Pressemitteilung Nr. 340 vom 31.07.2026 „Platz____für Neues?“: zwei Satelliten-Ausstellungen zum Alten Markt

Das Potsdam Museum zeigt historische Fotografien in den Bahnhofspassagen und beleuchtet in der Stadt- und Landesbibliothek die Nordwestseite des Platzes
Satelliten-Ausstellung PFN-Blick durch die ehem. Burgstraße zur Ruine des Alten Rathauses, um 1962
© Potsdam Museum, FS27950, Foto Siegfried Kersten.jpg

Das Potsdam Museum bringt die wechselvolle Geschichte des Alten Marktes an weitere Orte der Stadt: Vom 6. August bis 6. September 2026 ist in der Ladenstraße der Bahnhofspassagen Potsdam die Ausstellung „Platz____für Neues? Fotografien des Alten Marktes 1945–2025“ zu sehen. Vom 26. August bis 25. Oktober 2026 richtet die Ausstellung „Platz____für Neues? Der Nordwesten des Alten Marktes im Fokus“ in der Stadt- und Landesbibliothek den Blick auf einen häufig übersehenen Teil des historischen Platzes.

Beide Schauen erweitern die aktuelle Sonderausstellung „Platz____für Neues? Visionen zum Alten Markt 1945–2025“ im Potsdam Museum. Sie führen die dort behandelten städtebaulichen Entwicklungen anhand ausgewählter Fotografien und Bilder aus der Museumssammlung fort. Die Ausstellung in den Bahnhofspassagen zeichnet mit Hilfe zahlreicher historischer Fotografien die Entwicklung des Alten Marktes der letzten 80 Jahre bis in die Gegenwart in Schlaglichtern nach. Die Fotografien dokumentieren die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, den Wiederaufbau oder die Neugestaltung in der DDR-Zeit und die Rekonstruktionsprojekte der vergangenen Jahre.

„Wir freuen uns, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Bahnhofspassagen Potsdam fortsetzen zu können. Bereits zum vierten Mal präsentieren wir dort eine Ausstellung und bringen ausgewählte Schätze unserer fotografischen Sammlung direkt in den Alltag der Menschen. So wird Stadtgeschichte an einem Ort erlebbar, den täglich viele Menschen nutzen“, sagt Thomas Steller, Direktor des Potsdam Museums.

„Wir geben dem Potsdam Museum sehr gern Raum für seine jährlichen Ausstellungen in den Bahnhofspassagen. Das kostenfreie Angebot stößt jedes Mal auf großes Interesse, eröffnet vielen Menschen einen unkomplizierten Zugang zur Potsdamer Stadtgeschichte und erhöht zugleich die Aufenthaltsqualität in den Passagen“, ergänzt Center Manager Carsten Paul.

Zu sehen sind unter anderem großformatige Luftaufnahmen des Alten Marktes sowie Fotografien bedeutender Bau- und Rekonstruktionsmaßnahmen – darunter der Wiederaufbau der Kuppel der Nikolaikirche und der Bau des Wohngebäudes am Staudenhof. Aufnahmen inzwischen verschwundener Bauwerke wie des Hans-Otto-Theaters und der Fachhochschule veranschaulichen, wie tiefgreifend sich der Platz immer wieder verändert hat.

„Die Fotografien machen die Brüche und Veränderungen am Alten Markt auf besonders anschauliche Weise sichtbar. Kaum ein anderer Ort in Potsdam hat sein Erscheinungsbild in den vergangenen Jahrzehnten so grundlegend gewandelt“, erklärt Marie Elisabeth Sinde. Sie hat die Ausstellung gemeinsam mit Amanda Beyer kuratiert. Beide sind wissenschaftliche Volontärinnen am Museum. 

Die Satelliten-Ausstellung in der Stadt- und Landesbibliothek widmet sich der Entwicklung der Nordwestseite des Alten Marktes nach 1945. Im Mittelpunkt steht der Bau der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek (WAB), in deren Nachfolge sich heute die Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam befindet. Ausgewählte Fotografien werfen Schlaglichter auf die Geschichte des Areals.

Die Hauptausstellung „Platz____für Neues? Visionen zum Alten Markt 1945–2025“ im Potsdam Museum zeigt bis zum 25. Oktober 2026 die vielfältigen architektonischen Konzepte, städtebaulichen Visionen und kontroversen Debatten rund um die Entwicklung des Alten Marktes seit 1945. Historische Pläne, Modelle, Architekturzeichnungen, filmische Interviews und Kunstwerke führen bis in die Gegenwart. Gemeinsam mit der parallel gezeigten Ausstellung des Pleinair-Malers Christopher Lehmpfuhl eröffnet sie einen vielschichtigen Blick auf die Entwicklung der Potsdamer Mitte bis heute. 

Die Ausstellung in den Bahnhofspassagen Potsdam ist rund um die Uhr kostenfrei zugänglich. 
Die Ausstellung in der Stadt- und Landesbibliothek kann ab dem 27. August zu den regulären Öffnungszeiten (MO 15–19 Uhr, DI-FR 10–19 Uhr, SA 10–16 Uhr, SO 13–17 Uhr) kostenfrei besichtigt werden.

Weitere Beiträge

Damhirsch mit weiß-gepunktetem Fell und Geweih
© David Marschalsky

299 | Sommerferien in Potsdam: Museen und Bibliothek laden zu Entdeckungen, Kreativität und Mitmachangeboten ein

Ob spannende Zeitreisen durch die Stadtgeschichte, kreative Workshops, Lese- und Gaming-Angebote oder faszinierende Einblicke in die Tierwelt Brandenburgs: Das Naturkundemuseum Potsdam, das Potsdam Museum sowie die Stadt- und Landesbibliothek laden Kinder, Jugendliche und Familien in den Sommerferien zu einem abwechslungsreichen Programm voller Entdeckungen, Kreativität und gemeinsamer Erlebnisse ein.