Die Landeshauptstadt Potsdam plant den Beitritt zum Europäischen Forum für urbane Sicherheit (EFUS) sowie zum Deutsch-Europäischen Forum für urbane Sicherheit e. V. (DEFUS). Damit setzt die Stadt ein deutliches Signal, urbane Sicherheit als integrierte kommunale Zukunftsaufgabe weiterzuentwickeln. Am 16. Juni wurde im Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Katastrophenschutz über die entsprechende Beschlussvorlage informiert.
Das 1987 unter der Schirmherrschaft des Europarates gegründete Europäische Forum für urbane Sicherheit (EFUS) zählt mit mehr als 250 Mitgliedsstädten aus 18 Ländern zu den wichtigsten europäischen Netzwerken für kommunale Sicherheits- und Präventionspolitik. Das deutsche Netzwerk DEFUS ergänzt diese Struktur auf nationaler Ebene und ermöglicht den Kommunen fachlichen Austausch, Wissenstransfer sowie die gemeinsame Entwicklung innovativer Ansätze urbaner Sicherheit.
Die Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, Brigitte Meier, erklärt: „Öffentliche Sicherheit ist eine zentrale Voraussetzung für Lebensqualität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine offene Stadtgesellschaft. Urbane Sicherheit geht dabei über Kriminalprävention hinaus und umfasst die Gestaltung sicherer öffentlicher Räume, soziale Teilhabe und demokratische Resilienz. Mit dem Beitritt zu EFUS und DEFUS erschließen wir uns einen europäischen Erfahrungsraum und neue gemeinsame Lernprozesse.“
Mit dem Beitritt verfolgt die Landeshauptstadt das Ziel, ihre kommunale Sicherheits- und Präventionsstrategie langfristig zu stärken, internationale Best Practices systematisch zu nutzen und sich aktiv in die Weiterentwicklung europäischer Sicherheits- und Präventionspolitik einzubringen. Ob die Landeshauptstadt Potsdam dem Netzwerk beitritt, wird durch die Stadtverordnetenversammlung entschieden.