Pressemitteilung Nr. 167 vom 22.04.2026 Landeshauptstadt Potsdam stellt Bilanz zur Winternothilfe für Obdachlose 2025/26 vor

108 Obdachlose an insgesamt fünf Standorten aufgenommen – durch die Kälte kam niemand zu Schaden
Winternothilfe in Potsdam
© Pixabay

Die Landeshauptstadt Potsdam hat zum Abschluss der Winternothilfe 2025/26 am 31. März 2026 Bilanz gezogen. Potsdam hat im Zeitraum zwischen dem 1. November 2025 und dem 31. März 2026 in 68 zusätzlich angemieteten Bettenplätzen an fünf Standorten insgesamt 108 obdachlose Personen im Rahmen der Winternothilfe untergebracht. Zusätzlich hierzu standen das Obdachlosenwohnheim und das Angebot Junge Wilde der AWO als Ausweichquartier zur Verfügung.

Die Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, Brigitte Meier sagt dazu: „Besonders im Winter müssen wir uns der Verantwortung für alle Menschen bewusst sein, auch den Menschen am Rande unserer Gesellschaft. Kein Mensch darf durch die Kälte zu Schaden kommen – und dies ist gelungen. Ich möchte daher allen an der Winternothilfe Beteiligten, insbesondere der Straßensozialarbeit der Creso, dem Ordnungsamt, den Angeboten der AWO im Lerchensteig, der Suppenküche der Volkssolidarität sowie den Sozialarbeitenden im Bereich Soziale Wohnhilfen, herzlich meinen Dank aussprechen.“

Das positive Fazit zur Winternothilfe wird durch den Brand des Lagers einer Obdachlosen in der Waldstadt, am 7. März 2026, getrübt. Peter Svejda, Bereichsleiter Soziale Wohnhilfen stellt hierzu fest: „Durch Kälte ist in diesem Winter niemand körperlich zu Schaden gekommen – durch andere Umstände war dies fast der Fall. Obdachlosigkeit mag für manche nicht nachvollziehbar sein, eine Entschuldigung für Aggressionen gegenüber Obdachlosen darf dies aber niemals werden.“

Die Landeshauptstadt Potsdam unterstützt Betroffene auch abseits der Winternothilfe, um einen Weg aus der Obdachlosigkeit zu finden. Auch die von der Landeshauptstadt beauftragten Partner in der Freien Wohlfahrtspflege suchen Obdachlose gezielt auf und motivieren dazu, einen der dauerhaft zur Verfügung stehenden Schlafplätze oder sonstige Unterstützung anzunehmen. Hierzu ergänzt Brigitte Meier: „Wir sagen ganz klar, niemand muss auf der Straße leben. Dennoch lassen wir Menschen, die auf der Straße leben und unsere vielfältigen Hilfen und Angebote nicht annehmen wollen, nicht alleine.“

Für Hinweise zu obdachlosen Personen im Stadtgebiet können sich Bürgerinnen und Bürger gerne an die Arbeitsgruppe Unterbringung der Landeshauptstadt Potsdam wenden. Sie ist per Mail erreichbar unter unterbringung@rathaus.potsdam.de.

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