Pressemitteilung Nr. 272 vom 16.06.2026 Weltkriegsbombe an der Leipziger Straße erfolgreich entschärft / Sperrkreis ist aufgehoben

Seit 12:29 Uhr sind alle Sperrungen aufgehoben, Betroffene können in ihre Wohnungen zurückkehren.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel, Sprengmeister Mike Schwitzke und Einsatzleiter Kai Lange
© Landeshauptstadt Potsdam/Juliane Güldner

Der Bombeneinsatz unter der Leitung des Ordnungsamtes der Landeshauptstadt Potsdam rund um den Fundort an der Leipziger Straße war erfolgreich. Sprengmeister Mike Schwitzke und das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburgs haben die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Herkunft entschärft. Der Sperrkreis ist seit 12:29 Uhr aufgehoben. Damit sind auch alle Sperrungen rund um den Fundort aufgehoben.
Die Menschen, die im Sperrkreis leben, können ab sofort wieder in ihre Wohnungen zurück, Autos, Busse, Straßenbahnen und Züge können wieder fahren.

Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel ist zur Stunde vor Ort an der Fundstelle der Weltkriegsbombe und bedankt sich. „Mein herzlicher Dank gilt allen Potsdamerinnen und Potsdamern für ihre Unterstützung und ihr Verständnis während der heutigen Entschärfung. Viele Menschen waren von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen und haben mit ihrem besonnenen Verhalten dazu beigetragen, dass der Einsatz sicher und zügig durchgeführt werden konnte. Besonders danke ich den Einsatzkräften, die diese anspruchsvolle Maßnahme mit großer Professionalität und hohem Engagement vorbereitet und durchgeführt haben.“

Seit 8:30 Uhr war der Bereich 700 Meter um den Fundort an der Leipziger Straße gesperrt, etwa 6.500 Potsdamerinnen und Potsdamer mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Im Sperrkreis lagen unter anderem die Speicherstadt, der Hauptbahnhof, die Staatskanzlei Brandenburg, der Landtag sowie mehrere Ministerien, die Investitions- und Landesbank (ILB) und das Sport- und Freizeitbad blu. Auch mehrere Museen (MINSK und Barberini) sowie Hotels (Mercure Hotel, niu Hotel, B&B Hotel), die Freundschaftsinsel und der Lustgarten waren von den Sperrungen betroffen. Der Bus- und Straßenbahnverkehr wurde während der Entschärfung unterbrochen, ebenso der Zug- und S-Bahnverkehr.

Rund 450 Helferinnen und Helfer waren heute im Einsatz, um den Sperrkreis abzusichern, darunter 28 Mitarbeitende des Ordnungsamtes, zusätzlich 236 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie 57 Einsatzkräfte der Polizei, 35 der Bundespolizei und 99 der Feuerwehr, freiwilligen Feuerwehren und vom Deutschen Roten Kreuz.

Insgesamt ist die Fliegerbombe die 220., die seit dem Jahr 1990 in der Landeshauptstadt gefunden wurde. Als Aufenthaltsort während der Evakuierung stand seit 8 Uhr der Katastrophenschutzleuchtturm 10, die Sporthalle am Humboldtring 17, für Betroffene zur Verfügung.

Aktuelle Informationen sind unter www.potsdam.de/bombe verfügbar.