Am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, wird es in Potsdam laut, kreativ und politisch: Unter dem Titel „Bambule für Inklusion“ ruft die Landeshauptstadt gemeinsam mit zahlreichen Initiativen und Organisationen zu einer Protestveranstaltung vor dem Brandenburger Tor auf. Von 15 bis 17 Uhr setzen die Beteiligten ein deutliches Zeichen für mehr Teilhabe und gegen bestehende Barrieren.
Im Mittelpunkt steht die klare Botschaft: Inklusion ist kein freiwilliges Zusatzangebot, sondern ein Menschenrecht. Dennoch ist gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung im Alltag noch immer mit vielen Hürden verbunden. Die Veranstaltung will darauf aufmerksam machen, Missstände benennen und Raum für Austausch, Forderungen und neue Perspektiven schaffen.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel, die den Protesttag eröffnen wird, sagt: „Inklusion ist kein freiwilliges Angebot, sondern ein Menschenrecht – und damit auch unsere gemeinsame Verantwortung. Als Gesellschaft dürfen wir nicht akzeptieren, dass Menschen weiterhin auf Barrieren stoßen. Deshalb freue ich mich, an diesem Tag dabei sein zu können und gemeinsam mit vielen Engagierten ein Zeichen zu setzen: laut, sichtbar und entschlossen. Weil wir wissen, dass echte Teilhabe nur gelingt, wenn wir sie gemeinsam möglich machen.“
Die Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam, Dr. Tina Denninger, unterstreicht die politische Bedeutung des Tages: „Wir wollen keine leisen Appelle. Wir wollen, dass sich etwas bewegt – und dafür braucht es Öffentlichkeit, klare Stimmen und den gemeinsamen Einsatz vieler.“
Das Programm verbindet politische Beiträge, persönliche Perspektiven und künstlerische Formate. So bringen unter anderem die Aktivistin Laura Gelhaar, Initiativen wie „Krüppel gegen Rechts“ oder die BarriereBusters sowie Aktive aus dem Sportkontext wie Special Olympics Deutschland ihre Perspektiven ein. Auch der Beirat für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam beteiligt sich und stellt in diesem Rahmen die Kampagne „Teilhabe 2029“ vor, die konkreten Aktionen für mehr Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe in Potsdam umsetzt. Mehr Informationen dazu sind unter teilhabe2029.de zu finden.
Ergänzt wird das Programm durch künstlerische Beiträge – etwa von Mick Wölke, der gesellschaftlichen Themen mit Humor zuspitzt, sowie durch Musik und Performances, die die inhaltlichen Botschaften eindrucksvoll begleiten. Moderiert und ergänzt wird das Programm durch Beiträge von Manuela Schulz und Tarek, die auch die beteiligten Initiativen vorstellen.
Auch abseits der Bühne beteiligen sich zahlreiche Initiativen und Organisationen am Protesttag. Akteurinnen und Akteure wie die Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam e.V., die Universität Potsdam, der Jugendclub Alpha, die Theodor Fliedner Stiftung oder das Netzwerk Arbeit inklusiv der AWO schaffen Räume für Austausch, Information und Mitmachen. Ergänzt wird dies durch offene Begegnungsangebote – etwa an einem Stammtisch, der Raum für Gespräche, Diskussion und Vernetzung bietet.
Alle Potsdamerinnen und Potsdamer sind eingeladen, vorbeizukommen, zuzuhören und sich einzubringen – und vor allem: gemeinsam laut zu sein für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Potsdam
Dienstag, 5. Mai 2026, 15-17 Uhr
Platz vor dem Brandenburger Tor, Potsdam
Weitere Informationen zu den Inklusionstagen unter: www.potsdam.de/inklusionstage
Die Veranstaltung wird in Gebärdensprache gedolmetscht.