Pressemitteilung Nr. 331 vom 23.07.2026 Potsdam als Filmstadt: Landeshauptstadt unterstützt neue Sonderausstellung im Filmmuseum

Das Filmmuseum Potsdam residiert seit 1981 im Marstall
© Filmmuseum Potsdam
Das Filmmuseum Potsdam residiert seit 1981 im Marstall (© Filmmuseum Potsdam)

Unter dem Titel „Ohne Frühstück. Ohne Diskussion – 80 Jahre DEFA-Filme“ wird heute die neue Sonderausstellung im Filmmuseum Potsdam eröffnet. Die Ausstellung, die sich mit verschiedenen Lebensbereichen der DDR und deren Darstellung im Film beschäftigt, wird unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam gefördert, denn das Jahr 2026 steht in der Landeshauptstadt Potsdam ganz im Zeichen des Films: Zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen machen auf die traditionsreiche und lebendige Filmgeschichte der Stadt aufmerksam.

„Die DEFA ist ein unverzichtbarer Teil der Potsdamer Identität als Filmstadt. Mit der neuen Sonderausstellung würdigt das Filmmuseum dieses außergewöhnliche Erbe und eröffnet zugleich neue Perspektiven auf die Geschichte und Wirkung der DEFA-Filme. Als UNESCO Creative City of Film feiern wir in diesem Jahr die Vielfalt unserer Filmgeschichte – von den Anfängen in Babelsberg über die DEFA bis hin zu internationalen Produktionen der Gegenwart. Es zeigt, wie lebendig unsere Filmkultur ist. Film ist dabei weit mehr als Unterhaltung: Er schafft Identität, stärkt unseren Wirtschaftsstandort und macht unsere Stadt weit über Deutschland hinaus sichtbar“, sagt Oberbürgermeisterin Noosha Aubel.

So gibt es nach den Highlights des 80. Jubiläums der DEFA am 17. Mai und dem erfolgreichen UNESCO-Tag unter dem Motto „UNESCO³ – Film trifft Welterbe“ am 7. Juni weitere Höhepunkte rund um das Thema Film in der zweiten Hälfte des Jahres:  

  • Für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren geht es in der neuen Filmrallye auf Entdeckungstour zu bekannten Drehorten und auf die Spuren der Potsdamer Filmgeschichte. Das Rätselheft zum spannenden Familienabenteuer durch die UNESCO Creative City of Film Potsdam ist kostenfrei in den Tourist Informationen Potsdam erhältlich.
  • Auf dem Boulevard des Films in der Brandenburger Straße entsteht derzeit der dritte Abschnitt der neuen Pflasterung. Künftig wird dort zwischen Jäger- und Dortustraße unter anderem eine Platte an den Film „Ich war neunzehn“, eine DEFA-Produktion aus dem Jahr 1968, erinnern. Das Antikriegsdrama, für das viele Aufnahmen in Potsdam entstanden, wurde im Zuge der Auswahl für den Boulevard des Films von den Potsdamerinnen und Potsdamer zu ihrem Lieblingsfilm gewählt.
  • Die Filmgeschichte Potsdams wird bewahrt, aber auch aktiv vermittelt. Deshalb stellt die Potsdam Marketing und Service GmbH die Filmstadt Potsdam in diesem Jahr besonders in den Mittelpunkt. Zwei thematische Führungen stehen dabei im Fokus: Der Rundgang „Und bitte! Die Filmstadt Potsdam“ führt zu bekannten Drehorten in der Stadt. Die Führung „Medienstadt Babelsberg. Wo Filme entstehen“ gewährt Einblicke hinter die Kulissen und zeigt, wie Filmproduktionen heute entstehen. Weitere Aktionen, Formate und die Termine sind unter www.potsdamtourismus.de/film einsehbar. 
  • Potsdam vernetzt sich auch international. Im September wird die UNESCO City of Film Potsdam beim Treffen der 30 UNESCO-Filmstädte in Galway (Irland) vertreten sein. Im November tauscht sich Potsdam beim UNESCO Creative Cities Network in Essaouira (Marrokko) zu gemeinsamen Projekten und Erfahrungen aus, wenn alle 408 UNESCO-Kreativstädte zusammenkommen.

Bereits jetzt lohnt sich zudem ein Blick auf das kommende Jahr: Am 10. Januar 2027 feiert Fritz Langs Stummfilmklassiker „Metropolis“ seinen 100. Geburtstag. Der Film wurde 1925/26 von der UFA in Babelsberg produziert und schrieb Filmgeschichte. Die digital restaurierte Fassung wurde 2001 als erster Film weltweit in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen.

Über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Aktivitäten informiert alle zwei Monate der Newsletter der UCCoF Potsdam. Interessierte können sich über das Instagram-Profil der UCCoF Potsdam zur Anmeldung weiterleiten lassen: www.instagram.com/potsdam_city_of_film.

Zu der heute eröffneten Sonderausstellung im Filmmuseum gibt es auch eine begleitende Film- und Veranstaltungsreihe bis 2. Mai 2027. Nähere Informationen hierzu gibt es unter www.filmmuseum-potsdam.de. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Zusammenhang ist das geplante DEFA-Galakonzert am 3. Oktober mit dem Filmorchester Babelsberg im Nikolaisaal.

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