Am Sonntag, 17. Mai 2026, beteiligen sich zahlreiche Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkorte der Landeshauptstadt Potsdam am Internationalen Museumstag und laden dazu ein, die verschiedenen Ausstellungen bei freiem Eintritt zu entdecken. Angeboten wird ein abwechslungsreiches Programm aus Führungen, Workshops, Mitmachaktionen und besonderen Einblicken hinter die Kulissen – und das für alle Altersgruppen.
„Der Internationale Museumstag zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig die Kulturlandschaft Potsdams ist. Unsere Museen und Kulturhäuser sind offene Orte für alle – sie laden dazu ein, Geschichte, Kunst, Natur und Wissenschaft aktiv zu erleben und miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt der Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Torsten Wiegel.
Das Motto vom International Council of Museums (ICOM) lautet in diesem Jahr „Museums Uniting a Divided World“. Deutschlandweit laden die Museen zusätzlich unter der Leitlinie „Museen entdecken“ in ihre Häuser ein. Der Internationale Museumstag wird seit 1977 jährlich vom ICOM ausgerufen und steht seit 1992 unter einem wechselnden Motto, das die Vielfalt der Museen widerspiegelt und aktuelle Themen aufgreift.
Angebote der Museen in der Potsdamer Mitte:
Im Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte können Gäste von 11 bis 19 Uhr gemeinsam Geschichte erleben, spielen, rätseln und gestalten. Neben Führungen durch die Brandenburg-Ausstellung, die rund 1000 Jahre Landesgeschichte interaktiv vermittelt, erwarten die Besuchenden kostenfreie Angebote wie kreative Workshops, Gaming-Formate und eine Kinderdisco.
Im DAS MINSK Kunsthaus kann von 10 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt die aktuelle Ausstellung „Oscar Murillo. Kollektive Osmose“ besichtigt werden. Darüber hinaus können Besucherinnen und Besucher beim Familiensonntag kreativ werden oder an Führungen zur Kunst und Geschichte des ehemaligen Terrassenrestaurants und des heutigen Kunsthauses teilnehmen.
Spannende Einblicke in die Welt von Film und Medien bietet das Filmmuseum Potsdam bei kostenfreiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr. Gäste können in Führungen hinter die Kulissen blicken und sonst unzugängliche Orte, wie das Kino mit der Welte-Kinoorgel und den Vorführraum, entdecken. Das Schaudepot ist kostenfrei von 11 bis 15 Uhr geöffnet und in einer Führung werden die originalen Exponate und ihr Bezug zum Filmdreh erläutert.
In der Garnisonkirche Potsdam lädt der 2024 eröffnete Turm von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zur Erkundung der Ausstellung „Glaube, Macht und Militär“ ein. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein weiter Blick über Potsdam bis nach Berlin. Gäste können an Führungen zur Geschichte und zum Wiederaufbau teilnehmen sowie an Stationen für Kinder und Familien kreativ werden. Organist Jonas Sandmeier lässt die Orgel experimentell erklingen und stellt das moderne Schuke-Instrument vor.
Die Gedenkstätte Lindenstraße bietet von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt ein umfassendes Programm zur Geschichte des ehemaligen Haft- und Gerichtsstandorts an. Führungen in deutscher und englischer Sprache geben Einblicke in die Nutzung des Ortes von der NS-Zeit bis zur DDR. Ergänzend wird die aktuelle Sonderausstellung in einer Kuratorenführung vorgestellt.
Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam hält ein vielfältiges Programm mit kostenfreien Führungen und exklusiven Einblicken in die Arbeit der Gedenkstätte bereit.
Unter dem Motto „Divided United - Was ein altes Haus zusammenhält“ lädt das Jan Bouman Haus zu einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie ein. Im Mittelpunkt steht das historische Gebäude selbst: Wie halten Konstruktionen aus Holz, Stein und handwerklichem Können über Jahrhunderte zusammen - und was sagt das über Gemeinschaft und Zusammenhalt aus? Ein Kinderflyer führt junge Gäste spielerisch durch das Haus. Dabei können sie entdecken, was ein Gebäude stabil macht. Rätsel, kleine Aufgaben und Beobachtungen machen den Rundgang zu einer interaktiven Entdeckungstour.
