Der Sperrkreis rund um den Fundort der zwei Weltkriegsbomben im Forst an der Michendorfer Chaussee ist geräumt. Um 9:29 Uhr meldete die Einsatzleitung des Ordnungsamtes der Landeshauptstadt Potsdam den Sperrkreis frei. Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg haben mit der Arbeit vor Ort begonnen. Geplant ist nun, zunächst die erste der beiden 250 Kilogramm schweren Fliegerbomben US-amerikanischer Herkunft zu entschärfen. Im Anschluss soll dann auch die zweite 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.
Seit den frühen Morgenstunden sind Einsatzkräfte der Polizei, der Bundespolizei und des Ordnungsamtes sowie Helferinnen und Helfer aus der Stadtverwaltung im Einsatz, um den Sperrkreis um den Fundort abzusichern. Innerhalb des Sperrkreises befinden sich einzelne Wohngebäude und Gewerbebetriebe, die evakuiert werden mussten sowie der Sowjetische Friedhof.
Auch die B2, Michendorfer Chaussee, selbst ist von der Sperrung betroffen. Sie ist während der gesamten Maßnahme zwischen dem Abzweig Brauhausberg und der Nesselgrundbrücke / Caputher Heuweg für den Verkehr und somit auch für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Lediglich Anlieger wie der Meteorologische Dienst, die Preußenschänke und Kfz-Betriebe bleiben erreichbar. Der Verkehr in Richtung Potsdam wird an der Ortsumgehung Michendorf nach Caputh über die Templiner Straße umgeleitet. Die B2 aus Richtung Michendorf ist bis zum Abzweig nach Wilhelmshorst noch befahrbar. Die Buslinien 608, 643 und X 43 werden umgeleitet. Die Sperrung gilt bis zur offiziellen Entwarnung.
Bei dem Munitionsfund handelt es sich um zwei 250 Kilogramm schwere Fliegerbomben US-amerikanischer Herkunft, die im Forst an der Michendorfer Chaussee gefunden worden. Es ist bereits der zweite Einsatz dieser Art in dieser Woche in Potsdam. Insgesamt sind die Fliegerbomben die 216. und 217. Weltkriegssprengkörper, die seit dem Jahr 1990 in der Landeshauptstadt entdeckt wurde.
Aktuelle Informationen zu Sperrungen und der Entschärfung sind unter www.potsdam.de/bombe verfügbar.