Am 10. September 2026 wurde Potsdam zur Bühne für innovative Geschäftsideen und weibliches Unternehmertum: In der Waschhaus Arena fand das Bundesfinale des Female Founders Contest 2026 statt. Zwölf Gründerinnen aus ganz Deutschland präsentierten ihre Startups vor einer Fachjury, Investorinnen und Investoren sowie mehr als 300 Gästen aus Wirtschaft und Politik.
Der Female Founders Contest ist ein bundesweiter Pitch-Wettbewerb für von Frauen geführte Startups. In zwölf regionalen Halbfinals hatten sich die Finalistinnen für die große Bühne in Potsdam qualifiziert. Insgesamt gingen 2026 mehr als 500 Bewerbungen ein.
Zwölf Startups, zwölf Ideen, eine große Bühne
Beim Finale hatten die Gründerinnen jeweils fünf Minuten Zeit, ihr Geschäftsmodell und ihre Idee vorzustellen. Anschließend stellten sie sich den Fragen der Jury. Für die Hauptstadtregion waren ebenfalls zwei Gründerinnen im Finale vertreten: Maria-Liisa Bruckert mit IQONIC.AI aus Brandenburg und Selina Greuel mit Insellar aus Berlin.
Bruckert hatte sich beim Brandenburger Halbfinale im März im Potsdamer fx.Center Babelsberg den Jurypreis und damit das Ticket für das Bundesfinale gesichert. Am Ende konnte sich CatMedica aus Mainz durchsetzen. Das Team um Anne Vallersnes und Yasemin Tanyildizi entwickelt ein Kathetersystem, das die Entfernung von Blutgerinnseln bei Schlaganfällen schneller und schonender ermöglichen soll.
Den Publikumspreis konnte sich das Startup Meliodays Medical aus Sachsen mit der Gründerin Simone Sabbione sichern. Meliodays entwickelt die erste hormonfreie, intrauterine Therapie, die Menstruationsschmerzen durch eine kontinuierliche und lokale Wirkstoffabgabe über zwei Jahre hinweg gezielt und schonend lindert.
Potsdam als Treffpunkt für Gründung und Investment
Mit dem Bundesfinale wurde Potsdam erstmals Gastgeber des deutschlandweiten Wettbewerbs. Für die Landeshauptstadt war die Veranstaltung Teil der Aktivitäten zur Stärkung des Gründungs- und Startup-Ökosystems. Gemeinsam mit dem Business Angels Club Berlin-Brandenburg e. V. (BACB) und der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) war die Landeshauptstadt Partnerin und Gastgeberin des Female Founders Contest.
Bereits im März hatte das Brandenburger Halbfinale in Potsdam stattgefunden. Mehr als 100 Investorinnen und Investoren, Startups und weitere Akteure des Gründungsökosystems kamen damals im fx.Center Babelsberg zusammen. Mit dem Bundesfinale wurde die Verbindung von regionalem Gründungsnetzwerk und bundesweiter Startup-Szene nun erneut sichtbar.
Sichtbarkeit, Vernetzung und Zugang zu Kapital
Der Female Founders Contest verbindet Pitch, Netzwerk und Finanzierung. Ziel des Wettbewerbs ist es, Gründerinnen mehr Sichtbarkeit zu geben und Kontakte zu Investorinnen und Investoren, Corporates und weiteren Partnern des Startup-Ökosystems zu schaffen. Damit soll der Zugang zu Netzwerken und Kapital für female-led Startups verbessert werden.
Das Finale in Potsdam zeigte zugleich die Bandbreite innovativer Gründungsideen aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Für die Teilnehmerinnen stand dabei nicht allein der Wettbewerb im Mittelpunkt: Die Veranstaltung bot eine Plattform, um Geschäftsmodelle sichtbar zu machen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte für die weitere Entwicklung der Unternehmen zu knüpfen.
Mit dem Bundesfinale und dem parallel stattfindenden BAND Investors Alliance Forum war Potsdam am 10. September 2026 damit einen Tag lang Treffpunkt für Gründerinnen, Startups, Investorinnen und Investoren sowie Akteure aus Wirtschaft und Politik.