Die Integrierte Regionalleitstelle Nordwest wurde durch die DEKRA erneut erfolgreich nach der Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Im Rahmen eines externen Audits wurde das bestehende Qualitätsmanagementsystem umfassend überprüft und seine Wirksamkeit bestätigt. Dabei wurde nachgewiesen, dass die festgelegten Standards, Prozesse und Regelungen in der täglichen Arbeit eingehalten und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konsequent angewendet werden. Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Berücksichtigung der aktuellen Anforderungen der Norm dar, insbesondere im Hinblick auf die zusätzlichen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Klimawandel. Gleichzeitig galt es, die bestehenden gesetzlichen Vorgaben mit den Anforderungen des Qualitätsmanagements in Einklang zu bringen. Am 22. September wurde das Zertifikat offiziell durch Alexander Korn von der DEKRA übergeben. Entgegengenommen wurde es von Robert Wagner, dem Verantwortlichen für das Qualitätsmanagement der Regionalleitstelle.
„Bei Robert Wagner laufen die Fäden des Qualitätsmanagements zusammen. Wir danken ihm für seine akribische und kontinuierliche Arbeit“, betonen der Leiter der Feuerwehr Potsdam, Ralf Krawinkel sowie Andreas Tausche, Bereichsleiter der Regionalleitstelle. Gerade im Qualitätsmanagement sei es wichtig, den Fokus nicht zu verlieren und die eigenen Maßnahmen regelmäßig zu hinterfragen. „Wenn eine Maßnahme umgesetzt wurde, ist die Arbeit nicht abgeschlossen. Anschließend muss erneut überprüft werden, ob sie sich in der Praxis bewährt und ob gegebenenfalls weitere Anpassungen notwendig sind“, so Ralf Krawinkel.
Die erneute Zertifizierung bestätigt damit nicht nur die Qualität der bestehenden Strukturen, sondern steht zugleich für den Anspruch der Regionalleitstelle, ihre Prozesse kontinuierlich zu überprüfen, zu verbessern und weiterzuentwickeln. Andreas Tausche ergänzt: „Durch den Erhalt des Zertifikats wurde die Wirksamkeit unseres Qualitätsmanagementsystems bewiesen und ein guter Grundstein für einen weiterhin hohen qualitativen Standard in der Leitstelle gelegt.“
Qualität ist dabei kein einmaliger Prozess, sondern eine kontinuierliche Aufgabe – insbesondere dort, wo täglich schnelle und verlässliche Entscheidungen über die richtige Hilfe getroffen werden müssen. Auch durch die Zusammenarbeit mit dem externen Berater Thomas Behra ist es gelungen das bereits etablierte Qualitätsmanagementsystem nachhaltig weiterzuentwickeln und erfolgreich auf die erneute Zertifizierung vorzubereiten. Die aktuelle Zertifizierung ist damit ein weiterer wichtiger Schritt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements der Regionalleitstelle.
Eine Regionalleitstelle für rund 535.000 Menschen
Die Integrierte Regionalleitstelle Nordwest ist für die Landkreise Havelland, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz sowie für die Landeshauptstadt Potsdam zuständig. Damit betreut sie ein Gebiet von rund 6.500 Quadratkilometern mit etwa 535.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Täglich werden durch die Disponentinnen und Disponenten durchschnittlich rund 329 Notrufe entgegengenommen und bearbeitet. Jeder Notruf wird auf Grundlage standardisierter Abläufe und unter Berücksichtigung der individuellen Situation der Anruferinnen und Anrufer disponiert.
Die Qualität der Abläufe und die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Prozesse sind dabei von besonderer Bedeutung. Gerade bei der Notrufannahme und Einsatzdisposition müssen klare und verlässliche Strukturen mit der notwendigen Flexibilität für die jeweilige Einsatzsituation verbunden werden.