Interessierte Bürgerinnen und Bürger können Entwürfe kommentieren

Studentinnen und Studenten entwickeln frische Ideen für den Stadtraum Am Kanal

Studentische Entwürfe für den Stadtraum Am Kanal Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Christine Homann
Studentische Entwürfe für den Stadtraum Am Kanal Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Christine Homann
Studentische Entwürfe für den Stadtraum Am Kanal Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Christine Homann

Wie kann der Bereich entlang des ehemaligen Stadtkanals zwischen Berliner Straße und Platz der Einheit in Zukunft aussehen - und wie kann er genutzt werden? Welche Rolle spielt das Element Wasser in der Innenstadt der Zukunft? Studierende der Fachhochschule Potsdam haben zu diesen Fragen in diesem Semester innovative Entwürfe erarbeitet. Sie können vom 22. Juni bis zum 10. Juli im Kunsthaus sans titre, Französische Straße 18, besichtigt werden.

Interessierte Potsdamerinnen und Potsdamer sind eingeladen, sich mit den Ideen der Studentinnen und Studenten auseinanderzusetzen, ein erstes Feedback zu geben und ihre Ansichten zu den studentischen Entwürfen für den Stadtraum entlang des ehemaligen Stadtkanals der Stadtverwaltung mitzuteilen. Das können sie direkt vor Ort in der Ausstellung tun. Oder sie schreiben ihre Gedanken an potsdamermitte@rathaus.potsdam.de. Das aus den Reaktionen gewonnene Stimmungsbild soll später in den weiteren Prozess einfließen. Ab Herbst 2022 soll sich die Stadtverordnetenversammlung mit Vorschlägen zu Möglichkeiten einer weiteren Entwicklung befassen.

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert, der die Ausstellung gemeinsam mit Bert Nicke, Geschäftsführer der ProPotsdam GmbH und Architekt Karl-Heinz Winkens, Professor für Baukonstruktion und Entwerfen von der Fachhochschule Potsdam eröffnet hat, sagt: „Die innovativen Ideen in den studentischen Entwürfen zeigen die Chancen auf, die das Projekt ,Stadtraum Am Kanal‘ für Potsdam hat. Mich begeistert die Offenheit für Neuinterpretationen – und die wünsche ich mir auch für die weitere Diskussion.“

Das Hauptaugenmerk der studentischen Arbeiten liegt auf den Vorschlägen zur Neugestaltung des öffentlichen Raums entlang der Straße Am Kanal und darüber hinaus bis zur Kellertorbrücke. Die Arbeiten bieten aber auch interessante städtebauliche und verkehrstechnische Ansätze. So gibt es verschiedene Vorschläge zur Nachverdichtung der umliegenden Quartiere, Ansätze zur Reduzierung und Umleitung des Autoverkehrs sowie auch diverse Vorschläge, die Wohnquartiere und den öffentlichen Raum den Klimaveränderungen anzupassen.

„Alle vier Teams haben sehr gute Ideen, wie man die Aufenthaltsqualität in dem Gebiet verbessern kann. Besonders gefreut haben mich die Nutzungsvorschläge für die Fläche vor der Ladenzeile, die derzeit noch als Parkplatz genutzt wird. Beeindruckt haben mich aber vor allem die Pläne zur Ergänzung der Bebauung: Hier werden Potentiale für den Wohnungsneubau in der Innenstadt aufgezeigt, über die wir diskutieren sollten“, sagt Bert Nicke.

Die Studentische Ideenwerkstatt ist ein Kooperationsprojekt der Fachhochschule Potsdam, der Landeshauptstadt Potsdam und der ProPotsdam GmbH. 17 Studierende des Studiengangs Architektur und Städtebau hatten in einem semesterbegleitenden Projekt die Aufgabe, neue Gestaltungsideen für den Stadtraum Am Kanal zu entwickeln und dabei in Bezug auf den historischen Stadtkanal auf spielerisch-kreative Weise das Element Wasser in ihre Entwürfe einzubeziehen. Die im Boden noch vorhandenen Reste der Kanalmauern sollten dabei nicht verändert oder zerstört werden. Auch eine originalgetreue Wiederherstellung dieses Teilabschnitts sollte für die Zukunft als Möglichkeit erhalten bleiben.

Die Studierenden haben in vier Teams zusammengearbeitet und wurden in ihrer Ideenfindung unterstützt durch eine Vielzahl an Fachleuten aus den Bereichen Architektur und Landschaftsarchitektur, Hydrologie, Denkmalschutz und Stadtentwicklung. Kontinuierlich begleitet haben den Prozess vier Teamleiterinnen und -leiter: Georg Marfels vom Potsdamer Architekturbüro van geisten.marfels Architekten, die Potsdamer Künstlerin Annette Paul, die Landschaftsarchitektin Cornelia Müller vom Büro Lützow 7 Landschaftsarchitekten aus Berlin und Bernd Bess, Architekt und Professor für Grundlagen der Gestaltung an der Fachhochschule Potsdam. Zusätzlich gab es Fachvorträge zum Thema Wasser in der Stadt, eine Exkursion sowie drei Konsultationstermine mit Spezialistinnen und Spezialisten zu den Themen Denkmalpflege und Wasserbau. Fachliches Feedback gab es zudem im Anschluss an eine Zwischen- und die Abschlusspräsentation der Ergebnisse.

Ausstellung:
Kunsthaus sans titre, Französische Straße 18
bis zum 10. Juli, immer mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr

Nähere Informationen unter www.sans-titre.de/ausstellungen.

Adresse: 
Kunsthaus sans titre
Französische Straße 18
14467 Potsdam
Deutschland