Pressemitteilung Nr. 482 vom 27.10.2026 Oberbürgermeisterin Noosha Aubel zum Tod von Dr. Horst Gramlich

Mit großer Trauer hat Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel auf den Tod von Dr. Horst Gramlich reagiert. Der ehemalige Oberbürgermeister der Landeshauptstadt ist gestern im Alter von 88 Jahren in Potsdam gestorben.

„Mit Dr. Horst Gramlich verliert Potsdam eine Persönlichkeit, die in den bewegten Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung Verantwortung übernommen und die Entwicklung unserer Stadt mit Weitsicht geprägt hat“, sagt die Oberbürgermeisterin. „Sein Einsatz für Potsdam verdient unsere Anerkennung und unseren bleibenden Respekt. In diesen schweren Stunden gelten meine Gedanken und mein aufrichtiges Mitgefühl seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden.“

Dr. Horst Gramlich war von 1990 bis 1998 Oberbürgermeister Potsdams. In seiner Amtszeit stand er vor der anspruchsvollen Aufgabe, die kommunale Selbstverwaltung nach dem Ende der DDR neu aufzubauen und eine leistungsfähige Stadtverwaltung zu gestalten. An der Organisation der ersten freien Wahlen nach der Wende wirkte er maßgeblich mit.

Besondere Bedeutung hatte sein Engagement für die Energieversorgung und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Mit der Entscheidung, 1993 die Errichtung eines modernen Gaskraftwerkes voranzutreiben. Damit wurden wichtige Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der Energieversorgung und die wirtschaftliche Etablierung des Stadtwerke-Verbundes geschaffen. Ein weiterer Meilenstein war sein politischer Einsatz dafür, die Bundesgartenschau nach Potsdam zu holen. Was zunächst nicht überall auf Zustimmung stieß, erwies sich rückblickend als wichtiger Impuls für die Stadtentwicklung. Auch die städtebauliche Entwicklung Potsdams trägt bis heute seine Handschrift: Mit der Ausweisung von Sanierungsgebieten in der historischen Innenstadt und in Babelsberg sowie der Entwicklung des Bornstedter Feldes wurden wichtige Grundlagen für die Erneuerung und das Wachstum der Stadt geschaffen.