Plakette in Erinnerung an Max Dortu in der Dortustraße.
Potsdam erinnert am Donnerstag, 31. Juli 2026, an den Revolutionär und Freiheitskämpfer Maximilian „Max“ Dortu. „Für den Potsdamer Max Dortu waren Freiheit, demokratische Werte und Rechtsstaat keine abstrakten Begriffe. Er kämpfte für eine republikanische Ordnung und wurde mit 23 Jahren dafür hingerichtet. Seine Leben und Wirken zeigen uns, wie blutig die Rechte erkämpft wurden, die uns heute – wie unsere Presse- und Meinungsfreiheit – so selbstverständlich erscheinen. Sein Wirken und das vieler seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter erinnert uns daran, dass es mutige Menschen und entschlossenes Handeln braucht, um demokratische und freiheitliche Werte zu erstreiten. Max Dortu lebte und starb für seine Überzeugung. Wir müssen heute weniger mutig sein als er, aber genauso entschlossen, um unsere Demokratie zu verteidigen und auszubauen“, sagt Oberbürgermeisterin Noosha Aubel.
Anlässlich seines 177. Todestages findet ab 17 Uhr an seinem Geburtshaus, der heutigen Dortuschule in der Dortustraße 28, ein öffentliches Gedenken statt. Anschließend lädt eine Lesung im Rokokosaal des Gebäudes alle Interessierten dazu ein, das Leben und Wirken Dortus sowie die bewegte Zeit der 1848er Revolution näher kennenzulernen. Ute Grimm (Die Andere), der Autor Bernt Armbruster und der Sprecher Christian Leonhardt lesen zeitgenössische Texte. Sie vermitteln einen lebendigen Eindruck jener Jahre. Der Eintritt ist frei.
Max Dortu zählt zu den bekanntesten Freiheitskämpfern der Revolution von 1848/49. Am 31. Juli 1849 wurde er im Alter von 23 Jahren in Wiehre bei Freiburg standrechtlich erschossen. In diesem Jahr wäre er 200 Jahre alt geworden.