Antisexistisches Open-Air "Smash Sexism" in Potsdam

25. Juli 2009 | Zeppelinstraße 25

Am 25. Juli 2009 fand das erste antisexistische Open Air „Smash Sexism" in Potsdam statt.

Trotz des anfänglichen Regens, wurden ab 10 Uhr zahlreiche Informations- und Essensstände auf dem Hof der Zeppelinstraße 25 aufgebaut und eine Ausstellung auf dem gesamten Gelände verteilt.

Ab 12 Uhr gab es die Möglichkeit an Workshops teilzunehmen. Besonders der Workshop, der sich mit sexualisierter Gewalt und Präventionsmöglichkeiten auseinandersetzte, wurde zahlreich besucht. TeilnehmerInnen berichteten von spannenden Diskussionen und auch das der Workshop eine knappe Stunde länger ging, zeigte das Interesse an dem Thema.

Währenddessen wurde es auf dem Hof etwas voller und die Konzerte starteten. Mit etwas Verspätung wurde gegen 15 Uhr das Open Air durch die Organisatorinnen eröffnet, die sich vorstellten und noch etwas zu der Intention und Vorbereitung des Smash Sexisms erzählten. Danach trat der erste von Zwei Hiphop Act auf: „Anti g. One". Der langsam nachlassende Regen trug sehr zur Stimmung bei und auch bei „Badkat" waren schon einige am wippen und tanzen. Danach spielten noch „Shirley Holmes", die für viele eine großartige Neuentdeckung waren, „Pogotowie Seksualne", die das Publikum endgültig zum tanzen brachten und „Cut my Skin", die mit Punk einen lauten Abschluss auf der Open Air Bühne bereiteten.

Zwischen den verschiedenen Auftritten, gab es auf der Bühne Interviews oder Redebeiträge von dem FrauenMädchenTrans Abend oder dem Frauentreff. Außerdem wurden die Stände vorgestellt und es gab Berichte der Workshops. Insgesamt wurde immer versucht, die Umbauzeiten zu nutzen, um Inhalte zu transportieren.

Nach und nach füllte sich der Hof und die Angebote der Stände wurden zahlreich genutzt: so gab es einen Stand zum selber bedrucken von T-Shirts, einen Drag-Stand zum ausprobieren, Stände vom Feministischen Archiv und dem Buchladen Sputnik zum stöbern, einen Stand von Trouble X mit Aufnähern und Comics und Informationsstände von politischen Gruppen aus Potsdam. Insgesamt wurden die Stände super angenommen und
freuten sich über so viel Interesse.

Neben den vielen Infos, gab es aber auch zahlreiche Köstlichkeiten. So gab es nicht nur leckeren Kuchen und Cocktails, sondern es wurde von einer großen Crew eine VoKü vorbereitet, so dass es auch sehr leckeres warmes Essen gab.

Der Tag ging sehr schnell vorbei und kurz vor 22 Uhr beendeten die Organisatorinnen das Open Air und luden alle zur Aftershow Party ins benachbarte Black Fleck ein. So nach und nach gingen die BesucherInnen rüber, einige blieben aber noch auf dem Hof sitzen, der noch bis 24 Uhr Möglichkeit bieten sollte, sich in Ruhe zu unterhalten
und etwas zu trinken.

Im Black Fleck trat dann noch „Lena Stoehrfaktor" auf, die das erste Mal ohne ihre Band spielte. Der Stimmung schadete dies aber überhaupt nicht und so war es ein kleiner aber sehr feiner Auftritt, der durch die familiäre Atmosphäre einen gelungenen Abschluss der Konzerte darstellte.

Weiterhin gab es eine Versteigerung von antisexistischen Dingen, die anfangs schwer anlief, dann aber alle in den Bann zog. Die antisexistischen Tomaten oder das Drag-Set kamen schnell an neue BesitzerInnen. Zum Schluss bereiteten die Dj_s Shiny Shimmies und Mütze den musikalischen Abschluss und es wurde noch etwas getanzt.

Insgesamt war es ein sehr schöner, abwechslungsreicher Tag mit vielen kleinen und großen Überraschungen. Auf jeden Fall war es etwas besonderes, was ohne die zahlreiche Hilfe und Unterstützung aller Beteiligten nicht möglich gewesen wäre.

 

Das Projekt wurde gefördert mit Mitteln aus dem "Jugendkulturfonds" der Landeshaupstadt Potsdam, Fachbereich Kultur und Museum.

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