Die Landeshauptstadt Potsdam hat einen weiteren wichtigen Schritt für die zukünftige Ausrichtung der Kinder- und Jugendförderung abgeschlossen. Über die Beschlussvorlage zum Jugendförderplan 2026-2028 soll im Jugendhilfeausschuss am 8. Oktober 2026 beraten werden. Der Plan legt die fachlichen Schwerpunkte für die kommenden Jahre fest und beschreibt konkrete Ziele und Maßnahmen, mit denen die Jugendförderung in Potsdam weiterentwickelt werden soll.
„Mit dem Jugendförderplan stellen wir die Weichen dafür, dass junge Menschen in Potsdam auch in den kommenden Jahren gute Bedingungen vorfinden, um sich zu entwickeln, ihre Interessen einzubringen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Entscheidend ist dabei, dass wir nicht nur auf aktuelle Herausforderungen reagieren, sondern gemeinsam mit den Trägern und vor allem mit den jungen Menschen vorausschauend auf die Bedarfe schauen. Der Jugendförderplan gibt uns dafür eine klare fachliche Orientierung und zugleich die Möglichkeit, die Wirkung unserer Angebote regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln“, sagt der Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Torsten Wiegel.
Der Jugendförderplan bildet die fachliche Grundlage für die Weiterentwicklung der Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Potsdam. Er umfasst insbesondere die Offene Kinder- und Jugendarbeit, die Jugendverbandsarbeit, die Jugendsozialarbeit einschließlich der Schulsozialarbeit sowie den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz. Insgesamt richtet sich die Jugendförderung in Potsdam an rund 43.000 junge Menschen im Alter von sechs bis unter 27 Jahren.
Der Plan ist in einem breit angelegten Beteiligungs- und Erarbeitungsprozess entstanden. Gemeinsam mit den Trägern und ihren Fachkräften der Jugendförderung wurden bestehende Angebote betrachtet, aktuelle Herausforderungen ausgewertet und zukünftige Bedarfe identifiziert. Grundlage waren unter anderem die demografische und sozialräumliche Entwicklung Potsdams, kommunale Daten, aktuelle Kinder- und Jugendbefragungen, Fachliteratur und Studien sowie eine Befragung einzelner Potsdamer Jugendförderträger.
Aus diesen Erkenntnissen wurden gemeinsam sechs Handlungsfelder entwickelt, die die Jugendförderung bis 2028 fachlich leiten sollen: Chancengerechtigkeit, Demokratieförderung, Lebenskompetenzen, Sport und Bewegung, Kooperation und Netzwerke sowie Qualitätssicherung.
Hinter den einzelnen Handlungsfeldern stehen konkrete Themen, Ziele und Maßnahmen – beispielsweise die Stärkung der psychischen Gesundheit, mehr Beteiligungsmöglichkeiten, Gewalt- und Suchtprävention, Medienkompetenz, soziale Teilhabe sowie attraktive Frei- und Bewegungsräume für junge Menschen.
Für die Umsetzung wurden gemeinsam mit den Trägern konkrete Maßnahmen und Kriterien zur Zielerreichung entwickelt. Dadurch soll regelmäßig nachvollzogen werden können, welche Zielstellungen erreicht wurden und wo Angebote weiter angepasst werden müssen.
Ziel des Jugendförderplans ist es, die Jugendförderung bis 2028 noch stärker an den tatsächlichen Lebenslagen und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen auszurichten. Der Jugendhilfeausschuss soll am 8. Oktober 2026 über die Beschlussvorlage beraten.