Pressemitteilung Nr. 325 vom 15.07.2026 Leuchtende Zeugen des DDR-Alltags finden ein neues Zuhause

Stadtbeleuchtung Potsdam übergibt ihre einzigartige Sammlung historischer Straßenleuchten an das Potsdam Museum
Übergabe der Relikte zu Ausstellung "Licht an!" vor dem Potsdam Museum mit Hannes Wittenberg, Stefan Dorendorf, Dr. Thomas Steller, Robert Leichsenring, Göran Böhm (v.l.)
© SWP GmbH/Florian Sorge

Die im März 2026 beendete Foyer-Ausstellung „Licht an!“ im Potsdam Museum zeigte das Interesse an der Geschichte der Potsdamer Straßenbeleuchtung: Mehr als 3.000 Besucherinnen und Besucher informierten sich über Gaslaterne, Schinkelmasten oder DDR-Rundschirmleuchten. Nun findet die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Potsdam Museum und der Stadtbeleuchtung Potsdam eine Fortsetzung. Im Juli übergab Stefan Dorendorf, Geschäftsführer der Stadtbeleuchtung Potsdam, zahlreiche historische Straßenleuchten aus DDR-Produktion an das städtische Museum.

„Wir freuen uns sehr, dass die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtbeleuchtung Potsdam und dem Potsdam Museum auf diese Weise fortgesetzt werden kann. Unsere Mitarbeitenden waren bereits in die Entstehung der Ausstellung involviert und mit der Übergabe dieser seltenen Leuchten in die Sammlung des Potsdam Museums findet diese Kooperation einen logischen Abschluss. Diese Leuchten, die über Jahrzehnte das Stadtbild Potsdams geprägt haben, werden so für die Nachwelt fachkundig erhalten“, sagt Stefan Dorendorf, Geschäftsführer der Stadtbeleuchtung Potsdam.

Für Museumsdirektor Thomas Steller ist diese Schenkung etwas ganz Besonderes: „Alltägliche Gegenstände wie diese Straßenleuchten sind Ausdruck eines vergangenen Zeitgeistes – sie repräsentieren die DDR-Zeit und ihre Auffassung von Moderne. So selbstverständlich sie einst nachts den Weg wiesen, so unbemerkt sind sie verschwunden. Der Erfolg der kleinen Ausstellung zeigt: Die Potsdamerinnen und Potsdamer interessieren sich dafür, wenn Veränderungen ihrer alltäglichen Umwelt im Museum reflektiert werden. Ich danke der Stadtbeleuchtung Potsdam für die engagierte Zusammenarbeit und den wachen Blick für diese Veränderungen.“

Hannes Wittenberg, stellvertretender Direktor des Museums und Betreuer der technischen Sammlung, betont die Bedeutung der Schenkung für das Museum: „Neben originalen Babelsberger Gaslaternen und klassischen Schinkelleuchten, die bereits Teil unserer Sammlung waren, erhält unsere technische Sammlung nun dank dieser Schenkung einen bemerkenswerten Zuwachs. Die akribisch von den Mitarbeitenden der Stadtbeleuchtung über Jahre gesammelten Leuchten sind ein Spiegel der Stadtentwicklung und zugleich der Technik- und Gestaltungsgeschichte. Sie finden bei uns ein neues, wertschätzendes Zuhause.“

Auch nach dem Ende der Ausstellung sind die, nun zur Sammlung des Potsdam Museums gehörenden DDR-Leuchten wie etwa „der Koffer“, der „Kochtopf“ oder der „Leipziger Tropfen“, weiterhin im Museum zu sehen. Sie bilden den Auftakt zur kostenfreien Dauerausstellung zur Stadtgeschichte.

Wer die Geschichte der Potsdamer Straßenbeleuchtung vertiefen möchte, findet im Museumsshop außerdem die Begleitpublikation „Licht an!“ von Ausstellungskurator Robert Leichsenring. Das reich bebilderte, 60 Seiten umfassende Heft erzählt die Entwicklung der Potsdamer Straßenbeleuchtung ausführlich und ist für acht Euro erhältlich.

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