Pressemitteilung Nr. 474 vom 16.10.2026 Schulcampus am Humboldtring: Stadt eröffnet Mehrzweckgebäude für zwei Schulen |

Neue Zweifach-Sporthalle, Mensa und Mehrzweck-Sportraum stärken den Schul- und Vereinssport sowie das Schulleben
Schulcampus am Humboldtring: Stadt eröffnet Mehrzweckgebäude für zwei Schulen
© Landeshauptstadt Potsdam/ Friederike Herold

Schulcampus am Humboldtring: Stadt eröffnet Mehrzweckgebäude für zwei Schulen 

Die Landeshauptstadt Potsdam hat das neue Mehrzweckgebäude am Schulstandort Humboldtring eröffnet. Nach rund dreijähriger Bauzeit nahm Bernd Richter, Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service (KIS), gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der ansässigen Schulen das Gebäude in Betrieb. Der Neubau vereint auf mehr als 3.800 Quadratmetern eine Zweifach-Sporthalle, eine Mensa mit Veranstaltungsfunktion sowie zusätzliche Sport-, Projekt- und Sozialarbeitsräume. Künftig profitieren die Grundschule am Humboldtring und die Peter-Joseph-Lenné-Gesamtschule von den neuen Räumlichkeiten. Auch Potsdamer Sportvereine erhalten zusätzliche Hallenkapazitäten.

Oberbürgermeisterin Noosha Aubel sagt: „Gute Lernbedingungen brauchen Räume, die den unterschiedlichen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht werden – zum Lernen, für Bewegung und Begegnung ebenso wie für gemeinsames Essen und die Entfaltung ihrer Talente. Mit dem neuen Gebäude am Humboldtring schaffen wir dafür moderne und vielseitig nutzbare Voraussetzungen. Davon profitieren beide Schulen. Zugleich entstehen neue Möglichkeiten, die Räume auch für den Vereinssport zu nutzen. So stärken wir den Bildungsstandort und schaffen einen Mehrwert, der über den Schulalltag hinausgeht.“

Im Obergeschoss des Mehrzweckgebäudes befindet sich die rund 990 Quadratmeter große Zweifach-Sporthalle, die beiden Schulen für den Sportunterricht zur Verfügung steht. Ergänzt wird sie durch Umkleiden sowie Wasch- und Duschräume. Ein separater Zugang ermöglicht die Nutzung durch Sportvereine außerhalb des Schulbetriebs.

Im Erdgeschoss liegt die rund 410 Quadratmeter große Mensa für die Frühstücks- und Mittagsversorgung der Schülerinnen und Schüler. Eine Ausgabeküche unterstützt unterschiedliche Versorgungssysteme. Dank zusätzlicher Musik- und Veranstaltungstechnik kann die Mensa auch als Aula für schulische Veranstaltungen genutzt werden. Ein rund 230 Quadratmeter großer Mehrzweck-Sportraum, weitere Projektflächen und ein Raum für die Schulsozialarbeit ergänzen das Raumangebot.

Der Kommunale Immobilien Service (KIS) hat den Neubau im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam realisiert. Eine besondere Herausforderung war es, die unterschiedlichen Nutzungen auf dem beengten Schulgrundstück unterzubringen und zugleich den laufenden Schulbetrieb aufrechtzuerhalten.

Bernd Richter, Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service, erklärt: „Die besondere Herausforderung dieses Bauvorhabens bestand darin, auf einem beengten Schulgrundstück ganz unterschiedliche Funktionen in einem Gebäude zu vereinen – und gleichzeitig den laufenden Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Mit der Kombination aus Sporthalle, Mensa, Aula und weiteren Räumen ist es gelungen, die vorhandene Fläche effizient zu nutzen. Die Holzhybridbauweise, der Einsatz von Recyclingbeton und der Effizienzgebäude-40-Standard tragen zudem den Anforderungen an nachhaltiges und energieeffizientes Bauen Rechnung.“

Das Gebäude wurde in Holzhybridbauweise errichtet. Dabei kommen unter anderem Massivholzwände, Holzstützen und -träger sowie Holz-Beton-Verbunddecken zum Einsatz. Ein großer Teil der Betonbauteile besteht aus Recyclingbeton. Der Neubau ist auf den Effizienzgebäude-40-Standard ausgerichtet und an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen. Darüber hinaus ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle durch einen externen Betreiber geplant. Eine extensive Dachbegrünung ergänzt das Nachhaltigkeitskonzept.

Alle Nutzungsbereiche sind rollstuhlgerecht zugänglich. Barrierefreie Umkleide-, Dusch- und Sanitärräume sowie eine übersichtliche Wegeführung und kontrastierende Farbgestaltung erleichtern die Orientierung und Nutzung des Gebäudes.

Für den Neubau wurden rund 17,494 Millionen Euro brutto investiert, darin enthalten sind Fördermittel in Höhe von rund 2,72 Millionen Euro.