Sophie-Farber-Straße und Ahornstraße im Städtebaulichen Entwicklungsbereich Babelsberg eröffnet

Uwe Hackmann und Bernd Rubelt enthüllen eine Informationstafel an der neu eröffneten Ahornstraße in Babelsberg
Uwe Hackmann und Bernd Rubelt enthüllen eine Informationstafel an der neu eröffneten Ahornstraße in Babelsberg
Uwe Hackmann und Bernd Rubelt enthüllen eine Informationstafel an der neu eröffneten Ahornstraße in Babelsberg. Foto Stadtkontor/ Kerstin Zwirn

Der Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt, eröffnete gemeinsam mit Uwe Hackmann, Geschäftsführer der Stadtkontor GmbH, am heutigen Dienstag die Sophie-Farber-Straße und die Ahornstraße im Entwicklungsbereich Babelsberg. In diesem Rahmen enthüllten Sie an der Ahornstraße eine Informationstafel zur Geschichte der ehemaligen Lokomotivenfabrik Orenstein und Koppel, später VEB Maschinenbau „Karl-Marx“ Babelsberg.

Ahornstraße und Sophie-Farber-Straße dienen nicht nur der Erschließung neuer Gewerbeflächen, sondern stellen auch eine wichtige Erweiterung des Straßennetzes in Babelsberg dar. Nach 1 ½ Jahren Bauzeit wird der logistisch und bautechnisch aufwendige Bau der Erschließungsanlagen abgeschlossen, der gemeinsam von dem Entwicklungsträger Stadtkontor GmbH und der Energie- und Wasser Potsdam GmbH realisiert wurde. Besondere Herausforderungen lagen in einem unterirdischen Altlastenstandort und einem unbekannten Leitungsbestand aus industrieller Vornutzung, der zum Teil noch zur Ver- und Entsorgung der Anlieger in Betrieb war.

Die Reaktivierung des historischen Industriestandortes und der Straßenbau erfolgten durch den Entwicklungsträger Stadtkontor. Uwe Hackmann erläutert dazu: „Die Realisierung des Straßenbaus ermöglicht die Parzellierung und Ansiedlung zusätzlicher Gewerbebetriebe in Potsdam. Mit rd. 14 ha handelt es sich um das größte zusammenhängende Gewerbeareal, das im Entwicklungsbereich Babelsberg einer neuen Nutzung zugeführt wurde.“

Der Fokus der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Babelsberg liegt auf der Revitalisierung des Babelsberger Gewerbestandortes. Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, führt dazu aus: „Statt neue Gewerbeflächen auf der „grünen Wiese“ auszuweisen, konzentriert sich die Landeshauptstadt Potsdam seit Anfang der 1990er Jahre darauf, innerstädtische Flächen zu reaktivieren.“ Mitte der 90er Jahre stellte die Stadtverordnetenversammlung mit der Entwicklungssatzung die Weichen für eine zügige Mobilisierung der Gewerbeflächen in dem schon historisch als Industrie- und Gewerbestandort geprägten Quartier zwischen Nuthestraße, Großbeerenstraße, Horstweg und Wetzlarer Straße.
Das sog. Maximum Gelände - der westliche Teil des ehemaligen Karl-Marx-Werkes - lag ab 1998 weitgehend brach. Eine öffentliche Erschließung war nicht vorhanden. Nach langjährigen Verhandlungen gelang es 2012 mit dem Eigentümer eine nachhaltige Lösung zur Entwicklung des Geländes zu finden. Der umfassende Grunderwerb des Entwicklungsträgers war die Voraussetzung für den Straßenbau und die Ansiedlung zusätzlicher Unternehmen.

Entlang der Sophie-Farber-Straße sind alle Flächen vergeben, hier haben sich bereits fünf neue Unternehmen angesiedelt. An der Ahonrstraße sind noch rd. 4.300 m² verfügbar.
Studio Babelsberg hat sich nun auch südlich der Großbeerenstraße etabliert und die Flächen erworben. Mit der Außenkulisse „Neue Berliner Straße“ und den Studios Neue Film in den denkmalgeschützten Hallen der ehemaligen Lokomotivenproduktion konnte Studio Babelsberg seine Studiokapazitäten verdoppeln und nutzt eine Fläche von insgesamt 7,2 ha.

„Die Entwicklung neuer Gewerbeflächen im Gewerbequartier Babelsberg ist damit weitgehend abgeschlossen. Insgesamt befinden sich hier inzwischen ca. 275 Unternehmen. Das Quartier leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die Bereitstellung von Gewerbeflächen für Potsdamer Firmen aus Handwerk, produzierendem Gewerbe und Baugewerbe.“, ordnet der Baubeigeordnete die positive Entwicklung des Gebietes in den gesamtstädtischen Kontext ein.

Dr. Sophie Farber (1908 – 1957) war die langjährige Leiterin der orthopädisch-chirurgischen Klinik des Oberlinhauses. Sie widmete sich in der medizinischen Forschung besonders der Bekämpfung von Kinderlähmung und Tuberkulose.

Eine Ausstellung ermöglichte zusätzliche Einblicke in die Entwicklung des Geländes von 1900 bis heute. Die Ausstellung kann vom 22.10. bis zum 30.11.2018 in der Zeit von 9:00 bis 17:00 Uhr in den Räumen von Stadtkontor besucht werden.