Seit 2025 trägt die Gelbe Tonne in Potsdam ein + im Namen, denn sie kann nun auch für die Entsorgung von Nicht-Verpackungen aus Metall und Kunststoff benutzt werden. Dadurch können größere Mengen dem Recycling zugeführt werden. Bisher bleibt dieses Potential aber noch zu oft ungenutzt. Abfallsortieranalysen ergaben, dass über 700 Tonnen pro Jahr zusätzlich an Wertstoffen aus dem Restabfall gewonnen werden könnten. Tatsächlich wurde 2025 gegenüber 2024 lediglich ein Zuwachs von rund 60 Tonnen verzeichnet. Zum Welt-Recycling-Tag am 18. März ruft die Landeshauptstadt Potsdam die Bürgerinnen und Bürger auf, die erweiterten Möglichkeiten der Gelben Tonne+ konsequent zu nutzen.
„Es ist ganz einfach“, sagt Nicole Prestin, Bereichsleiterin des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers der Landeshauptstadt Potsdam: „Die Tonne ist die gleiche geblieben, nur der Inhalt hat sich verändert. Mülltrennung ist durch die Gelbe Tonne+ noch einfacher geworden, weil man nicht mehr zwischen Verpackungen und Nicht-Verpackungen unterscheiden muss.“
In die Gelbe Tonne+ gehören Kunststoffe, Metalle und Verbundstoffe, unabhängig davon, ob es sich um Verpackungen oder Nicht-Verpackungen handelt. Neben Leichtverpackungen dürfen zum Beispiel folgende Nicht-Verpackungen in die Gelbe Tonne+: Aufbewahrungsdosen, Brotdosen, Kochtöpfe, Pfannen, Siebe, Kämme/Bürsten, Zahnbürsten, Essbesteck, Eimer, Becher, Schüsseln, Gießkannen, Schalen, Backbleche, Kinderspielzeug, Klarsichthüllen, Blumentöpfe, Einkaufstüte und auch Werkzeuge.
Vom Sammeln zum Recycling – So funktioniert die Gelbe Tonne+ in Potsdam
Die Gelbe Tonne+ wird in Potsdam von der Stadtentsorgung Potsdam (STEP) geleert. Täglich kommen dabei rund 16 Tonnen Wertstoffe zusammen. Diese gelangen zum Wertstoffhof Drewitz und werden anschließend zu Sortieranlagen transportiert, zum Beispiel in die Anlage von Veolia in Alt Golm (bei Fürstenwalde).
Damit die Sortierung zuverlässig funktioniert, kommt es vor allem auf die richtige Entsorgung an:
• restentleert, nicht gespült: Verpackungen nicht auswaschen, "löffelrein" reicht
• Materialien trennen: verschiedene Materialien (z. B. Joghurtbecher mit Aludeckel), sollten voneinander getrennt entsorgt werden
• nicht ineinander stapeln: besser einzeln in die Tonne geben
• Volumen reduzieren: Getränkekartons zusammendrücken, für mehr Platz in der Tonne
In den Sortieranlagen werden die Materialien automatisch getrennt: Trommelsiebe sortieren nach Größe, Magnete holen Eisenmetalle heraus, Wirbelstromabscheider Aluminium. Infrarotscanner erkennen verschiedene Kunststoffe und papierbasierte Stoffe.
Die sortierten Materialien werden zu Ballen gepresst, an Recyclingbetriebe verkauft und dort gereinigt und weiterverarbeitet. Wie gut etwas recycelt werden kann, hängt vom Material ab: Aluminium lässt sich sehr gut wiederverwerten, manche Kunststoffe wie PVC kaum. Nicht recycelbare Reste werden zur Energiegewinnung verbrannt.
Wichtig zu wissen: Die Anlagen verarbeiten nicht nur Verpackungen, sondern auch andere Gegenstände aus Metall oder Kunststoff – etwa Töpfe oder Gießkannen.
„Unsere Sortieranlage in Alt Golm ist technisch dafür ausgelegt, diese Materialien sortenrein zu trennen. Eine Plastikschüssel wird genauso zuverlässig sortiert wie ein Joghurtbecher, eine Bratpfanne aus Aluminium genauso wie eine Konservendose“, erklärt Diana Viets von Veolia.
Deswegen werfen Sie gerne alles, was reinpasst und aus Metall oder Plastik besteht in die Gelbe Tonne+. Frei nach dem Motto: Gelb kann mehr – gib’s her!
Lust auf mehr Informationen? Unter https://www.potsdam.de/de/aus-gelb-wird-gelb gibt es weitere Informationen rund um die Gelbe Tonne+.
Bei Fragen wenden Sie sich an die Abfallberatung der Landeshauptstadt Potsdam (Telefon: 0331/ 289-1796; E-Mail: abfallberatung@rathaus.potsdam.de).