Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft diskutieren über die Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl des Beirates für Menschen mit Behinderung
Der Beirat berät die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und ihre Ausschüsse, die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung, wirkt bei der Planung und Durchführung öffentlicher Einrichtungen und Vorhaben mit und baut somit erfolgreich Barrieren ab.
Die Mitglieder nehmen nicht nur an den Ausschusssitzungen der Stadtverordnetenversammlung teil, sondern haben auch aktives Rederecht.
Der Beirat setzt sich für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Stadt ein.
Das erste größere Projekt des aktuellen Beirats für Menschen mit Behinderung war die Begleitung der Kommunalwahl in Potsdam am 9. Juni 2024.
„Damit Wählerinnen und Wähler die Positionen zu den Themen Inklusion und Barrierefreiheit besser einschätzen können, haben wir an alle zur Wahl stehenden Parteien Wahlprüfsteine verschickt. Hierüber möchten wir herausfinden, inwieweit die Parteien das Wählerklientel „Menschen mit Behinderung“ kennen und welche konkrete Projekte sie vorschlagen. Wir sind sehr gespannt auf die Antworten“, so Dr. Rolf Lessing, Vorsitzender des Behindertenbeirates.
Die Antworten der Parteien wurden durch den Beirat aufbereitet und gemeinsam mit Inklusionsexpertinnen und -experten bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Potsdamer Inklusionstage am 23. Mai 2024 in der IHK Potsdam vorgestellt und diskutiert. Der Beirat hofft, dass diese Aktion zukünftig eine gute Grundlage für eine Kooperation mit den Parteien sein wird.
- AG Kopfkino - Den unsichtbaren Barrieren auf der Spur
Mit der Gründung der AG Kopfkino im März 2025 hat der Beirat für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich speziell den Belangen von Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und neurodivergenten Menschen widmet.
Unsere AG plant und entwickelt Projekte zur Sensibilisierung für psychische Barrieren in enger Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Potsdam. In Abstimmung mit anderen Arbeitsgruppen des Beirates können so innovative Lösungen für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit umgesetzt werden.
Das Thema seelische Behinderung war lange Zeit unterrepräsentiert in der kommunalen Behindertenpolitik. Ziel ist es, die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sichtbar zu machen, Aufklärungsarbeit zu leisten, Netzwerke zu stärken und Stigmatisierung entgegenzuwirken.
Die AG Kopfkino ist ein wichtiger Baustein für ein inklusiveres Potsdam. Sie soll das Verständnis für unsichtbare Barrieren in unserer Stadt fördern, was insofern an Bedeutung zunimmt, da seelische Gesundheit alle Menschen betreffen kann und die Sensibilität dafür in der Gesellschaft noch ausbaufähig ist. Im Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern des Stadtparlaments und den kommunalen Entscheidungsträgern möchte die AG ihre Möglichkeiten nutzen, die Lebensbedingungen von Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen in Potsdam zu verbessern.
Alle, die sich für seelische Gesundheit und Barrierefreiheit interessieren, sind herzlich eingeladen, bei uns hineinzuschnuppern. Ob mit eigenen Ideen oder einfach nur zum Zuhören - wir freuen uns über jede Unterstützung.
Projekte der AG Kopfkino
Blogbeitrag
Serie zur Woche der Seelischen Gesundheit (Oktober 2025)
Zehn inspirierende Beiträge über internationale Leuchtturmprojekte für seelische Gesundheit mit der Frage: "Wäre das nicht was für Potsdam?“
Projekt "Stille Stunde"
Initiative zur Einführung reizarmer Einkaufszeiten in Potsdamer Supermärkten für Menschen mit sensorischen Besonderheiten
Vernetzungsarbeit
Aufbau einer Unterarbeitsgruppe in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) zur besseren Koordination der Hilfsangebote
Kontakt:
teilhabe@rathaus.potsdam.de
kopfkino-potsdam@posteo.de