Pressemitteilung Nr. 398 vom 08.09.2026 Bundesweiter Warntag am 10. September / Probewarnung um 11 Uhr

Landeshauptstadt Potsdam testet ihre Sirenen und informiert im Hauptbahnhof Potsdam
Elektronische Sirene der Feuerwehr Potsdam
© Feuerwehr Potsdam/Sebastian Gimpel

Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der bundesweite Warntag statt. Die gemeinsame Aktion von Bund, Ländern und Kommunen dient dazu, die vorhandenen Warnsysteme zu erproben und die Bevölkerung für das Thema Warnung und Vorsorge zu sensibilisieren. Bundesweit wird um 11 Uhr eine Probewarnung über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) ausgelöst und über verschiedene Warnmittel verbreitet. Dazu gehören unter anderem Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps wie NINA und KATWARN, Radio und Fernsehen sowie weitere Warn- und Informationsmittel. 

Die Landeshauptstadt Potsdam wird ihre derzeit 36 Sirenen im Stadtgebiet auslösen. Um 11.45 Uhr erfolgt dann die Entwarnung. Die Sirenen geben hierfür einen einminütigen Dauerton ab. Begleitend zum Warntag informiert die Feuerwehr Potsdam von 8 bis 12 Uhr in den Bahnhofspassagen des Potsdamer Hauptbahnhofs über die verschiedenen Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung, die Bedeutung der Sirenensignale und das richtige Verhalten im Ereignisfall. Zusätzlich wird dort eine mobile Sirene aufgebaut und auch im Rahmen der Probewarnung um 11 Uhr ausgelöst.

Ralf Krawinkel, Leiter der Feuerwehr Potsdam, sagt: „Eine wirksame Warnung der Bevölkerung braucht einen Warnmix. Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps wie NINA und KATWARN, Radio und Fernsehen sowie weitere Warnmittel ergänzen sich und helfen uns, möglichst viele Menschen zu erreichen. Der bundesweite Warntag bietet die Möglichkeit, diese Systeme gemeinsam zu erproben und gleichzeitig dafür zu sensibilisieren, Warnungen wahrzunehmen und richtig darauf zu reagieren.“ 

Das Potsdamer Sirenennetz wird weiter ausgebaut. In einer zweiten Ausbaustufe sollen elf zusätzliche Sirenenstandorte errichtet sowie elf bestehende Sirenenstandorte erneuert werden. Ziel ist es, in mindestens 95 Prozent des bewohnten Stadtgebietes eine Schallabdeckung von mindestens 75 Dezibel zu erreichen. Der Abschluss dieser Ausbaustufe ist bis Ende 2027 vorgesehen. 

Die Warnung der Bevölkerung ist ein zentraler Bestandteil des Brand- und Katastrophenschutzes. Sie kann beispielsweise bei Großbränden, Kampfmittelentschärfungen, Hochwasser- und Starkregenereignissen, Schadstoffaustritten sowie anderen bevölkerungsschutzrelevanten Ereignissen und Gefahrenlagen erforderlich werden. Entscheidend ist, die Bevölkerung schnell und zuverlässig zu erreichen und über notwendige Verhaltensmaßnahmen zu informieren. Im Ernstfall gilt: Ruhe bewahren, Warnungen und Informationen verfolgen und den Hinweisen der zuständigen Behörden folgen. Der Notruf „112“ ist ausschließlich für tatsächliche Notfälle vorgesehen.