Die Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Potsdam

Gedenken an die Reichspogromnacht 9. November 2018 | Foto: Büloff

Die vielfältige Gedenk- und Erinnerungskultur in Potsdam wird von einem breiten gesellschaftlichen Engagement getragen. Ehrenamtlich arbeitende Initiativen, politisch engagierte und historisch interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Zeitzeugen setzen sich für das öffentliche Gedenken in Potsdam ein. Sie organisieren leidenschaftlich Veranstaltungen, die sich der Erinnerung widmen und Bezüge zur Gegenwart herstellen.

Die Landeshauptstadt Potsdam unterstützt, koordiniert und vernetzt die vielgestaltigen Aktivitäten der Gedenk- und Erinnerungsarbeit. Sie setzt sich bewusst dafür ein, auch jüngere Menschen für die Vergangenheit zu sensibilisieren.

An den Gedenkveranstaltungen nehmen oftmals auch Vertreterinnen und Vertreter der Landeshauptstadt Potsdam und der Oberbürgermeister Mike Schubert teil. Sie dienen der Erinnerung an geschehenes Unrecht und auch der Selbstvergewisserung heutiger demokratischer Grundwerte als Lehre aus der Vergangenheit.

Zur facettenreichen Erinnerungskultur in Potsdam gehören zudem Vorhaben wie die Recherche zum Schicksal von Menschen jüdischer Herkunft mit der Verlegung von Stolpersteinen, die Zeitzeugenarbeit, die Unterstützung bildungspolitischer Absichten sowie die Unterstützung von Projekten, etwa zur Pflege der Erinnerung an die deutsch-deutsche Grenze oder der Demokratiebewegung von 1989 in Potsdam.

Die Grundlage der erinnerungskulturellen Arbeit in Potsdam bildet das Konzept zur Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Potsdam, das am 7. Mai 2014 von der Stadtverordenetenversammlung beschlossen wurde. Es entstand in einem intensiven Beteiligungs- und Diskussionsprozess, der nicht abgeschlossen ist. In ihrer Lebendigkeit entwickelt sich die Erinnerungskultur stetig fort.

Die Broschüre steht als Download zur Verfügung.

Ansprechpartner: Tobias Büloff, wissenschaftlicher Mitarbeiter Erinnerungskultur und Gedenken in Potsdam

 

Veranstaltungsempfehlungen

27. Januar 2020
Gedenkveranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus / Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

  • 11 Uhr: Willi-Frohwein-Platz/ Am Findling, Babelsberg
  • 13 Uhr: Gedenkstätte Lindenstraße
  • 18 Uhr: Nagelkreuzgemeinde
  • 19 Uhr: Denkmal für die Opfer des Faschismus | Platz der Einheit

Veranstaltungen der Landeshauptstadt Potsdam, der Fördergemeinschaft Lindenstraße 54, der Nagelkreuzkapelle und Rotes Potsdam