Oberbürgermeisterwahl: Mike Schubert (SPD) gewählt

Plenarsaal, alles ist vorbereitet
Plenarsaal, alles ist vorbereitet
Plenarsaal, alles ist vorbereitet. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Markus Klier
Grafik: LHP/Robert Schnabel
Grafik: LHP/Robert Schnabel
Grafik: LHP/Robert Schnabel
Briefwahlbüro im Rathaus (Foto: F. Daenzer)
Briefwahlbüro im Rathaus (Foto: F. Daenzer)
Briefwahlbüro im Rathaus (Foto: F. Daenzer)

Am heutigen Sonntag, den 14. Oktober, haben die Potsdamerinnen und Potsdamer für die nächsten acht Jahre ihre neue Oberbürgermeisterin oder ihren neuen Oberbürgermeister gewählt. Bei der Stichwahl treten Martina Trauth für Die Linke und Mike Schubert für die SPD an. Mike Schubert hat den ersten Wahlgang mit 32,2 Prozent der Stimmen vor Martina Trauth (19,1 Prozent) gewonnen. Knapp 141.000 Potsdamerinnen und Potsdamer sind aufgerufen, zur Wahl zu gehen. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, der nach 16 Jahren Amtszeit, die am 27. November 2018 endet, ist im Plenarsaal im Rathaus und verfolgt live die Auszählung.

Die Ergebnisse

159 von 159 Wahlkreisen ausgezählt: Mike Schubert (SPD)gewinnt mit 55,3 Prozent, Martina Trauth (Die Linke) erhält 44,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,8 Prozent. Alle Ergebnisse können Sie hier live verfolgen: www.potsdam.de/obWahl.

Wahlbeteiligung um 14 Uhr

Die Wahlbeteiligung um 14 Uhr betrug 14,9 Prozent. Die Zahl betrifft nur die Wählerinnen und Wähler in den Wahllokalen. Die Briefwähler werden zusätzlich am Abend gezählt. Etwa 23.500 Briefwahlunterlagen sind in den vergangenen Tagen verschickt worden. Zum Vergleich: Am 23. September waren bis 14 Uhr 25 Prozent der Wählerinnen und Wähler an der Urne, am Ende waren es 53 Prozent. Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl am 3. Oktober 2010 waren bis 14 Uhr 19,9 Prozent der Wählerinnen und Wähler an der Urne, am Ende lag die Wahlbeteiligung bei 42,1 Prozent.

Ist, wer die Stichwahl gewinnt, automatisch neue/r Oberbürgermeister/in?

Grundsätzlich ja, es sei denn die Wahlbeteiligung ist zu gering. Ein Kandidat muss 15 Prozent aller Stimmen der wahlberechtigten Potsdamerinnen und Potsdamer auf sich vereinen. Bei dieser Wahl sind das etwa 21.500 Stimmen. Um ganz sicher eine Siegerin oder einen Sieger zu haben, muss die Wahlbeteiligung als bei mindestens 30 Prozent liegen. Am 23. September haben 53 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme genutzt. Bei der vergangenen Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2010 lag die Wahlbeteiligung in der Stichwahl (42,9 Prozent) drei Prozentpunkte niedriger als im Hauptwahlgang zuvor. 

Wo kann ich den/die neue/n Oberbürgermeister/in am Wahlabend treffen?

Heute seit 17.30 Uhr läuft die Wahl-Veranstaltung zur Oberbürgermeisterwahl im Plenarsaal und im Foyer des Rathauses. Sowohl Martina Trauth als auch Mike Schubert sind zur Veranstaltung eingeladen und werden im Plenarsaal erwartet. Derzeit sind unter anderem Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Landrat Wolfgang Blasig (SPD) aus Potsdam-Mitelmark, CDU-Fraktionschef Mathias Finken, SPD-Fraktionschef Pete Heuer, die Landtagsabgeordnete Anita Tack (Die Linke), Bürgermeister Burhard Exner (SPD) sowie die Beigeordneten Noosha Aubekl und Bernd Rubelt im Plenarsaal. Insgesamt verfolgen etwa 100 Gäste die Auszählung ive an Bildschirmen.

Zudem können sich Interessierte und insbesondere die Medien die Ergebnisse im Open Data-Portal der LHP downloaden und entsprechend für ihre eigenen Darstellungen benutzen. Die ebenfalls ab 18 Uhr laufend aktualisierten (Zwischen-)Ergebnisse können unter dem Reiter "Exporte" als csv- oder Excel-Format heruntergeladen werden: https://opendata.potsdam.de/explore/dataset/obmstich-2018/table/

Wie waren die Ergebnisse und die Wahlbeteiligung am 23. September?

