Multifunktionale Innenstadtfläche nach intensiver Kinder- und Jugendbeteiligung der Öffentlichkeit übergeben

Einweihung der neugestalteten Plantage

Auf der Plantage kann es losgehen: die innerstädtische Parkanlage wurde seit April 2018 umgebaut und bietet nun allen Potsdamerinnen und Potsdamern – egal ob groß, ob klein, ob alt, ob jung – Raum für Spiel, für Sport und für Bewegung sowie für Erholung. Erstmalig konnten hier die Anforderungen von Schulsport, Hortnutzung und öffentlichem Erholungsraum auf einer Fläche abgedeckt und miteinander in Einklang gebracht werden. Der Clou an der Sache: durch eine umfangreiche Kinder- und Jugendbeteiligung ist sichergestellt, dass die Wünsche der jungen Generation gehört und umgesetzt wurden.

„Mit der neugestalteten Plantage gibt es nun mitten in Potsdam einen Ort für aktive Sportler, für junge Spielende, aber auch für all diejenigen, die Ruhe und Erholung suchen. Die Plantage ist damit als öffentlicher und sozialer Ort der Begegnung“, sagt Mike Schubert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam. „Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser ressourcenschonende Umgang mit Fläche ein Muster sein kann, über das wir auch in anderen Quartieren nachdenken werden. Ein „design for all“, also eine Gestaltung für alle Nutzerinnen und Nutzer, als multifunktionaler Ansatz ist ein spannender Denkansatz für den Umgang mit Grünflächen.“

Neben der Entwicklung rund um den Alten Markt stellt die Neugestaltung der Plantage einen weiteren Baustein zur Erfüllung der Sanierungsziele im Sanierungsgebiet Potsdamer Mitte dar. Die Annäherung an den historischen Stadtgrundriss beinhaltet auch die Wiederherstellung der Plantage in ihrer ursprünglichen Ausdehnung. „Besonders in Städten mit einer wachsenden Bevölkerung und hoher Bauaktivität wird die Gestaltung öffentlicher Räume, von Grün- und Freiflächen immer wichtiger. Die neugestaltete Platzanlage zeichnet sich dadurch aus, dass sie – mit Bezug zum historischen Entwurf von Lenné – auf kluge Art den vielschichtigen Anforderungen gerecht wird. Erstmalig in Potsdam werden Schul- und Hortbedarfe mit einer öffentlichen Parkanlage kombiniert. Darüber hinaus zeigt sich die Plantage wesentlich grüner als in den vergangenen Jahrzehnten. Das ist wichtig für das Stadtklima. In Zeiten des Klimawandels und der Ressourcenknappheit ist dies ein zukunftweisendes Projekt“, erklärt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam.

„Grundlage für die Gestaltung ist der Siegerentwurf des im Jahr 2016 durchgeführten landschaftsplanerischen Wettbewerbs von hutterreimann Landschaftsarchitekten, Berlin. Schon 2015 hatten wir mit der Kinder- und Jugendbeteiligung begonnen“, betont Bert Nicke, Geschäftsführer der Sanierungsträger Potsdam GmbH. „Mit Schülern der Voltaireschule, des Fröbelhortes und Eltern von Schülern der Max-Dortu-Schule wurden bei Befragungen, Workshops und Aktionsnachmittagen Ideen und Wünsche gesammelt. Auch während der Bauphase wurden die Kinder einbezogen. So gab es beispielsweise Kinderbaustellen und gemeinsame Pflanzaktionen. Mit dem Künstler Uli Kittelmann wurden Vogelhäuser, ein Insektenhotel und Klangspiele gebaut, die auf der Plantage integriert wurden.“

„Hier auf der Plantage haben wirklich alle Beteiligten mit viel Herzblut, Leidenschaft und Begeisterung zum Gelingen des Projekts beigetragen“, ergänzt Sigrun Rabbe, Geschäftsführerin der Sanierungsträger Potsdam GmbH. „Unser Dank geht an unsere Partner in der Landeshauptstadt Potsdam, im Kinder- und Jugendbüro und im Fröbelhort sowie an die ausführende Baufirma Kusche & Frotscher. Wir freuen uns schon alle darauf, wenn wir nach dem Rückbau der Rechnerhalle mit dem zweiten Bauabschnitt der Plantage beginnen können.“ Der 2. Bauabschnitt der Plantage soll ab Herbst 2019 umgesetzt werden.