Pressemitteilung Nr. 266 vom 11.06.2026 Von Abfalleimern und Blitzern bis zu Zweitwohnungen: Bereits mehr als 380 Vorschläge für Potsdams Haushalt 2027/28

Noch bis zum 3. Juli können Vorschläge eingereicht werden
Plakat Ideensammlung Bürgerhaushalt
© Landeshauptstadt Potsdam/Frank Daenzer

Zur Halbzeit bei der Vorschlagssammlung für den „Dialog zum Haushalt – Bürgerhaushalt 2027/28“ sind bereits mehr als 380 Hinweise eingegangen. Davon betreffen rund 100 Ideen Einnahmeerhöhen oder mögliche Sparmaßnahmen. Noch bis zum 3. Juli 2026 können weitere Vorschläge eingereicht werden. Zudem werden Interessierte für die Mitarbeit im Redaktionsteam gesucht.

Die bislang eingereichten Vorschläge zeigen eine große thematische Bandbreite. Sie beschäftigen sich mit der Lebensqualität im öffentlichen Raum, fordern zusätzliche Trinkbrunnen und Schattenplätze, sichere Radwege und mehr Barrierefreiheit. Weitere reichen von einem Begegnungshaus in Golm, einem Bau-Turbo und mehr Grün für die Brandenburger Straße über zusätzliche Unterstützung für Schulen bis hin zu einer Bewerbung Potsdams als Europäische Kulturhauptstadt.

Auch die Ideen zur Verbesserung der Haushaltslage sind vielfältig. Hier reicht die Spannweite von zusätzlichen Blitzern, höheren Zweitwohnsitz- und Hundesteuern bis zu einer Strafgebühr für versäumte Bürgerservice-Termine. Andere fordern weniger externe Gutachten und Befragungen, einen Bußgeldkatalog für Vermüllung, eine stärkere Nutzung von Fördermitteln, Spenden oder der besseren Finanzierung durch Bund und Land.

Bei der Vorauswahl können Menschen, die in Potsdam wohnen, darüber abstimmen, welche Vorschläge in die nächste Runde kommen sollen. Hier erhält die ganzjährige Nutzbarkeit des kleinen Saals im „Lottenhof“ in Potsdam West große Unterstützung. Ebenfalls sind Wildblumenwiesen statt Rasenflächen, zusätzliche Trinkwasserbrunnen sowie Hilfen gegen Obdachlosigkeit vorn. Große Zustimmung erhalten nicht zuletzt öffentliche Spielplätze und die Aufwertung des Alten Marktes sowie der Breiten Straße. Noch ist jedoch nichts entschieden: Bis zum Ende der Vorauswahl am 18. Juli können alle Vorschläge weiterhin online unterstützt werden.

Wer sich darüber hinaus aktiv einbringen möchte, kann im Redaktionsteam mitarbeiten. Gemeinsam mit Menschen aus Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik werden dort die eingereichten Vorschläge geprüft und ähnliche zusammengefasst. Die Termine finden dienstags am 14., 21. und 28. Juli jeweils ab 18 Uhr im Bildungsforum statt. Eine Anmeldung ist nötig. Interessierte können sich dafür bis zum 3. Juli verbindlich für die Mitarbeit eintragen unter Potsdam.de/Redaktionsteam.

Im Mittelpunkt des Bürgerhaushalts steht die Frage, was in Potsdam künftig besser gehen soll: Wo müsste die Stadt mehr Geld einsetzen? Welche Projekte sind besonders wichtig? Und in welchen Bereichen soll (nicht) gespart oder mehr eingenommen werden? Ob Kultur, Sport, Bildung, Klimaschutz, Grünpflege, Straßen oder Angebote für junge Menschen und Senioren – zu allen städtischen Themen können Vorschläge eingebracht werden. Die 20 wichtigsten werden Ende des Jahres an die Stadtverordneten übergeben und können anschließend in den Doppelhaushalt 2027/28 einfließen.

Noch bis zum 3. Juli 2026 können Interessierte ihre Wünsche zu den Stadtfinanzen online auf Potsdam.de/Buergerhaushalt einreichen, mit anderen diskutieren und auch alle bereits vorhandenen Vorschläge unterstützen. 

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