Gartenstadt Drewitz

Städtebauförderung
Städtebauförderung
Städtebauförderung

Energetisch sanieren, soziale Mieten sichern, Straßenschluchten zum Park umbauen, bezahlbare neue Wohnungen bauen - und dies mit breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Ziele für die Umgestaltung der Großwohnsiedlung Drewitz sind anspruchsvoll.

Die Großwohnsiedlung Drewitz liegt am südöstlichen Stadtrand der Stadt Potsdam und wurde Ende der 1980er Jahre als eines der letzten Neubaugebiete der ehem. DDR errichtet. Der Stadtteil bildet gemeinsam mit dem nördlich angrenzenden Stadtteil Am Stern eine gemeinsame Gebietskulisse des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt. Es dominieren 5-geschossige Gebäude in Großtafelbauweise. Heute leben auf einer Fläche von 37 ha rund 5.300 Menschen in etwa 3.000 Wohnungen.

Seit 2011 befindet sich Drewitz auf dem Weg zur Gartenstadt und dem ersten emissionsfreien Stadtteil Potsdams. Das Gartenstadtprojekt ist dabei eines der wichtigsten Projekte der Stadterneuerung in Potsdam. Zentrale Ziele des Projektes sind die klimafreundliche und sozialverträgliche Umgestaltung des Stadtteils mit energetisch sanierten Gebäuden, einem attraktiven grünen Wohnumfeld nach dem Vorbild der Gartenstadt, klimafreundliche Mobilität und eine hohen Wohnzufriedenheit und Identifikation der Bewohner. Mit den vorgesehnen Maßnahmen soll ein Entwicklungsimpuls in dem sozial wie städtebaulich schwierigen Stadtteil gesetzt werden.

Die Idee der Gartenstadt Drewitz wurde bereits 2009 geboren. Im Rahmen des Bundeswettbewerbs „energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen auf der Grundlage von integrierten Stadteilentwicklungskonzepten“ wurde die Idee schließlich im Auftrag der ProPotsdam unter dem Arbeitstitel „Gartenstadt Drewitz – energetisch stark, energisch grün“ in einem Konzept untersetzt und mit einer Silbernen Plakette ausgezeichnet. Nach breiter Abstimmung mit den Akteuren vor Ort, insbesondere den BewohnerInnen und der ersten gewählten Bürgervertretung in Potsdam, wurde das 2009er Konzept im Jahr 2011 zum „Masterplan Gartenstadt Drewitz“ weiter qualifiziert. Darin wurden die wesentlichen Eckpunkte und Planungsziele für die städtebauliche Entwicklung sowie die Freiraum- und Verkehrsplanung festgehalten. Auch ein Beteiligungskonzept wurde erstellt, durch welches die Mitsprache und Mitwirkung der Akteure vor Ort bei der weiteren Planung und Umsetzung gesichert werden soll. 2013 wurden die Ansätze aus dem Masterplan und dem ursprünglichen Gartenstadt Konzept gemeinsam mit den Themen energetische Sanierung und Klimaschutz in einem integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept gebündelt. Das integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept bildet die Grundlage für die weitere energetische Erneuerung des Stadtteils bis 2025/2050 auf dem Weg zum grünen und emissionsfreien Stadtteil Potsdams.

Das Projekt Gartenstadt Drewitz und die damit verbundene energetische Stadterneuerung der gesamten Großwohnsiedlung stellt ein bisher in Brandenburg einmaliges Vorhaben dar, auf eine entsprechend große Resonanz stößt das Projekt auch über die Stadtgrenze hinaus. Drewitz ist Pilotprojekt des Landes zum Thema „energetischer Umbau und Quartier“ sowie der Begleitforschung des KfW-Programms „energetische Stadtsanierung“. 2014 wurde das Projekt Gartenstadt Drewitz mit dem kommunalen Klimaschutzpreis prämiert.

Seit 2009 befindet sich der Stadtteil nun im Wandel. Im Stadtteil sind die Fortschritte deutlich sichtbar. Noch vor wenigen Jahren prägten die monoton wirkenden Plattenbauten und versiegelte Flächen das Bild des Stadtteils. Inzwischen sind entlang der ehemaligen Konrad-Wolf-Allee ein Park, sanierte und mit Aufzügen ausgestattete Wohnungen, das Begegnungszentrum "oskar." in der Stadtteilschule und vieles andere entstanden. Mit dem Umbau der Stellplätze und Verkehrsflächen im Guido-Seeber-Weg, Hertha-Thiele-Weg und Willi-Schiller-Weg wurde das sogenannte "Grüne Kreuz" komplettiert. Insgesamt konnte durch die Umgestaltung das Grünvolumen in etwa verdreifacht werden und es erhöht sich von Jahr zu Jahr weiter. Durch die Gebäudesanierung reduziert sich der Energiebedarf im Stadtteil, der künftig zu einem Großteil aus "Grüner Fernwärme" und "Grünem Strom" gedeckt werden kann.

Die Schwerpunkte der weiteren Umgestaltung in den nächsten Jahren bilden die Errichtung des Cafes im Park im Zentrum des "Grünen Kreuzes", die weitere sozialverträgliche energetische Sanierung des Wohnungsbestandes sowie die Entwicklung des Areals rund um die ehemalige DDR-Kaufhalle in der Slatan-Dudow-Straße als Standort für Wohnungsneubau.

Kontakt:

Frau Juhasz, Bereich Stadterneuerung
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Herr Schwarz, Bereich Stadterneuerung
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