Das Bündnis

Potsdam! bekennt Farbe
Das Bündnis "Potsdam bekennt Farbe"
© Landeshauptstadt Potsdam/Stephan Altmann 2020
Das Bündnis "Potsdam bekennt Farbe" © Landeshauptstadt Potsdam/Stephan Altmann 2020

„Niemand darf wegen der Abstammung, Nationalität, Sprache, des Geschlechts, der sexuellen Identität, sozialen Herkunft oder Stellung, einer Behinderung, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder aus rassistischen Gründen bevorzugt oder benachteiligt werden.“ (Artikel 12, Absatz 2, Verfassung des Landes Brandenburg 2013)

Die Gründung des Bündnisses „Potsdam! bekennt Farbe“ ist eng verknüpft mit dem seit 2002 umgesetzten „Lokalen Aktionsplan für Toleranz und Demokratie – gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit für die Landeshauptstadt Potsdam“. Mit dem „Lokalen Aktionsplan“ reagierte Potsdam auf die damalige akute Zunahme von Straftaten mit rechtsextremem, fremdenfeindlichem und antisemitischem Hintergrund. Der „Lokale Aktionsplan“ wurde seinerzeit mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung als Handlungskonzept für die Landeshauptstadt Potsdam angenommen. Er ist ein umfassender Maßnahmenkatalog, der sich konkret gegen den organisierten Rechtsextremismus und rechte Subkulturen, gegen Fremdenfeindlichkeit und Alltagsrassismus sowie gegen rechte Gewalt und Straftaten in Potsdam richtet.
Das stadtübergreifende Motto „Potsdam! bekennt Farbe“ basiert auf der Kampagne „Potsdamer Sportler bekennen Farbe“ des Stadtsportbundes Potsdam e.V. im Jahr 2000. Die Kampagne sensibilisierte Jugendliche zum Thema Rechtsextremismus. Eine Veranstaltung im Sterncenter im gleichen Jahr etablierte den Slogan „Potsdam! bekennt Farbe“ als Leitmotto für das Engagement gegen Rechtsextremismus in Potsdam.
Das Bündnis „Potsdam! bekennt Farbe“ steht für eine tolerante und weltoffene Stadtgesellschaft ein, welche auf ein demokratisches, solidarisches und chancengleiches Miteinander setzt. Rechtsextremen, rechtspopulistischen und gruppenbezogen menschenfeindlichen Angriffen und Entwicklungen tritt das Bündnis aktiv und gewaltfrei entgegen.
Es handelt auf Basis der im Jahr 2019 gemeinsam formulierten Bündnisleitlinien und Grundlagen für ein Handlungskonzept „Für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit – gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit“. Diese knüpfen an den „Lokalen Aktionsplan“ aus dem Jahr 2002 an.
Seine Leitlinien gründen auf dem Kapitel „Eine Stadt für alle“ des Leitbildes der Landeshauptstadt Potsdam, dem Artikel 7a und dem Artikel 12 der Verfassung des Landes Brandenburg, auf dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Im Jahr 2022 hat sich das Bündnis eine neue Organisations- und Kommunikationsstruktur gegeben. Mit der Weiterentwicklung der Bündnisleitlinien von 2019 reagiert das Bündnis auf die wachsende Anzahl an Bündnismitgliedern und neue gesellschaftliche Herausforderungen. Das Bündnis wird von einem aus Bündnismitgliedern bestehenden Lenkungsgremium unterstützt. Mitglieder des Lenkungsgremiums sind neben dem Oberbürgermeister und Bündnisvorsitzenden, Mike Schubert, zwei Sprecher*innen (zugleich stellv. Vorsitzende), fünf weitere Mitglieder und die Koordinierungsstelle des Bündnisses. Die Amtszeit des 1. Lenkungsgremiums beträgt zwei Jahre.

 

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Imagefilm Bündnis "Potsdam! bekennt Farbe" © ZIM/ Universität Potsdam und Landeshauptstadt Potsdam 2017