74.752 von 140.963 wahlberechtigten Potsdamerinnen und Potsdamern haben sich am 23. September an der Oberbürgermeisterwahl 2018 in der Landeshauptstadt beteiligt. Die Wahlbeteiligung lag bei 53 Prozent und somit 7,1 Prozentpunkte höher als bei der Oberbürgermeisterwahl vor acht Jahren. Nach Auszählung aller Stimmen hatte Mike Schubert von der SPD 23.872 Stimmen (32,2 Prozent) erhalten, Martina Trauth für Die Linke bekam 14.161 Stimmen (19,1 Prozent), Götz Friederich (CDU) 12.892 Stimmen (17,4 Prozent), Lutz Boede von der Wählergemeinschaft Die Andere 8449 Stimmen (11,4 Prozent), Dennis Hohloch von der AfD 8215 Stimmen (11,1 Prozent) und Janny Armbruster von Bündnis 90/Grüne 6586 Stimmen (8,9 Prozent).

Warum gibt es eine Stichwahl?

Keine Kandidatin und kein Kandidat haben die erforderliche absolute Mehrheit, also 50 Prozent der Stimmen, im ersten Wahlgang erreicht. Somit wird eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidatinnen und Kandidaten mit den meisten Stimmen im ersten Wahlgang notwendig.

Wie wurde am 23. September in meinem Stadtteil gewählt?

Ein Blick auf die Stadtteile: Mike Schubert (SPD) konnte alle Stadtteile für sich entscheiden. Das beste Ergebnis erzielte er mit 38,6 Prozent in Sacrow, das geringste in Neu Fahrland (28,4 Prozent). Bei Martina Trauth (Die Linke) lag die Spannweite zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Ergebnis bei 15,7 Prozentpunkten. 26,2 Prozent erzielte sie in der Waldstadt II, 10,5 Prozent in Uetz-Paaren. Janny Armbruster (Bündnis 90/Grüne) konnte ihre besten Ergebnisse in Grube und in der Jägervorstadt erzielen. In beiden Stadtteilen lag sie bei ca. 13 Prozent. Lutz Boede (Die Andere) erreichte in Klein Glienicke/Babelsberg Nord 18,5 Prozent und kam in der Brandenburger Vorstadt und in Babelsberg Süd auf jeweils 17,7 Prozent. Mit 23,4 Prozent erzielte Dennis Hohloch (AfD) im Schlaatz sein bestes Ergebnis. Götz Friederich (CDU) kam in der Berliner Vorstadt auf 29,4 Prozent und in Groß Glienicke auf 29,2 Prozent.

Noch detaillierter wird es bei Ansicht der Ergebnisse in den einzelnen Wahlbezirken: Kein Kandidat konnte in einem der 159 Wahllokale die absolute Mehrheit gewinnen. Mike Schubert erzielte in 115 Urnenwahlbezirken die relative Mehrheit. Das beste Ergebnis erhielt der 45-Jährige, der Beigeordneter für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung der Landeshauptstadt ist, mit 42,66 Prozent im Wahlbezirk 7303 Kirchsteigfeld - Zum Teich/Schinkelstr. Götz Friederich (CDU) und Martina Trauth (Die Linke) konnten jeweils sieben Urnenwahlbezirke gewinnen. Trauth, sie ist Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt, erzielte ihr bestes Ergebnis mit 34,95 Prozent im Wahlbezirk 6504 Waldstadt II - Saarmunder Straße, Friederich mit 37,15 Prozent im Wahlbezirk 2301 Berliner Vorstadt - Ludwig-Richter-Straße. Lutz Boede erzielt mit 38,76 Prozent der Stimmen im Wahlbezirk 4207 Südliche Innenstadt/Finkenweg die meisten Stimmen. Dennis Hohloch kam im Wahlbezirk 6306 Schlaatz - Wiesenhof/Bisamkiez auf seinen Höchstwert von 26,84 Prozent, Janny Armbruster mit 20,46 Prozent im Wahlbezirk 3106 Brandenburger Vorstadt - Tschäpe-Platz.

Wie war die Wahlbeteiligung am 23. September?

Sacrow war der Stadtteil mit der höchsten Wahlbeteiligung (52,2 Prozent), wohingegen im Schlaatz nur 23,8 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl gingen (Wahlbeteiligung ohne Briefwahl). In den 159 Wahlbezirken konnte die höchste Wahlbeteiligung mit 54,9 Prozent im Wahllokal 1306 (Bornstedt/Hermann-Mattern-Promenade) festgestellt werden. In den Wahlbezirken 3108 (Brandenburger Vorstadt/Hans-Sachs-Str.) und 5204 (Babelsberg Nord/Plantagenplatz) lag die Beteiligung ebenfalls über 54 Prozent. Die geringste Wahlbeteiligung war im Schlaatzer Wahlbezirk 6306 mit 19,5 Prozent zu verzeichnen.

Wie viele Wahllokale gibt es?

In der Landeshauptstadt gibt es 159 Wahllokale, davon sind 28 Briefwahllokale. Insgesamt sind am Sonntag, 14. Oktober, 131 Wahllokale von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Wenn Sie nicht wissen, wo Ihr Wahllokal ist, schauen Sie bitte auf Ihrer Wahlbenachrichtigung nach oder nutzen Sie die Seite www.potsdam.de/MeinWahllokal und geben Ihre Adresse ein. Damit finden Sie Ihr Wahllokal.