Die Wilhelm-von-Türk-Schule mit den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten „Hören“ und „Sprache“ feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Die Potsdamer Schule ist heute die einzige Förderschule im Land Brandenburg, die ausschließlich den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten „Hören“ und „Sprache“ gewidmet ist. Seit ihrer Gründung im Jahr 1956 als damalige Schwerhörigenschule hat sich die Einrichtung zu einer modernen Schule mit umfassendem Förderangebot im Bereich Hören, Kommunikation und Sprache entwickelt.
Dazu sagt Oberbürgermeisterin Noosha Aubel: „Die Schule kann mit Stolz auf ihre Geschichte zurückblicken – vor allem aber darauf, welchen Weg sie seit ihrer Gründung im Jahr 1956 genommen hat. Sie hat sich in sieben Jahrzehnten zu einer modernen und leistungsstarken Bildungseinrichtung entwickelt, die heute Schülerinnen und Schülern mit besonderen Unterstützungsbedarfen im Bereich Hören, Kommunikation und Sprache umfassende Bildungschancen eröffnet. Sie übernimmt damit eine zentrale Aufgabe in der Bildungslandschaft des Landes Brandenburg und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf. Die Pädagoginnen und Pädagogen leisten damit herausragende Arbeit für Kinder, Jugendliche, Eltern – und für die gesamte Gesellschaft.“
Seit 26 Jahren trägt die Schule den Namen Wilhelm-von-Türk-Schule. Wilhelm von Türk, ehemaliger Ehrenbürger der Landeshauptstadt Potsdam, engagierte sich zu seiner Zeit in besonderem Maße für chancengleichen Zugang zu Bildung. Er gilt als wichtiger Wegbereiter eines Bildungsverständnisses, das allen Menschen – unabhängig von Herkunft und Voraussetzungen – Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet.
Zu den Leitlinien der pädagogischen Arbeit gehören Werte wie Verantwortung, Toleranz, Respekt und Hilfsbereitschaft. Wertschätzender Umgang bildet die Grundlage schulischen Miteinanders. Auch Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangebote spielen an der Schule eine große Rolle. Es werden Schach, Volleyball, Fußball, Leichtathletik, Häkeln und Stricken, Basketball, Kunst, eine Spiele-AG und eine Acker-AG angeboten. Die Schule nimmt am Känguru-Wettbewerb teil, welcher die mathematische Bildung in den Schulen unterstützt.
Grundlage der Arbeit sind Rahmenlehrpläne sowie individuelle Förderpläne. Ziel ist es, jedem Kind eine bestmögliche individuelle Förderung zu ermöglichen und vorhandene Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Das Engagement der Lehrkräfte und Mitarbeitenden sowie das Vertrauen der Eltern tragen maßgeblich dazu bei, die Schule trotz der teilweise herausfordernden Rahmenbedingungen zu einem lebendigen Lernort zu gestalten.
Aktuell besuchen 158 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 16 Jahren in den Klassenstufen 1 bis 10 die Wilhelm-von-Türk-Schule in Potsdam. Zum Lehrpersonal gehören 37 Pädagoginnen und Pädagogen sowie drei pädagogische Mitarbeitende. Zusätzlich gibt es Tagesgruppen, einen Hort sowie ein Wohnheim für die Schülerinnen und Schüler.