr, folgt die Veranstaltung „Das Tafelsilber der deutschen Einheit – Von ostdeutschen Nationalparks zum Grünen Band“. Seltene historische Fernsehbeiträge beleuchten die Erfolge des Naturschutzes in der Zeit der deutschen Einheit. Im anschließenden Podiumsgespräch diskutieren Dr. Susanne Winter (Leiterin des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin), Prof. Michael Succow (Moorökologe) und Ulrich Meßner (ehemaliger Leiter des Müritz-Nationalparks) gemeinsam mit Moderator Dr. Ralf Forster über die Bedeutung der damals geschaffenen Schutzgebiete bis heute.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Haus der Naturpflege Bad Freienwalde und der Hochschule Neubrandenburg. Weitere Leihgaben stammen unter anderem vom Museum für Druckkunst Leipzig und der Unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt Potsdam.

Besucherinnen und Besucher können die Sonderausstellung von Dienstag bis Sonntag jeweils von 9 bis 17 Uhr besuchen. An jedem ersten Montag im Monat erhalten alle Gäste 50 Prozent Ermäßigung auf das Eintrittsgeld. Ergänzt wird das Ausstellungsangebot durch die Dauerausstellungen zur Tierwelt Brandenburgs, ein Kaltwasseraquarium mit heimischen Fischarten von Aal bis Zander sowie ein abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Vorträgen und Familienangeboten.

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