Einwohner nach Geburtsorten in Deutschland

Bundesländer
Rund 27 000 der Einwohnerinnen und Einwohner (16,2 Prozent) stammen gebürtig aus dem Land Brandenburg außerhalb Potsdams, während der Anteil derjenigen, die in einem anderen Bundesland geboren wurden, mit ebenfalls mehr als 60 000 Personen in etwa der Zahl der „Original-Potsdamer“ entspricht (36,0 Prozent). Werden nur die Bundesländer außerhalb Brandenburgs in Betracht gezogen, zeigt sich ein starker Berliner Einfluss in Potsdam. Ungefähr jeder zehnte Potsdamer (9,8 Prozent) wurde in der Bundeshauptstadt geboren. Insgesamt sind dies mehr als 16 400 Personen. Es folgen mit Sachsen-Anhalt (mit 9 018 Personen bzw. 5,4 Prozent), Sachsen (8 977/5,4 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (6 282/3,7 Prozent) die anderen Nachbarländer Brandenburgs. Aus Thüringen stammen noch 4 144 Potsdamer bzw. 2,5 Prozent. Somit wurde insgesamt 78,8 Prozent der aktuellen Potsdamer Einwohnerschaft in den neuen Bundesländern geboren.

Demgegenüber haben 9,2 Prozent ihren Geburtsort in den alten Ländern, wobei Nordrhein-Westfalen mit rund 4 000 Potsdamern bzw. einem Anteil von 2,4 Prozent an allen Einwohnern nur knapp hinter Thüringen liegt. Niedersächsische Wurzeln weisen noch rund 2 600 Potsdamer (1,6 Prozent) auf, während jeweils rund 2 000 Einwohner in Bayern (1,3 Prozent) oder Baden-Württemberg (1,2 Prozent) geboren wurden. Bei allen anderen westdeutschen Bundesländern liegt der Anteil an allen Bewohnern der brandenburgischen Landeshauptstadt unter einem Prozent. Schlusslicht ist das Saarland – lediglich 163 Potsdamer (0,1 Prozent) wurden hier geboren (Karte 1).

Landkreise und kreisfreie Städte
Eine Analyse der Potsdamer Geburtsorte auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte zeigt, dass die geografische Nähe zu Potsdam einen großen Einfluss hat. Einen Geburtsort in Potsdam-Mittelmark haben 5 737 Potsdamer – das ist der höchste Wert nach der Bundeshauptstadt Berlin. Es folgen mit größerem Abstand der Landkreis Teltow-Fläming (2 871), die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel (2 481) sowie die Landkreise Havelland (2 274), Ostprignitz-Ruppin (2 264) und Uckermark (1 638).

Außerhalb des Landes Brandenburgs und der Bundeshauptstadt Berlin stammen die meisten Potsdamer aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (1 479), aus der sächsischen Metropole Leipzig (1 415) und aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald (1 404). Nur wenige Plätze dahinter landet die sächsische Landeshauptstadt Dresden, in der 1 163 Potsdamer geboren wurden. Aus dem Sachsen-Anhaltinischen verschlug es insbesondere Altmärker aus dem Landkreis Stendal (987) und Magdeburger (950) nach Potsdam. Potsdamer, deren Geburtsort in Thüringen liegt, stammen vor allem aus Erfurt (436) und aus Jena (298).

Darüber hinaus bilden Potsdamerinnen und Potsdamer mit Geburtsorten in den folgenden kreisfreien Städten jeweils relativ große Gemeinschaften mit 500 bis unter 1 000 Personen: Frankfurt (Oder) (973), Halle (Saale) (935), Cottbus (820), Hamburg (799), Rostock (719) und Chemnitz (568). In der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn, mit der die Landeshauptstadt Potsdam bereits seit 1988 eine Städtepartnerschaft pflegt, haben 279 heutige Potsdamer ihre Wurzeln. Im Landkreis Aurich in Ostfriesland wurden neben dem Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs weitere 48 Personen geboren. Der einzige Landkreis in Deutschland, in dem kein Potsdamer zur Welt kam, ist in Bayern zu finden. Es handelt sich um den Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm in Oberbayern. In allen anderen deutschen Landkreisen können Geburtsorte von heutigen Potsdamern nachgewiesen werden.

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