QR-Code auf Spendern bietet Feedback-Möglichkeit
Pressemitteilung Nr. 389 vom 10.08.2022

Landeshauptstadt befragt Nutzerinnen kostenloser Periodenprodukte

QR-Code auf Spendern bietet Feedback-Möglichkeit. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/ Christine Homann
QR-Code auf Spendern bietet Feedback-Möglichkeit. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/ Christine Homann
QR-Code auf Spendern bietet Feedback-Möglichkeit. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/ Christine Homann

Im März dieses Jahres hatte der Kommunale Immobilien Service Potsdam im Rahmen eines Pilotprojektes insgesamt 40 Spender für kostenlose Periodenprodukte in verschiedenen öffentlich zugänglichen Gebäuden der Landeshauptstadt mit viel Publikumsverkehr angebracht. 

Die kostenlose Ausgabe der Hygieneprodukte auf Damentoiletten dient der sozialen Teilhabe von Nutzerinnen und wurde initiiert durch einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 3. November 2021. Die Spender werden insgesamt gut angenommen, in mehreren Häusern wie etwa im Bürgerhaus am Schlaatz müssen die Hygieneartikel regelmäßig neu aufgefüllt werden.

Seit Juli 2022 wurden auf den Spendern Aufkleber mit QR Codes angebracht. Jetzt haben alle Nutzerinnen eine Feedback-Möglichkeit, damit die Landeshauptstadt das Angebot bei Bedarf verbessern und Anregungen aufnehmen kann. Diese Erkenntnisse dienen auch der Evaluation für eine eventuelle flächendeckende Anbringung der Spender.

Dazu sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam, Martina Trauth: „Menstruationsprodukte in öffentlichen Toiletten sollten so selbstverständlich sein wie Toilettenpapier und Seife. In Potsdam werden nun diese Produkte besser und unkomplizierter zur Verfügung gestellt. Wer sich keine Menstruationsprodukte leisten kann, leidet unter ,period poverty‘, also Periodenarmut. Studierende, die Bafög erhalten, Auszubildende und Menschen mit geringem Einkommen sind davon betroffen. Wenn Menstruationsprodukte als Teil des grundsätzlichen Hygienebedarfs anerkannt und kostenlos zur Verfügung gestellt werden, trägt dies auch zur Enttabuisierung und Normalisierung der Periode bei. Die von der Landeshauptstadt initiierte Feedback-Möglichkeit bietet auch eine tolle Möglichkeit, um das Thema aus der Tabuzone zu holen. Denn die Menstruation ist nicht nur teuer, sondern auch von Scham besetzt.“


Die 40 Spender befinden sich an folgenden Orten:
Name / Adresse / Anzahl Spender
1. Stadthaus (Rathaus), Friedrich-Ebert-Straße 79/81 (3)
2. Haus 1, Hegelallee 6-10 (2)
3. Haus 2, Hegelallee 6-10 (2)
4. Haus 23, Helene-Lange-Straße 14 (1)
5. Palais Lichtenau 3/5, Am Palais Lichtenau 3/5 (1)
6. Palais Lichtenau 1, Am Palais Lichtenau 1 (1)
7. COM-City, Behlertstraße 3a (2)
8. Helene-Lange-Straße 6/7 (1)
9. Bahnhofspassagen, Friedrich-Engels-Straße 102-104 (1)
10. Bildungsforum, Am Kanal 47 (2)
11. Altes Rathaus Potsdam Museum, Am Alten Markt 9 (1)
12. Naturkundemuseum, Breite Straße 11-13 (1)
13. Museum Lindenstraße (Gedenkstätte), Lindenstraße 54/55 (1)
14. Jugendclub, Maimi-von-Mirbach-Straße 11-13 (1)
15. Bürgerhaus Schlaatz/Medienwerkstatt, Schilfhof 28 (1)
16. Bürgerhaus Bornim, Potsdamer Straße 89-90 (1)
17. Humboldtgymnasium (1) + TH, Heinrich-Mann-Allee 103 (2)
18. Hermann-von-Helmholz-Gymnasium (4) + TH, Kurfürstenstraße 53 (2)
19. Hannah-Arendt-Gymnasium (5) + TH, Haeckelstraße 72-74 (2)
20. Berta-von-Suttner-Gymnasium (21) + TH, Kopernikusstraße 30 (2)
21. Leibniz-Gymnasium (41) + TH, Galileistraße 2 (2)
22. Einstein-Gymnasium (54) + TH, Hegelallee 30 (2)
23. OSZ 1 + Turmhalle, Jägerallee 23a (2)
24. OSZ 2 + Turnhalle, Zum Jagenstein 26-28 (2)
25. OSZ 3 + Turnhalle, Berliner Straße 114-116 (2)