Der Kommunale Immobilien Service (KIS) sorgt mit Baumpflanzungen für natürlichen Klimaschutz an Potsdamer Schulen und Kitas. Ab der Pflanzsaison im kommenden Herbst werden mehr als 280 Bäume an insgesamt 26 Standorten gepflanzt, um die Hitzebelastung zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität für Kinder und Jugendliche nachhaltig zu verbessern.
Zu den ausgewählten Standorten gehören 13 Schulen, 12 Kindertagesstätten sowie eine Freizeiteinrichtung. Bei der Auswahl wurden insbesondere Flächen berücksichtigt, auf denen Schatten notwendig und ausreichend Platz für große Bäume vorhanden ist, Zufahrt und Erreichbarkeit gesichert sind, keine Leitungen oder geplanten Baumaßnahmen entgegenstehen und die Wünsche der Nutzenden berücksichtigt werden konnten.
„Investitionen in Klimaanpassung sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. Mit dieser umfangreichen Maßnahme schaffen wir auf natürlichem Weg mehr Verschattung. Das heißt, wir verbessern das Mikroklima an Schulen und Kitas und erhöhen zugleich die Aufenthaltsqualität für Kinder, Jugendliche und Beschäftigte. Mit Hilfe von Fördermitteln ist es uns gelungen, nachhaltige Maßnahmen schnell und wirkungsvoll umzusetzen“, sagt Kämmerer Burkhard Exner.
Für die Baumpflanzungen müssen an mehreren Standorten Flächen entsiegelt und neue Pflanzbereiche geschaffen werden. So werden auf dem Schulhof der Karl-Förster-Schule mehr als 1000 Quadratmeter Beton zurückgebaut, um dort künftig 24 neue Bäume zu pflanzen und eine beschattete Pausen- und Spielfläche zu schaffen. An der Leonardo-da-Vinci-Schule entstehen im Innenhof vier neue Beete mit einer Gesamtfläche von rund 100 Quadratmetern, in denen acht Bäume gepflanzt werden.
Für die Nutzerinnen und Nutzer der Einrichtungen spielte insbesondere die Verschattung von Spiel- und Aufenthaltsflächen sowie von Gebäuden eine wichtige Rolle. Deshalb werden besonders große Bäume gepflanzt, die schnell Schatten spenden. Rund 90 der neuen Bäume haben bereits bei der Pflanzung einen Stammumfang von 50 bis 60 Zentimetern.
„Gerade Kinder und Jugendliche brauchen in den Sommermonaten ausreichend Schatten und ein angenehmes Umfeld zum Lernen, Spielen und Erholen. Deshalb setzen wir bewusst auf große, klimaangepasste Bäume und entsiegeln dort Flächen, wo heute noch Beton die Hitze zusätzlich speichert“, sagt Bernd Richter, Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service.
Die ausgewählten Baumarten sind überwiegend heimisch und so gewählt, dass sie langfristig möglichst ohne zusätzliche Bewässerung auskommen. Darüber hinaus werden mehr als 200 Sträucher sowie rund 400 Meter Hecken gepflanzt. Bestandteil der Maßnahme sind zudem die Pflege und Bewässerung der neuen Anpflanzungen.
Die ersten Vorbereitungsmaßnahmen beginnen bereits im Sommer dieses Jahres, die Pflanzungen sollen bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten der Klimaanpassungsmaßnahme belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. Davon werden 80 Prozent über Fördermittel durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit finanziert.