Das Museum Alexandrowka ist von 11 bis 18 Uhr kostenfrei geöffnet. Am Nachmittag von 15 bis 17 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Programm mit Frühlingsmärchen, Gedichten und dem gemeinsamen Singen von Frühlingsliedern.
Das Museum Barberini lädt von 10 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt dazu ein, die Ausstellung „Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland“ zu entdecken. Besuchende können der eigenen Kreativität im Offenen Atelier freien Lauf lassen, in Vorträgen mehr zur Kunst im Haus erfahren und Tanzperformances in der Ausstellung erleben, die als Kooperation mit der JugendTanzCompany der fabrik Potsdam entstehen.
Im museum FLUXUS+ können Interessierte von 13 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zeitgenössische Kunst entdecken.
Im Naturkundemuseum Potsdam kommen Naturfans auf ihre Kosten: Von 9 bis 17 Uhr können Gäste bei freiem Eintritt die Tierwelt Brandenburgs, das Aquarium sowie die Sonderausstellung „Achtung Eule! Ein Zeichen für den Naturschutz“ entdecken; dort stehen Guides zum Austausch bereit. Dabei geht es auch hinter die Kulissen in die Sammlungen und die Präparationswerkstatt. Ab 13 Uhr lädt der Museumshof mit Kaffee, Kuchen und einem Kreativangebot für Kinder zum Verweilen ein.
Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte öffnet von 10 bis 18 Uhr mit kostenfreien Angeboten seine Türen sowie die neue Ausstellung „Platz___ für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945–2025“ – begleitet von Gesprächen, Live-Musik, Kinderunterhaltung, Fanfarenzug und Kulinarik auf dem Alten Markt.
Auch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) beteiligt sich am Internationalen Museumstag mit einem abwechslungsreichen Angebot an unterschiedlichen Standorten. Unter anderem findet eine Führung durch den Park Sanssouci zum Thema „Migration im Park von Sanssouci“ in Einfacher Sprache statt. Im Belvedere auf dem Pfingstberg bietet das Gitarrenduo Ilimitado Kultur in der Natur.
Das Theodor-Fontane-Archiv ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet und beteiligt sich gemeinsam mit dem Verbund „Kultur am Pfingstberg“ am Internationalen Museumstag. Bei Führungen und Veranstaltungen wird die Arbeit der beteiligten Häuser vorgestellt.
Die Villa Schöningen ist von 12 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Haus und Garten können eigenständig erkundet werden. Es findet eine Führung zur Geschichte der Villa Schöningen statt, ergänzend werden Führungen in der Villa Schlieffen angeboten. Ein Kinderprogramm, Cafébetrieb sowie ein Jazz-Konzert begleiten den Tag.
Im Waisenhaus-Museum ist die Ausstellung „Kindheit und Jugend im Großen Waisenhaus zu Potsdam“ zu sehen. Das Museum ist von 11 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. In Führungen wird die 300-jährige Geschichte des Waisenhauses thematisiert. Ergänzend kann das historische Treppenhaus in der Lindenstraße 34a besichtigt werden, das 1775 von Carl von Gontard entworfen wurde und zu den bedeutenden barocken Treppenhäusern Europas zählt.
Die Weberstube Nowawes öffnet von 11 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt. Ergänzend finden um 11 und 14 Uhr Führungen durch das historische Nowawes statt, die Einblicke in die Stadtteilgeschichte geben.
Auch weitere Museen, Gedenkorte und spezialisierte Häuser im gesamten Stadtgebiet beteiligen sich am Internationalen Museumstag mit eigenen Programmen oder kostenfreiem Zugang. Alle Veranstaltungen und teilnehmenden Akteure sind unter
www.potsdam.de/museumstag zu finden.