Nahaufnahme Brandenburg: Brandenburg – Eine Streusandbüchse?

19. Februar 2026 | 18:00 – 19:00 Uhr
**Bereits seit Jahrhunderten haftet Brandenburg ein besonderes Image an: das der „Streusandbüchse“.**

Schon **Theodor Fontane** schrieb im 19. Jahrhundert über die sandigen Böden, kargen Landschaften und armen Dörfer der Region. Er bemerkte dazu:

„Es sind dies die Gegenden der Mark, die ihr den Namen der ‚Streusandbüchse des heiligen römischen Reiches‘ eingetragen haben.“

Dieser Topos hat sich erstaunlich hartnäckig gehalten, auch bis in unsere Gegenwart. Noch in den 1990er Jahren griff der erste brandenburgische Ministerpräsident **Manfred Stolpe** die Bezeichnung „Streusandbüchse“ im Rahmen seines Wahlkampfes selbstironisch auf und machte sie damit zu einem Teil regionaler Identität.

Doch woher stammt diese Redewendung eigentlich? Was bedeutete der Topos in den verschiedenen Jahrhunderten und warum wirkt er bis heute nach?

**Vortrag von:**
Theresa Khan (Universität Potsdam)

Veranstaltungsort

Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
Deutschland

Veranstalter

Kutschstall